Eine Schulbibliothek wird wieder aufgebaut
Sonntag, 07. Juni 2015, 15:27 Uhr
Am Rande des Team-Tages, an dem zahlreiche Mitarbeiter des JugendSozialwerkes Nordhausen teilnahmen, konnte ein Spenden-Scheck in Höhe von 18.000 Euro an den gemeinnützigen Verein Walk Along übergeben werden. Der Verein unterstützt direkt und unbürokratisch den Wiederaufbau im Erdbebengebiet Nepals...
Spende übergeben (Foto: S. Spehr)
Von links: Andreas Weigel, Kerstin Stubbe, Beate Sitter, Holger Richter
Ende April wandte sich Andreas Grahl, ein ehemaliger Mitarbeiter im JugendSozialwerk mit einer Bitte an den Nordhäuser Verein. Er arbeitet inzwischen in Abu Dhabi. Viele seiner dortigen Kollegen sind nepalesischer Herkunft und haben durch die schweren Erdbeben Familienangehörige in Nepal verloren.
Aus der persönlichen und direkten Betroffenheit heraus bat Andreas Grahl um einen Spendenaufruf innerhalb des JugendSozialwerks. Der Vorstand unterstützte dieses Vorhaben und aktivierte über zahlreiche Medien und interne Aufrufe die Mitarbeiter und bat um deren Mithilfe.
Der Vorstand versprach, jeden gespendeten Euro zu verdoppeln. Insgesamt vier Wochen lang nutzten die Mitarbeiter, aber auch Kindergruppen unterschiedliche Aktionen, um Geld für die von der Naturgewalt zerstörte Region zu sammeln. So fanden Spendenläufe, Basare und andere Aktivitäten in den Einrichtungen des JugendSozialwerks in Nordhausen, Erfurt, Rudolstadt und Dresden statt.
Allein beim Sponsorenlauf der Kinder aus der Montessori-Schule kamen 900 Euro zusammen. Der Spendentopf wuchs innerhalb von nur vier Wochen auf fast 9.000 Euro, die wie versprochen vom Verein verdoppelt wurden. So stehen nun 18.000 Euro zur Verfügung.
Aufgrund dieses erfreulich hohen Betrages musste ein Verein gefunden werden, der einerseits garantieren kann, dass das Geld direkt in Nepal ankommt und andererseits mit seiner Arbeit soziale Projekte unterstützt.
Dieser wurde in dem Berliner Verein Walk Along gefunden. Junge Menschen, unter ihnen auch die Nordhäuserin Anika Stubbe, engagieren sich weltweit für Projekte mit sozialem und bildungsrelevantem Hintergrund.
Zum Einsatz der 18.000 Euro aus dem JugendSozialwerk Nordhausen erklärt Anika Stubbe: Karmidanda ist ein kleines abgelegenes Dorf im Bezirk Rasuwa. Es ist ein bezauberndes Dorf, das leider furchtbar schwer getroffen wurde. Bis jetzt bebt die Erde dort noch immer 30 bis 40 Mal am Tag. Viele Menschen haben alles verloren und haben große Angst vor der bevorstehenden Regenzeit.
Walk along ist eine Non-Profit-Organisation, die sich für die Förderung von Entwicklungszusammenarbeit einsetzt und verschiede Bildungsprojekte unterstützt und initiiert. In Nepal stehen für uns seit einigen Jahren die Schule und deren Bibliothek/ABC-Spielplatz im Fokus. 2013 haben wir diese Bibliothek renoviert, erweitert und bestückt. Leider blieben weder die Bibliothek noch die Schule nach dem Erdbeben erhalten. Unsere Hilfe soll genau dort ansetzen. Wir möchten schnellstmöglich wieder ein Ort zum Lernen schaffen. Die Kinder und Jugendlichen brauchen einen Ort, an dem sie sicher lernen, spielen und lachen können - an dem sie an die Zukunft denken und vielleicht auch Trauer bewältigen können. Wir planen einen Aufenthalt ab September für zwei bis drei Monate, um den Aufbau der Schule und Bibliothek zu unterstützen.
