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Junge Union fordert flexible Kindergärten

Dienstag, 07. Juli 2015, 08:22 Uhr
Die Berufswelt ist heute flexibler geworden, wer eine Chance haben will, muss sich anpassen können. Gerade Alleinerziehende hätten es da oft schwer, meint die Junge Union der Nordhäuser CDU und fordert für den Landkreis Kindertagesstätten, die diesem Bedarf gerecht werden...

„Beruf und Familie müssen in Einklang gebracht werden können, auch wenn beide Elternteile einem Beruf nachgehen. Wir fordern daher, dass sich die Kindertagesstätten den veränderten beruflichen Anforderungen auch anpassen und eine Kinderbetreuung rund um die Uhr ermöglichen“, fordert der JU Kreisvorsitzende Chris Schröder.

Eltern von kleinen Kindern haben es in der heutigen Zeit nicht leicht, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Ganz besonders schwer haben es dabei alleinerziehende Elternteile, die auf Grund der eingeschränkten Flexibilität im Berufsalltag äußerst schlechte Chancen haben.

Oftmals stellt dabei ein Kind an sich schon eine Art K.O.-Kriterium für viele Arbeitgeber dar.

In den sozialen Berufen, wo der Frauenanteil bei über 70% liegt, ist die Nachfrage nach solch einem Betreuungsmodell sehr hoch.

Doch auch in den Berufszweigen Verkauf und Gastronomie, sowie den vielen Schichtarbeitsbereichen herrscht ebenfalls ein solcher Bedarf. Eltern die im Schichtbetrieb tätig sind, können geradezu ein Lied davon singen, welche Grabenkämpfe zwischen Eltern und Kinderlosen entstehen kann, wenn man keinerlei Spät- oder Nachtschichten übernehmen kann da die Kindertagesstätten in der Regel zwischen 17-18 Uhr schließen.

Auch im Landkreis Nordhausen ist die Nachfrage nach einem flexiblen Kindergarten groß. „Ich erlebe tagtäglich als Pfleger, wie schwer es den Kolleginnen fällt immer wieder passende Lösungen zu finden, wenn eine Nachtschicht ansteht. Oftmals müssen dann Großeltern oder Bekannte herhalten. Ein Dauerzustand kann dies in der Regel jedoch nicht sein“, so Chris Schröder.

Manche Betriebe nehmen durch Fachkräftemangel Rücksicht und unterstützen Eltern mit Kindern, durch flexible Arbeitszeiten und die Bezuschussung bei den Kita-Gebühren, dies stellt jedoch nicht den Regelfall dar.

Aus Sicht der JU sind deshalb auch die Kommunen gefragt über eine Erweiterung der Angebote nachzudenken, macht schließlich der demografische Wandel auch vor dem nördlichsten Landkreis Thüringens nicht halt.
Autor: red

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