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Naturpark-Wettbewerb 2002 gestartet

Mittwoch, 13. Juni 2001, 16:00 Uhr
Nordhausen (nnz). In diesen Tagen haben etwa 200 Städte und Gemeinden vom Regionalverband Harz die Ausschreibungsunterlagen zum Naturpark-Preis 2002 erhalten. Der Regionalverband ruft damit bereits zum 4. Mal die Gemeinden im und am Harz zu einem Wettbewerb auf.

Mit dem Wettbewerb soll eine Gemeinde oder Stadt ausgezeichnet werden, die die Kulturlandschaft des Harzes im Sinne eines Naturparkes pflegt und erhält. Dazu wird jährlich ein bedeutendes Gestaltungselement des Stadt- bzw. Dorfbildes vorgesehen. Nach den Verleihungen für den schönsten Ortseingang (1999, Gemeinde Sülzhayn), das beste Umfeld der Kirche (2000, Gemeinde Stecklenberg) und die vorbildliche Gestaltung eines innerörtlichen Gewässers (2001, Stadt Herzberg am Harz) wurde nun der Naturpark-Preis 2002 zum Thema „Erhalt ehemals gewerblich genutzter Gebäude für Kultur und Tourismus“ ausgeschrieben.

Ehemals gewerblich genutzte Gebäude, wie Mühlen, Hammerwerke, Gießereien, Brauereien, Kraftwerke oder auch Fabriken und Maschinenhallen haben oft ein arbeitsreiches Leben und eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nach „guten Jahren“ ist der Betrieb aus verschiedenen Gründen und trotz eines soliden baulichen Zustandes der Gebäude häufig eingestellt worden. Wo sie nicht der Abrissbirne zum Opfer fielen, verstrahlen sie heute oftmals einen eigenen Charme und prägen den Charakter von Straßen und Plätzen. Eine angepasste Gestaltung des Gebäudes, die Bewahrung seines baulichen Erbes und das behutsame Einbinden in das Ensemble benachbarter Baulichkeiten ist für die Attraktivität als Erholungs- und Fremdenverkehrsort von großer Bedeutung.

Das Wettbewerbsthema 2002 zielt auf das Aufzeigen von Lösungen, wie ehemals gewerblich genutzte Gebäude durch eine ideenreiche Gestaltung einer Nutzung für Kultur und/oder Tourismus zugeführt und damit erhalten werden konnte. Wie alten Gemäuern neues Leben eingehaucht wurden, kann man sich heute vielerorts im Harz durch die Einrichtung einer Gaststätte, Touristinformation, Galerie, eines Hotels, Museums, Handwerkerhofes oder Kulturzentrums ansehen.

Die ersten Bewerbungen aus den Städten und Gemeinden aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind bereits eingetroffen. Als Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen ist der 15. August 2001 vorgesehen. Die Auswahl des Preisträgers erfolgt anhand der eingereichten Unterlagen und nach einer Vorort-Besichtigung durch die Wettbewerbsjury. Der Regionalverband Harz e.V. hofft auch in diesem Jahr auf eine rege Beteiligung. Für die Teilnahme können die Ausschreibungsunterlagen dort noch unter Tel. 03946/96410 oder in 06484 Quedlinburg, Hohe Str. 6, angefordert werden.
Autor: nnz

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