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Zwischen Studium und Beruf

Mittwoch, 01. Juli 2015, 11:46 Uhr
An der Nordhäuser Hochschule bemühte man sich heute darum, das die eigenen Studenten den Elfenbeinturm der akademischen Ausbildung verlassen und erste Kontakte mit der Arbeitswelt knüpfen. Auf der Firmenkontaktmesse konnten sie sich Unternehmen ausfragen, die selbst auf der Suche nach potentiellem Nachwuchs sind...

Insgesamt 20 Unternehmen bauten heute ihre Stände in der Turnhalle der Nordhäuser Hochschule auf und hofften darauf, die angehenden Absolventen und Studenten der Hochschule für eine Zukunft in der eigenen Firma zu begeistern. Zugegen waren nicht nur Betriebe aus der Region, sondern auch aus Chemnitz, Wolfsburg und München.

Die Studenten wiederrum haben den Vorteil das sie einen ersten Einblick in die Berufswelt bekommen, ein Praktikumsplatz oder ein Thema für die Abschlussarbeit finden können. Die Hochschule sei daran interessiert das ihre angehenden Absolventen ihre Abschlussarbeiten in Unternehmen schreiben, möglichst unter Fragestellungen die auch für die Firma von Interesse sind, erläuterte Nicola Bargfrede vom Studien-Service-Zentrum der Hochschule.

Die Veranstaltung hat Tradition und wird seit mehreren Jahren unter verschiedenen Vorzeichen organisiert. Hatte man im vergangenen Jahr noch die Sozialwissenschaften im Blick konzentrierte man sich in diesem Jahr auf Ingenieure und Betriebswirte. Dementsprechend waren Firmen gekommen, die in diesen Bereichen Verstärkung suchen.

Zwischen Studium und Beruf - auf der Firmenkontaktmesse konnten sich Studierende und Unternehmen kennen lernen (Foto: Angelo Glashagel) Zwischen Studium und Beruf - auf der Firmenkontaktmesse konnten sich Studierende und Unternehmen kennen lernen (Foto: Angelo Glashagel)
Für Schachtbau, eines der größten Unternehmen Nordthüringens, war Personalreferent Rene Zimprich gekommen. Neben der klassischen Ausbildung, der Qualifizierung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern sei der erste persönlichen Kontakt mit den Studenten, sowie die Praktika und Abschlussarbeiten eine Säule, mit denen Schachtbau seine Fachkräfte langfristig sicherstellen will, erklärte Zimprich. Die neuen Köpfe würden zudem das Entwicklungspotential des eigenen Unternehmens stärken.

Auch das Berufsbildungszentrum Straßenverkehr war durch Marcel Kübler und Dirk Erfurt vertreten. Nun kann man sich fragen wen die Spezialisten für Berufskraftfahrer denn an einer Hochschule erreichen wollen. Die Antwort: Wirtschafts- und Verwaltungsfachleute für das mittlere Management, denn auch die braucht die Logistikbranche, erläuterte Marcel Kübler.

20 Firmen aus der Region und von weiter her präsentierten sich an der Nordhäuser Hochschule (Foto: Angelo Glashagel) 20 Firmen aus der Region und von weiter her präsentierten sich an der Nordhäuser Hochschule (Foto: Angelo Glashagel)

Zudem habe man mit Projekten wie "SIMTIB", einem simualtionsgestützen Fahrtraining, auch Bereiche, in denen Forschung und Entwicklung stattfinden. In der kommunalen Akademie könne man in verschiedenen Themenbereichen wie Marketing, Pflege, EDV oder Management Studenten auch Bildungsmöglichkeiten anbieten, die einen professionellen Blick von außen vermitteln, so Dirk Erfurt.

Die Firmenkontaktmesse bildet an der Hochschule heute den ernsthaften Teil des Tages. Heute Abend werden sich am Weinberg wohl die wenigsten Gedanken um die berufliche Zukunft machen und sich eher darum bemühen, ausgelassen zu feiern. schließlich steht wieder das Campusfest an.
Angelo Glashagel
Autor: red

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