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Handwerksinnungen fusionieren weiter

Dienstag, 19. Juni 2001, 10:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Seit gestern hat der Verbund der Nordthüringer Handwerkerschaften einen neuen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer. nnz stellt ihn vor.

Marko Beer ist sein Name. Der 29 Jahre alte Volljurist kommt aus Sondershausen und wird sich im Nordthüringer Verbund der Kreishandwerkerschaften vorwiegend um die Rechtsfragen kümmern. Marko Beer ist verheiratet und seit sechs Wochen stolzer Vater eines Sohns. Der Jurist ist nach einer öffentlichen Ausschreibung aus einem Pool von 19 Bewerbern ausgewählt worden. Heute wird es in Nordhausen eine erste offizielle Begegnung mit Kreishandwerksmeister Achim Blume geben. In der Rolandstadt wird Beer dreimal pro Woche als direkter Ansprechpartner der hiesigen Innungsbetriebe fungieren, zweimal ist er in Leinefelde.

Die neuen Strukturen nach der Trennung vom ehemaligen Geschäftsführer der Nordhäuser Kreishandwerkerschaft, Andreas Linke, tragen erste Früchte. Das bestätigte der nnz Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Senft. Seit Mitte März seien 17 Innungsbetriebe des Landkreises Nordhausen dem Verbund beigetreten, in Summe sind es derzeit 337. In den zurückliegenden drei Monaten hätte es in Nordhausen mit jeder Innung mindestens eine Beratung gegeben, so Senft. Wichtig sei für den neuen Verbund, daß die Betriebe schnell und unbürokratisch für sie wichtige Informationen erhalten, so zum Beispiel zu neu aufgelegten Förderprogrammen. Darüber hinaus soll sich der Nordthüringer Verbund zu einem kompetenten und verläßlichen Partner für die Handwerksunternehmen in allen Belangen ständig weiter entwickeln.

Wie Dr. Senft der nnz mitteilte habe es bereits erste Fusionen zwischen den Innungen der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen gegeben. Eine Vorreiterrolle haben die Dachdecker, Schneider und Fleischer eingenommen. Die Zusammengehörigkeit soll auch in der Namensgebung eine entsprechende Außenwirkung erfahren. So nennen sich die Dachdecker der beiden Landkreise ab sofort „Dachdeckerinnung Nordthüringen“.

Doch auch im Handwerk sind Namen nicht mehr und nicht weniger als „Schall und Rauch“, sie müssen mit Leben versehen werden. Ein erster Schritt soll noch in diesem Jahr im Baubereich vollzogen werden. So wird sich eine „Bietergemeinschaft Nordthüringen des Handwerks“ an der Ausschreibung für die Autobahnabschnitte Leinefelde-Heiligenstadt und Breitenworbis-Wipperdorf beteiligen. Hier geht es nach Angaben von Dr. Senft immerhin um ein Auftragsvolumen von fast 300 Millionen Mark. Die Eichsfelder Baubetriebe haben mit derartigen Beteiligungen außerordentlich gute Erfahrungen gesammelt. So erhielt die „Eichsfelder Autobahnbietergemeinschaft des Handwerks“ den Zuschlag für die Arbeiten am Autobahnabschnitt Breitenworbis-Leinefelde. Dort wird mit einem starken Partner seit September 1999 gebaut. In diesem Jahr soll der Abschnitt übergeben werden, zwei Monate vorfristig.
Autor: nnz

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