Ausmaß der Schäden nicht abzusehen
Es muss schnellstmöglich gehandelt werden
Freitag, 17. Juli 2015, 10:11 Uhr
Die Stürme der vergangenen Woche haben auch in den Wäldern der Region gewütet. Mehrere tausend Festmeter "Bruch- und Wurfholz", sind die Bilanz, meldet das Forstamt Bleicherode Südharz, selbst starke Fichten seien "regelrecht abgebrochen". Es gelte nun schnell zu handeln, sonst droht die massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers...
Letzten Sonntag und Dienstag sorgten starke Windböen mit nahezu 100 km/h, begleitet von Regengüssen, besonders im Harzbereich des Forstamtes Bleicherode-Südharz für flächigen Fichtenwindwurf.
In den Revieren des Forstamtes sind nach ersten Schätzungen über 6.000 Festmetern (Fm) Bruch- und Wurfholz angefallen. Schwerpunkte bilden die Reviere Nordhausen und Christianenhaus. Zuletzt sorgte Sturmtief Niklas für nennenswerte Schäden von über 2.000 Fm. Diesmal treten auch Flächenwürfe auf. Besonders auffällig ist, dass starke Fichten regelrecht abgebrochen sind, nicht nur im Kronenbereich.
Darüber hinaus entfaltete das Unwetter seine ganze Stärke in einem 0,35 ha großen, 172 jährigen Eichenbestand nahe Sophienhof. Hier blieben nur wenige Exemplare stehen, die restlichen worden geworfen. Dabei gilt die Eiche mit Ihrem ausgeprägten Tiefwurzelsystem als besonders widerstandsfähig.
"Bruch" im Südharz - noch ist das Ausmaß der Schäden nicht ganz abzusehen (Foto: Forstamt Bleicherode-Südharz)
Das Ausmaß des Schadens ist noch nicht ganz abzusehen. Wiederum ist die gute Ortskenntnis der Revierleiter gefragt, um die Bruch- und Wurffichten zu lokalisieren und die gezielte Aufarbeitung in Gang zu setzen. Aufgrund der hohen Temperaturen im Frühjahr gilt es jetzt im besonderen Maße einer Borkenkäfermassenvermehrung vorzubeugen und schnellstmöglich zu handeln.
Dabei geht die Aufarbeitung und der Holzabtransport zu örtlichen Sägewerken Hand in Hand, um viel brutfähiges Holz für nachfolgende Borkenkäfergenerationen aus dem Wald zu schaffen. Derzeit sind alle verfügbaren Waldarbeiter mit der Bruchaufarbeitung beschäftigt, in erster Linie müssen zugeworfene Waldwege beräumten werden um anschließend schwer zugänglichen Flächen zu sanieren.
Ortsansässige Unternehmer mit Spezialtechnik und dem nötigen Fachwissen werden ebenfalls bei der schwierigen und gefährlichen Fichtenwurfaufarbeitung beteiligt sein. Die Wurfholzaufarbeitung ist eine der gefährlichsten und unfallträchtigsten Forstarbeiten überhaupt, deshalb ist besondere Vorsicht geboten. Auch hier hat sich eine gut funktionierende Kommunikation aller Akteure in jüngster Vergangenheit mehrfach bewährt.
Autor: redLetzten Sonntag und Dienstag sorgten starke Windböen mit nahezu 100 km/h, begleitet von Regengüssen, besonders im Harzbereich des Forstamtes Bleicherode-Südharz für flächigen Fichtenwindwurf.
In den Revieren des Forstamtes sind nach ersten Schätzungen über 6.000 Festmetern (Fm) Bruch- und Wurfholz angefallen. Schwerpunkte bilden die Reviere Nordhausen und Christianenhaus. Zuletzt sorgte Sturmtief Niklas für nennenswerte Schäden von über 2.000 Fm. Diesmal treten auch Flächenwürfe auf. Besonders auffällig ist, dass starke Fichten regelrecht abgebrochen sind, nicht nur im Kronenbereich.
Darüber hinaus entfaltete das Unwetter seine ganze Stärke in einem 0,35 ha großen, 172 jährigen Eichenbestand nahe Sophienhof. Hier blieben nur wenige Exemplare stehen, die restlichen worden geworfen. Dabei gilt die Eiche mit Ihrem ausgeprägten Tiefwurzelsystem als besonders widerstandsfähig.
"Bruch" im Südharz - noch ist das Ausmaß der Schäden nicht ganz abzusehen (Foto: Forstamt Bleicherode-Südharz)
Das Ausmaß des Schadens ist noch nicht ganz abzusehen. Wiederum ist die gute Ortskenntnis der Revierleiter gefragt, um die Bruch- und Wurffichten zu lokalisieren und die gezielte Aufarbeitung in Gang zu setzen. Aufgrund der hohen Temperaturen im Frühjahr gilt es jetzt im besonderen Maße einer Borkenkäfermassenvermehrung vorzubeugen und schnellstmöglich zu handeln.
Dabei geht die Aufarbeitung und der Holzabtransport zu örtlichen Sägewerken Hand in Hand, um viel brutfähiges Holz für nachfolgende Borkenkäfergenerationen aus dem Wald zu schaffen. Derzeit sind alle verfügbaren Waldarbeiter mit der Bruchaufarbeitung beschäftigt, in erster Linie müssen zugeworfene Waldwege beräumten werden um anschließend schwer zugänglichen Flächen zu sanieren.
Ortsansässige Unternehmer mit Spezialtechnik und dem nötigen Fachwissen werden ebenfalls bei der schwierigen und gefährlichen Fichtenwurfaufarbeitung beteiligt sein. Die Wurfholzaufarbeitung ist eine der gefährlichsten und unfallträchtigsten Forstarbeiten überhaupt, deshalb ist besondere Vorsicht geboten. Auch hier hat sich eine gut funktionierende Kommunikation aller Akteure in jüngster Vergangenheit mehrfach bewährt.
