Wie abhängig ist Thüringen vom Gipsabbau?
Donnerstag, 09. Juli 2015, 14:24 Uhr
Diese Frage war Gegenstand einer kleinen Anfrage des Grünenabgeordneten Dirk Adams. Finanziell bringt der Abbau dem Freistaat nicht viel, was vor allem daran läge das immer noch nach DDR-Bergrecht abgebaut werde. Zeit für Innovationen hätte die Gips-Inudstrie genug...
Auf Grundlage der Feldes- und Förderabgabe flossen 2009 rund 32.000 Euro durch den Gipsabbau in den allgemeinen Landeshaushalt informiert Adams.
Die Höhe der Abgabe bemisst sich nach dem Marktwert, derzeit liegt sie bei 5% des Verkaufspreises. In Anbetracht der jährlich abgebauten Mengen ist der Erlös jedoch sehr gering, da viele der im Südharz ansässigen Unternehmen bis heute keine Abgabe zahlen müssen.
Wie ist das möglich? Gipsabbau erfolgt im Südharz überwiegend auf Grundlage des alten DDR-Bergrechts, was bis 1996 hinübergerettet wurde. In dieser Zeit wurden Abbauberechtigungen festgesetzt, von denen viele Unternehmen bis heute profitieren erläutert Adams.
Für die Unternehmen ist das eine langfristig gesicherte Geschäftsgrundlage, wobei 25 bis 30 Jahre keine Seltenheit darstellen. Die Rohstoffbranche verfügt über sehr lange Zeithorizonte – genug Zeit um Innovationen und zielgerichtete Investitionen umzusetzen sagt Adams und fügt abschließend hinzu: Wir wollen die wertvolle Gipskarstlandschaft nicht ausverkaufen, sie muss erhalten bleiben. Deshalb gehört die Zukunft den Ersatzstoffen wie REA-Gips und Recyclinggips. Sie sichern auch das Überleben der Unternehmen im Wettbewerb.
Autor: redAuf Grundlage der Feldes- und Förderabgabe flossen 2009 rund 32.000 Euro durch den Gipsabbau in den allgemeinen Landeshaushalt informiert Adams.
Die Höhe der Abgabe bemisst sich nach dem Marktwert, derzeit liegt sie bei 5% des Verkaufspreises. In Anbetracht der jährlich abgebauten Mengen ist der Erlös jedoch sehr gering, da viele der im Südharz ansässigen Unternehmen bis heute keine Abgabe zahlen müssen.
Wie ist das möglich? Gipsabbau erfolgt im Südharz überwiegend auf Grundlage des alten DDR-Bergrechts, was bis 1996 hinübergerettet wurde. In dieser Zeit wurden Abbauberechtigungen festgesetzt, von denen viele Unternehmen bis heute profitieren erläutert Adams.
Für die Unternehmen ist das eine langfristig gesicherte Geschäftsgrundlage, wobei 25 bis 30 Jahre keine Seltenheit darstellen. Die Rohstoffbranche verfügt über sehr lange Zeithorizonte – genug Zeit um Innovationen und zielgerichtete Investitionen umzusetzen sagt Adams und fügt abschließend hinzu: Wir wollen die wertvolle Gipskarstlandschaft nicht ausverkaufen, sie muss erhalten bleiben. Deshalb gehört die Zukunft den Ersatzstoffen wie REA-Gips und Recyclinggips. Sie sichern auch das Überleben der Unternehmen im Wettbewerb.
