Leichtathletikmeisterschaften der Senioren
Marco Bachmann gelingt das Doppel
Sonntag, 12. Juli 2015, 17:05 Uhr
Sonntag, 12. Juli 2015, 12 Uhr 55 und 23,19 Sekunden – Marco Bachmann ist Deutscher Doppelmeister. Nach den 100 Metern am Sonnabend gewann er 23 Stunden später genauso überlegen auch über die doppelte Distanz und holte sich auch den Titel über 200 Meter bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft in der Leichtathletik...
Doppelmeister Marco Bachmann (Foto: Uwe Tittel)
Zittau im Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Polen war für ihn im wahrsten Sinne eine Reise wert. Dabei war er vor den 200 Metern gar nicht so optimistisch.
Morgen wird es wesentlich schwerer, blickte er nach seinem Sieg am Sonnabend voraus. Einmal weil der rechte Oberschenkel immer ein wenig muckerte, vor allem aber weil er die 200 Meter wegen seiner muskulären Probleme bislang im Training etwas vernachlässigen musste.
Bei den Landesmeisterschaften bin ich auf den letzten 50 Metern richtig eingebrochen. Doch am Sonntag war er dennoch recht zuversichtlich. Eine Medaille sollte drin sein, und hatte sich dafür ein entsprechendes taktisches Rezept zurecht gelegt. Nicht gleich Volle-Pulle-Loslaufen, nur mit 95 Prozent und das Tempo möglichst konstant bis ins Ziel durchhalten. Eine perfekte Taktik, wie sich herausstellte.
Ausgangs der Kurve lag er in seinem zweiten Lauf, dem deutlich schnelleren der zwei Zeitläufe, noch deutlich zurück an dritter Position. Doch Marcos Rezept ging auf. Während die beiden Führenden ihr Tempo nicht halten konnten zog der Nordhäuser 50 Meter vor dem Ziel unwiderstehlich vorbei und gewann noch deutlich. Hinter ihm die gleiche Reihenfolge über 100 Meter.
Zweiter der Berliner Daniele Biffi (23,42s), Dritter Matthias Rotzler von der LG Welfen (23,..s). Marcos Siegerzeit von 23,19 Sekunden wären übrigens neuer Landesrekord gewesen. Den hält für die M40 bisher sein Vereinskamerad Thomas Biedermann mit 23,50s. Doch der Wind, gestern noch leicht von vorn wehend, pustete diesmal mit 2,5 m/s etwas zu stark von hinten.
Dennoch wieder ein phänomenaler Lauf von Marco Bachmann. Und wieder war er um 0,11 Sekunden schneller als der Meister bei den jüngeren M35ern. Zittau im Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Polen war für den Sprinter von der Harzer Sportgemeinschaft im wahrsten Sinne eine Reise wert.
Die absolute Sprinterkrone bei den Deutschen setzte sich dennoch ein anderer Thüringer auf. Rudolf König vom Saalfelder LV (M60/Startnummer 939, der Mann mit dem wenigen Haar) erwies sich als ein wahrer König. Wie Marco Bachmann wurde der über 60Jährige überlegener Doppelmeister über 100 und 200 Meter Meter, und das mit jeweils mit neuem Thüringer Landesrekord, und holte dazu noch Bronze über die komplette Stadionrunde.
Rudolf König hatte einige Zeit auch Jörg Ziegler, der wie zu befürchten nach seinem Pech über 100 Meter auch seine weiteren Starts absagen musste, als Berater zur Seite gestanden. Der Saalfelder zählt auch bei den demnächst in Lyon stattfindenden Senioren-Welttitelkämpfen zum Favoritenkreis. Genauso wie ein guter alter Bekannter für Nordhausen wurde wie erwartet auch seiner Favoritenrolle gerecht.
