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Immer noch große regionale Unterschiede

Freitag, 03. Juli 2015, 10:46 Uhr
Für das Winterhalbjahr 2014/15 (November bis April) kann der Thüringer Tourismus in Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Gästebetten und auf Campingplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen einen Anstieg der Zahl der Gästeankünfte um 2,1 Prozent und der Zahl der Übernachtungen um 2,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2013/14 verbuchen...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)
Diese positive Entwicklung ist auf einen Anstieg der Zahl inländischer Gäste zurückzuführen (Gästeankünfte: + 2,2 Prozent, Übernachtungen: + 2,7 Prozent). Hinsichtlich der Gäste aus dem Ausland gibt es jedoch einen Rückgang zu verzeichnen; so sank die Zahl der Übernachtungen im Winterhalbjahr 2014/15 um 4,9 Prozent (- 9 753).

Der Anteil ausländischer Gäste erreichte im Winterhalbjahr 2014/15 lediglich 5,6 Prozent (Winterhalbjahr 2013/14: 5,7 Prozent).

„Betrachtet man die Entwicklung in den Thüringer Reisegebieten, so kann vor allem der Thüringer Wald als größtes Reisegebiet und der Städtetourismus (Eisenach, Erfurt, Jena, Weimar) in der absolu-ten Zunahme der Ankünfte und Übernachtungen eine positive Bilanz ziehen“, sagte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.

Im Thüringer Wald stiegen im Winterhalbjahr 2014/15 die Gästeankünfte um 27 022 Personen, was zu einem Plus von 73 233 Übernachtungen führte.

Der Tourismus der Städte Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar erreichte in seiner Gesamtheit ebenfalls einen deutlichen Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen (+ 17 607 Ankünfte, + 18 724 Übernachtungen). Auch kleinere Reisegebiete wie das Thüringer Vogtland (+ 3 926 Ankünfte, + 11 518 Übernachtungen) und das Reisegebiet Kyffhäuser (+ 3 776 Ankünfte und + 8 724 Übernachtungen) konnten für das zurückliegende Winterhalbjahr ein positives Resümee ziehen.

Im Gegensatz dazu mussten vor allem das Eichsfeld (- 12 780 Ankünfte und - 20 344 Übernachtungen) und das Reisegebiet Übriges Thüringen, zu denen die Landkreise Sömmerda, Weimarer Land und der überwiegende Teil des Altenburger Landes gehören, einen Rückgang der Gäste- und Übernachtungszahlen im Winterhalbjahr verkraften (- 7 310 Ankünfte und - 9 701 Übernachtungen).

Auch die aktuell vorliegenden Zahlen für April 2015 bestätigen eine positive Entwicklung des Touris-mus in Thüringen allerdings mit regionalen Unterschieden und einen Nachholbedarf vor allem hinsichtlich der Übernachtungszahlen bei ausländischen Gästen, die das Gesamtergebnis beeinträchtigen.
Autor: red

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