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Arbeitsmarkt-Reaktionen

Leichter Anstieg ist nicht dramatisch

Donnerstag, 30. Juli 2015, 13:13 Uhr
Der Thüringer Arbeitsmarkt hat trotz der Sommerferien erneut Stabilität bewiesen. Zu dieser Aussage kommt die Wirtschaft in Nord- und Mittelthüringen...


Zwar meldete die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen im Juli 2.184 Erwerbslose mehr als noch im Vormonat, doch die registrierte Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Juli des Vorjahres um weitere 3.016 Personen gesunken und erreicht mit 83.223 eine Quote von 7,2 Prozent.

„Die Thüringer Wirtschaft befindet sich in guter Verfassung. Der leichte Anstieg bei der registrierten Arbeitslosigkeit ist für den Monat Juli nicht weiter dramatisch“, kommentiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die aktuellen Zahlen. Zum einen sorgten Werksferien für eine Flaute bei Neueinstellungen, zum anderen meldeten sich Schulabgänger vor Ausbildungsaufnahme vorübergehend arbeitslos.

„Ungeachtet dessen ist aber gerade bei der Jugendarbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren ein deutlich positiver Trend im Freistaat zu beobachten“, so Grusser. Immerhin sei die Zahl der Arbeitslosen unter
25 Jahren innerhalb der vergangenen fünf Jahre von 12.217 im Juli 2010 auf derzeit 6.067 gesunken – ein Minus von 50 Prozent. Im Vergleich der ostdeutschen Bundesländer weise der Freistaat mit einer Quote von 7,3 Prozent sogar den niedrigsten Wert auf. Der Durchschnitt der neuen Länder liege immer noch bei 8,8 Prozent.

„Die positive Entwicklung in der Jugendbeschäftigung wird natürlich begünstigt durch den demografischen Wandel und die anhaltend gute Konjunktur. Die jungen Leuten haben jetzt beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, betont der IHK-Chef. Die Fachkräftenachfrage in den regionalen Unternehmen sei nach wie vor hoch.
Autor: red

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