Kugelstoßer Andy Dittmar aus Gotha (M40) wurde wie erwartet seiner hohen Favoritenrolle gerecht und gewann in 18,14m mit fast fünf Metern Vorsprung. Jeder seiner fünf gültigen Versuche hätte deutlich zum Sieg gelangt. Die Weltmeisterschaft wird Marco Bachmann aber nicht bestreiten.
Uwe Tittel
Autor: red
Doppelmeister Marco Bachmann (Foto: Uwe Tittel)
Zittau im Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Polen war für ihn im wahrsten Sinne eine Reise wert. Dabei war er vor den 200 Metern gar nicht so optimistisch.
Morgen wird es wesentlich schwerer, blickte er nach seinem Sieg am Sonnabend voraus. Einmal weil der rechte Oberschenkel immer ein wenig muckerte, vor allem aber weil er die 200 Meter wegen seiner muskulären Probleme bislang im Training etwas vernachlässigen musste.
Bei den Landesmeisterschaften bin ich auf den letzten 50 Metern richtig eingebrochen. Doch am Sonntag war er dennoch recht zuversichtlich. Eine Medaille sollte drin sein, und hatte sich dafür ein entsprechendes taktisches Rezept zurecht gelegt. Nicht gleich Volle-Pulle-Loslaufen, nur mit 95 Prozent und das Tempo möglichst konstant bis ins Ziel durchhalten. Eine perfekte Taktik, wie sich herausstellte.
Ausgangs der Kurve lag er in seinem zweiten Lauf, dem deutlich schnelleren der zwei Zeitläufe, noch deutlich zurück an dritter Position. Doch Marcos Rezept ging auf. Während die beiden Führenden ihr Tempo nicht halten konnten zog der Nordhäuser 50 Meter vor dem Ziel unwiderstehlich vorbei und gewann noch deutlich. Hinter ihm die gleiche Reihenfolge über 100 Meter.
Zweiter der Berliner Daniele Biffi (23,42s), Dritter Matthias Rotzler von der LG Welfen (23,..s). Marcos Siegerzeit von 23,19 Sekunden wären übrigens neuer Landesrekord gewesen. Den hält für die M40 bisher sein Vereinskamerad Thomas Biedermann mit 23,50s. Doch der Wind, gestern noch leicht von vorn wehend, pustete diesmal mit 2,5 m/s etwas zu stark von hinten.
Dennoch wieder ein phänomenaler Lauf von Marco Bachmann. Und wieder war er um 0,11 Sekunden schneller als der Meister bei den jüngeren M35ern. Zittau im Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Polen war für den Sprinter von der Harzer Sportgemeinschaft im wahrsten Sinne eine Reise wert.
Die absolute Sprinterkrone bei den Deutschen setzte sich dennoch ein anderer Thüringer auf. Rudolf König vom Saalfelder LV (M60/Startnummer 939, der Mann mit dem wenigen Haar) erwies sich als ein wahrer König. Wie Marco Bachmann wurde der über 60Jährige überlegener Doppelmeister über 100 und 200 Meter Meter, und das mit jeweils mit neuem Thüringer Landesrekord, und holte dazu noch Bronze über die komplette Stadionrunde.
Rudolf König hatte einige Zeit auch Jörg Ziegler, der wie zu befürchten nach seinem Pech über 100 Meter auch seine weiteren Starts absagen musste, als Berater zur Seite gestanden. Der Saalfelder zählt auch bei den demnächst in Lyon stattfindenden Senioren-Welttitelkämpfen zum Favoritenkreis. Genauso wie ein guter alter Bekannter für Nordhausen wurde wie erwartet auch seiner Favoritenrolle gerecht.
Kugelstoßer Andy Dittmar aus Gotha (M40) wurde wie erwartet seiner hohen Favoritenrolle gerecht und gewann in 18,14m mit fast fünf Metern Vorsprung. Jeder seiner fünf gültigen Versuche hätte deutlich zum Sieg gelangt. Die Weltmeisterschaft wird Marco Bachmann aber nicht bestreiten.
Uwe Tittel




