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Foodsharing in Nordhausen - das Ende der Verschwendung

Mittwoch, 24. Juni 2015, 15:18 Uhr
Wer kennt das nicht? Kurz vor dem Urlaub ist der Kühlschrank noch fast voll oder man hat mal wieder zu viel eingekauft. Viele Lebensmittel werden jeden Tag weggeschmissen. In Nordhausen will Stephanie Kespohl jetzt eine Idee voranbringen, die dem ein Ende machen soll und anderswo schon Schule gemacht hat...

Nach den Ergebnissen einer Studie der Universität Stuttgart, bereits aus dem Jahr 2012, wirft jeder Bürger in Deutschland jährlich knapp 82 Kilogramm Lebensmittel in den Müll – das entspricht zwei vollgepackten Einkaufswagen.

Um dem entgegen zu wirken, ist es möglich eine Gemeinschaft aufzubauen, über die Lebensmittel verteilt werden können, bevor sie im Müll landen. Der Verein "Foodsharing" engagiert sich jetzt schon im gesamten Bundesgebiet, um der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken. "Dieses Prinzip können wir in Nordhausen auch in einem kleinen Rahmen ausprobieren", sagte Stephanie Kespohl, die eine Foodsharing-Initiative bereits in Rostock aufgebaut und unterstützt hatte.

Es soll eine Plattform, zunächst auf Facebook, etabliert werden, auf der Lebensmittel eingestellt und geteilt werden können. "Wird diese Idee gut aufgenommen, kann man sie strukturiert ausweiten, um eine größere Gemeinschaft zu erreichen", sagte Frau Kespohl, "langfristig gesehen, kann diese Initiative auch ein Teil der bereits bestehenden Foodsharing-Gemeinschaft werden."

Über den persönlichen Kontakt macht mann einen Treffpunkt aus, an dem die Übergabe stattfindet. Langfristig könnten auch Lebensmittelhändler wie zum Beispiel Bäckereien angesprochen werden und ein "FairTeiler" in Form eines öffentlichen Kühlschrankes aufgestellt werden.

„Durch diese Idee kann das Miteinander in Nordhausen gestärkt und das Bewusstsein für unsere Lebensmittel gesteigert werden“, sagte Stephanie Kespohl. Mitstreiter und Interessierte sind herzlich willkommen und können sich unter 03631/918 200 bei Stepahnie Kespohl melden oder auf der Facebookseite der Initiative vorbeischauengern und hier einen Kommentar hinterlassen.
Autor: red

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