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Das Ende der Verwirrung

Willkommen in Werther

Donnerstag, 30. Juli 2015, 10:04 Uhr
Friedrichsthal oder Werther? Seit den 50er Jahren weiß niemand so recht, wohin eigentlich die kleine Gemeinde Fronderode gehört. Seit sieben Jahren ringt man um eine Neugliederung, nun ist es endlich soweit: Werthers Bürgermeister Jürgen Weidt kann einen neuen Ortsteil begrüßen...

In der aktuellen Ausgabe des Thüringer Staatsanzeigers wurde der Gebietsänderungsvertrag der Gemeinden Friedrichsthal und Werther öffentlich bekannt gemacht und erreicht damit Rechtskraft. Einen Tag nach der Veröffentlichung dieses Gebietsänderungsvertrages ist dieser rechtskräftig. Das bedeutet, dass ab dem 28.07. Fronderode nun rechtssicher zur Gemeinde Werther gehört.

Ein sicher historisches Datum, wenn man allein die 25 Jahre nach der Wende betrachtet. Seit über 25 Jahren wurde von verschiedenen Kommunalpolitikern versucht, rechtsichere Klarheit über die Zugehörigkeit von Fronderode zu erlangen. Die Gemeinde Werther besteht seit 1997 aus 8 Ortsteilen (Thür. Gesetz zur Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden v. 23. 12. 1996).

Zu den ehemals selbständigen Gemeinden gehört auch der Ortsteil Immenrode. Zu Immenrode wiederum gehört der OT Fronderode mit zur Zeit 21 Einwohnern. Fronderode ist gemarkungsmäßig der Gemeinde Friedrichsthal zugeordnet. Das heißt, die Bewohner dieses Ortsteiles gehören politisch zur Gemeinde Werther, alle Flächen sind Gemarkung Bliedungen, also gehören zur Nachbargemeinde Friedrichsthal.

Mit Fronderode gewinnt die Gemeinde Werther auch ein paar schöne Flecken (Foto: Hans-Jürgen Weidt) Mit Fronderode gewinnt die Gemeinde Werther auch ein paar schöne Flecken (Foto: Hans-Jürgen Weidt)

Diese verworrene Situation ist in den 50er Jahren entstanden und heute auch nach Sichtung der alten Unterlagen nicht nachvollziehbar. Seit 2009 versuchten sich nun auch die neuen verantwortlichen Bürgermeisterin von Friedrichsthal Franka Hitzing und Jürgen Weidt Bürgermeister der Gemeinde Werther dieses Problem zu klären.

Weitere sieben Jahre sollten nun auch wieder vergehen, ehe wir heute vor der positiven Neugliederung und Zuordnung stehen. Das waren sieben Jahre nervenaufreibender Beratungen, Stellungnahmen, Einwohnerbefragungen, Anhörungen usw. Wobei wir auch schon nicht mehr daran geglaubt haben, dieses Problem noch in diesem Jahrhundert zu klären.

Aber, das Ziel, welches wir schon lange verfolgten und auch nach einer Abstimmung im Sommer 2013 in Frondrode der einstimmige Wunsch aller Fronderöder Bürger war, haben wir erreicht. Sie wollten Bürger der Gemeinde Werther bleiben bzw. offiziell werden. Jetzt dürfen auch die Einwohner von Fronderode wieder in Werther zu Wahl gehen, denn das war auch nicht mehr möglich.

Ich möchte mich auf diesem Wege recht herzlich bei der Bürgermeisterin Franka Hitzing und Ihrem Gemeinderat Friedrichsthal bedanken. Ohne die Unterstützung und Übertragung von Grundstücken wäre diese Lösung nicht möglich gewesen. Weiterhin danke ich den Verantwortlichen der Stadt Bleicherode für die aktive Unterstützung und der Kommunalaufsicht des Landkreises Nordhausen.
Hans-Jürgen Weidt, Bürgermeister
Autor: red

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