Im Namen des Vereins Walk Along übernahmen am vergangenen Samstag Kerstin Stubbe (Anikas Mutter und Lehrerin an der Petersbergschule in Nordhausen) und Beate Sitter (Vereinsmitglied) den Spendenscheck von Andreas Weigel und Holger Richter, Vorstandsmitglieder des JugendSozialwerk Nordhausen.
Autor: red
Spende übergeben (Foto: S. Spehr)
Von links: Andreas Weigel, Kerstin Stubbe, Beate Sitter, Holger RichterEnde April wandte sich Andreas Grahl, ein ehemaliger Mitarbeiter im JugendSozialwerk mit einer Bitte an den Nordhäuser Verein. Er arbeitet inzwischen in Abu Dhabi. Viele seiner dortigen Kollegen sind nepalesischer Herkunft und haben durch die schweren Erdbeben Familienangehörige in Nepal verloren.
Aus der persönlichen und direkten Betroffenheit heraus bat Andreas Grahl um einen Spendenaufruf innerhalb des JugendSozialwerks. Der Vorstand unterstützte dieses Vorhaben und aktivierte über zahlreiche Medien und interne Aufrufe die Mitarbeiter und bat um deren Mithilfe.
Der Vorstand versprach, jeden gespendeten Euro zu verdoppeln. Insgesamt vier Wochen lang nutzten die Mitarbeiter, aber auch Kindergruppen unterschiedliche Aktionen, um Geld für die von der Naturgewalt zerstörte Region zu sammeln. So fanden Spendenläufe, Basare und andere Aktivitäten in den Einrichtungen des JugendSozialwerks in Nordhausen, Erfurt, Rudolstadt und Dresden statt.
Allein beim Sponsorenlauf der Kinder aus der Montessori-Schule kamen 900 Euro zusammen. Der Spendentopf wuchs innerhalb von nur vier Wochen auf fast 9.000 Euro, die wie versprochen vom Verein verdoppelt wurden. So stehen nun 18.000 Euro zur Verfügung.
Aufgrund dieses erfreulich hohen Betrages musste ein Verein gefunden werden, der einerseits garantieren kann, dass das Geld direkt in Nepal ankommt und andererseits mit seiner Arbeit soziale Projekte unterstützt.
Dieser wurde in dem Berliner Verein Walk Along gefunden. Junge Menschen, unter ihnen auch die Nordhäuserin Anika Stubbe, engagieren sich weltweit für Projekte mit sozialem und bildungsrelevantem Hintergrund.
Zum Einsatz der 18.000 Euro aus dem JugendSozialwerk Nordhausen erklärt Anika Stubbe: Karmidanda ist ein kleines abgelegenes Dorf im Bezirk Rasuwa. Es ist ein bezauberndes Dorf, das leider furchtbar schwer getroffen wurde. Bis jetzt bebt die Erde dort noch immer 30 bis 40 Mal am Tag. Viele Menschen haben alles verloren und haben große Angst vor der bevorstehenden Regenzeit.
Walk along ist eine Non-Profit-Organisation, die sich für die Förderung von Entwicklungszusammenarbeit einsetzt und verschiede Bildungsprojekte unterstützt und initiiert. In Nepal stehen für uns seit einigen Jahren die Schule und deren Bibliothek/ABC-Spielplatz im Fokus. 2013 haben wir diese Bibliothek renoviert, erweitert und bestückt. Leider blieben weder die Bibliothek noch die Schule nach dem Erdbeben erhalten. Unsere Hilfe soll genau dort ansetzen. Wir möchten schnellstmöglich wieder ein Ort zum Lernen schaffen. Die Kinder und Jugendlichen brauchen einen Ort, an dem sie sicher lernen, spielen und lachen können - an dem sie an die Zukunft denken und vielleicht auch Trauer bewältigen können. Wir planen einen Aufenthalt ab September für zwei bis drei Monate, um den Aufbau der Schule und Bibliothek zu unterstützen.
Im Namen des Vereins Walk Along übernahmen am vergangenen Samstag Kerstin Stubbe (Anikas Mutter und Lehrerin an der Petersbergschule in Nordhausen) und Beate Sitter (Vereinsmitglied) den Spendenscheck von Andreas Weigel und Holger Richter, Vorstandsmitglieder des JugendSozialwerk Nordhausen.
