Schließung wurde vorerst abgewendet
Montag, 18. Juni 2001, 18:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Es wird keine Veränderungen in der Bedarfsplanung bei den Horten in freier Trägerschaft im Landkreis Nordhausen geben. Der Beifall von Mitarbeiterinnen in Kindertagesstätten und von Eltern gleichermaßen war dem Jugendhilfeausschuß am Nachmittag gewiß.
Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Nordhäuser Kreistages hatten es geahnt: Sie ließen zusätzlich Stühlen in den Seminarraum des Südharz-Krankenhauses stellen, um so den zahlreichen Gästen die Teilnahme an der Sitzung zu ermöglichen. Mehr noch, die Tagesordnung wurde umgestellt, der Knackpunkt der Sitzung wurde vorgezogen, eine Teilnahme der Gäste an der Diskussion gestattet.
Die erste Variante der Bedarfsplanung zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen, Tagespflege und Schulhorten im Landkreis Nordhausen für das Schuljahr 2001/2002, so der offizielle Titel, sah noch vor, dass die derzeit 14 Hortgruppen in freier Trägerschaft auf fünf oder sechs reduziert werden sollten. Da ein solch später Termin eines Beschlusses kaum finanzielle Auswirkungen auf dieses Haushaltsjahr gehabt hätte (Kündigungen frühenstens zum 1.1.2002), wurde der derzeitige Status Quo beibehalten. Aufatmen in den Zuschauerreihen! Entstanden war diese Variante während der Beratungen in einem eigens dafür eingerichteten Gremium zwischen Kreistag und Kreisverwaltung.
Veränderungen in der Hortlandschaft soll es dann erst ab dem Schuljahr 2002/2003 geben. Hier soll die Anzahl der Horte auf fünf bis sechs reduziert werden. Favorisiert werden hierbei die Horte an Schulen in freier Trägerschaft sowie in Einrichtungen mit eindeutig christlicher Ausrichtung. So will der Jugendhilfeausschuß auch das derzeit bestehende pluralistische Angebot in diesem Bereich garantieren. Etwas Unruhe - weil nicht rechtzeitig ausgegeben - brachte dann ein Vorschlag der CDU-Kreistagsfraktion in die Runde. Dieser ging davon aus, dass durchaus mehr Horte in freier Trägerschaft erhalten werden könnten, als die angedachten fünf oder sechs. Möglich könne dies werden, wenn die freien Träger mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sich einrichten würden, natürlich unter Berücksichtigung der oben genannten Prioritäten. Gleichzeitig müssten sich die freien Träger verpflichten, keine Klagen gegen eventuell zu wenig ausgereichte Mittel zu erheben.
Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, wurde die Verwaltung beauftragt, zum kommenden Kreistag eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten. Damit steht fest, dass aus kreislichen Mitteln in diesem Jahr ab September 88.000 Mark und im kommenden Jahr rund 230.000 Mark zur Verfügung stehen müssen. Die erste Summe muß in diesem Jahr Bestandteil des zu beschließenden Nachtragshaushaltes der Kreisverwaltung werden.
Autor: nnzDie Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Nordhäuser Kreistages hatten es geahnt: Sie ließen zusätzlich Stühlen in den Seminarraum des Südharz-Krankenhauses stellen, um so den zahlreichen Gästen die Teilnahme an der Sitzung zu ermöglichen. Mehr noch, die Tagesordnung wurde umgestellt, der Knackpunkt der Sitzung wurde vorgezogen, eine Teilnahme der Gäste an der Diskussion gestattet.
Die erste Variante der Bedarfsplanung zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen, Tagespflege und Schulhorten im Landkreis Nordhausen für das Schuljahr 2001/2002, so der offizielle Titel, sah noch vor, dass die derzeit 14 Hortgruppen in freier Trägerschaft auf fünf oder sechs reduziert werden sollten. Da ein solch später Termin eines Beschlusses kaum finanzielle Auswirkungen auf dieses Haushaltsjahr gehabt hätte (Kündigungen frühenstens zum 1.1.2002), wurde der derzeitige Status Quo beibehalten. Aufatmen in den Zuschauerreihen! Entstanden war diese Variante während der Beratungen in einem eigens dafür eingerichteten Gremium zwischen Kreistag und Kreisverwaltung.
Veränderungen in der Hortlandschaft soll es dann erst ab dem Schuljahr 2002/2003 geben. Hier soll die Anzahl der Horte auf fünf bis sechs reduziert werden. Favorisiert werden hierbei die Horte an Schulen in freier Trägerschaft sowie in Einrichtungen mit eindeutig christlicher Ausrichtung. So will der Jugendhilfeausschuß auch das derzeit bestehende pluralistische Angebot in diesem Bereich garantieren. Etwas Unruhe - weil nicht rechtzeitig ausgegeben - brachte dann ein Vorschlag der CDU-Kreistagsfraktion in die Runde. Dieser ging davon aus, dass durchaus mehr Horte in freier Trägerschaft erhalten werden könnten, als die angedachten fünf oder sechs. Möglich könne dies werden, wenn die freien Träger mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sich einrichten würden, natürlich unter Berücksichtigung der oben genannten Prioritäten. Gleichzeitig müssten sich die freien Träger verpflichten, keine Klagen gegen eventuell zu wenig ausgereichte Mittel zu erheben.
Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, wurde die Verwaltung beauftragt, zum kommenden Kreistag eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten. Damit steht fest, dass aus kreislichen Mitteln in diesem Jahr ab September 88.000 Mark und im kommenden Jahr rund 230.000 Mark zur Verfügung stehen müssen. Die erste Summe muß in diesem Jahr Bestandteil des zu beschließenden Nachtragshaushaltes der Kreisverwaltung werden.
