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Explosion am Zuckerweg in Nordhausen (Ursache bekannt)

Samstag, 13. Juni 2015, 19:20 Uhr
Kurz nach 18 Uhr war am Nordhäuser Zuckerweg eine Explosion zu hören. Scheiben barsten, Glassplitter rieselten auf den Fuß. Die nnz war vor Ort. Hier eine erste Bestandsaufnahme...

Explosion am Zuckerweg (Foto: nnz) Explosion am Zuckerweg (Foto: nnz)
Die Explosion ereignete sich in der obersten Etage eines Wohnblocks am Zuckerwegs. Die Druckwelle war so stark, dass nicht nur die Scheiben von zwei Fenstern zerstört wurden.

Wie Einsatzleiter Jörg Hoffmann der nnz sagte, seien durch die Druckwelle mehrere Risse in Decke und Wänden entstanden. Aus der Wohnung wurden zwei Personen, darunter ein Kind dem Rettungsdienst übergeben und ins Südharz Klinikum gebracht.

Sämtliche Bewohner des betroffenen Aufgangs mussten vorsorglich ihre Wohnungen verlassen, seitens des Vermieters wurde ein Statiker angefordert, der die Risse untersuchen soll. Durch was die Explosion ausgelöst wurde, ist bislang unklar und soll durch die Beamten der Nordhäuser Kripo ermittelt werden.

Brandursache ermittelt

In der Küche der betroffenen Wohnung war ein Feuer entstanden. Der Brand wurde durch die Berufsfeuerwehr Nordhausen gelöscht. Es wurde festgestellt, dass die Explosion durch eine Sprayflasche ausgelöst wurde, die auf dem Elektroherd in der Küche gestanden hatte. Die Sprayflasche hatte das Ceranfeld des Elektroherdes zerstört und den über der Kochstelle befindlichen Hängeschrank durchschlagen.

Durch die entstandene Druckwelle wurden zwei Türzagen und zwei Fenster in der Wohnung zerstört. In den Wänden waren Risse entstanden. Das Splitterfeld auf der über die Dietrich-Bonhöfer-Straße befindlichen Seite betrug über 40 Meter. Dort wurde ein abgestelltes Auto beschädigt.

Nach Untersuchung durch einen hinzugezogenen Statiker ist die tragende Bausubstanz nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Der 33-jährige
Wohnungsinhaber und seine 2-jährige Tochter, welche sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Wohnung aufgehalten hatten sind mit viel Glück unverletzt geblieben Der entstandene Sachschaden wird auf rund 10.500 Euro geschätzt.
Autor: red

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