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Kunststoffrecycling made in Germany

Dienstag, 30. Juni 2015, 10:28 Uhr
Einige Schüler der 10. Klasse des Friedrich-Schiller-
Gymnasiums Bleicherode besuchten Anfang dieses Monats die mtm- plastics GmbH in Niedergebra. Anlass war das im Wahlpflichtfach Naturwissenschaften und Technik angesprochene Thema: Kunststoffrecycling. Recycling ist nichts anderes als die Wiederverwertung von Abfällen...


Unsere Exkursion zu den „Aufwertern“ begann am Nachmittag. In Empfang genommen wurden wir von Herrn Meyer, dem Leiter des Unternehmens.

Zunächst zeigte man uns das Ausgangsmaterial. Verarbeitet werden dort Kunststoffe aus vorsortierten Kunststoffmischungen, Gewerbe- und Industrieabfällen, Sperrmüll- und Haushaltssammlungen. Das können bis zu 75.000 Tonnen im Jahr sein. Durch Schreddern erfolgt zu Beginn die Zerkleinerung der angelieferten Kunststoffabfälle. Im nächsten Arbeitsschritt, so erklärte man uns, werden maschinell trocken-mechanisch Störstoffe wie Metall, Holz und Papier entfernt. Danach werden die Kunststoffe sortenrein getrennt und gewaschen.

Die Aufmerksamkeit wird dabei besonders auf die Polyalkene Polyethylen und Polypropylen, die voneinander getrennt, nach Farben sortiert und danach getrocknet werden, gelenkt. Nun erfolgt die Verarbeitung dieser Stoffe zu Regranulaten. Das Material wird aufgeschmolzen, mit Zuschlagsstoffen gemischt und filtriert. Durch Wasser erhalten die Regranulate ihre typisch zylindrische Körnchenform und werden anschließend getrocknet. Der letzte Arbeitsschritt umfasst die Homogenisierung und Verpackung der Produkte. Aus den hochwertigen Regranulaten, so teilte uns ein Mitarbeiter mit, produzieren die mtm- plastics Kunden schließlich langlebige Produkte wie zum Beispiel Gartenmöbel.
Anschließend verließen wir die geräuschvollen Produktionsräume und gingen in das Labor des Unternehmens. Dort werden Proben der produzierten Regranulate auf ihre Qualität geprüft. Am Ende der Exkursion erhielt jeder von uns von mtm plastics einen Kugelschreiber und einen Schlüsselring mit Einkaufschip. Ob die wohl auch recycelt sind?

Uns allen ist bewusst geworden, dass die Arbeit des Unternehmens notwendig ist um den anfallenden Müll zu verringern und um begrenzt vorhandene Rohstoffe und Energiequellen zu schonen. Zudem wird durch die Wiederverwendung gebrauchter Kunststoffe die Umwelt weniger belastet, da sich Kunststoffe auch nach Millionen von Jahren nicht vollständig zersetzen.

Das theoretisch Gelernte in der Praxis zu sehen war eine ganz besondere Erfahrung und wird uns im Gedächtnis bleiben. An dieser Stelle wollen wir uns abschließend noch bei mtm- plastics für die Einblicke bedanken.
Jennifer Matzner, Klasse 10a
Autor: red

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