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Erwerbstätigenquote gestiegen

Weniger Menschen leben von Arbeitslosengeld

Freitag, 17. Juli 2015, 10:58 Uhr
Die neuen Ergebnisse des Mikrozensus zeigen, dass 2014 rund fünf Prozent der Bevölkerung in Thüringen seinen überwiegenden Lebensunterhalt mit Arbeitslosengeld I oder II bestreitet. Im Vergleich zu den Ergebnissen vor zehn Jahren (2005) ist dieser Anteil deutlich gesunken, meldet das statistische Landesamt...

Damals lebten nach Mitteilung vom Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) 9 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer überwiegend von diesen Leistungen.

„Die aufgezeigten Entwicklungen lassen sich dabei sowohl bei Frauen als auch bei Männern beobachten. So sank der Anteil der Frauen, die von Arbeitslosengeld I oder II lebten, innerhalb der letzten zehn Jahre von 9 Prozent (2005) auf 5 Prozent (2014), der der Männer sank von 11 Prozent (2005) auf 6 Prozent (2014)“, so der Präsident des TLS, Günter Krombholz.

Gleichzeitig ist in Thüringen in diesem Zeitraum der Anteil derjenigen gestiegen, die ihren überwiegen- den Lebensunterhalt aus dem Einkommen ihrer Erwerbstätigkeit finanzieren. Während im Jahr 2014 rund 45 Prozent der Bevölkerung dies tun, waren es im Jahre 2005 nur 41 Prozent. Diese Ergebnisse lassen sich auf eine höhere Erwerbsbeteiligung zurückführen. So liegt die Erwerbstätigenquote, also der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung, im Jahr 2014 bei 49 Prozent und damit um 6 Prozentpunkte höher als noch vor 10 Jahren (2005: 43 Prozent).

Die Bedeutung anderer Einkommensquellen für den Lebensunterhalt blieb demgegenüber nahezu unverändert. So bestreiten im Jahr 2014 rund 29 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer (2005: 27 Prozent) ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch eine Rente oder Pension. Für 17 Prozent der Bevölkerung (2005: 19 Prozent) sind Einkünfte von Angehörigen, vor allem der Ehe- beziehungsweise Lebenspartner, die Haupteinkommensquelle.
Autor: red

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