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Unliebsame Kameraden werden attackiert

Samstag, 06. Juni 2015, 11:00 Uhr
Die Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes Nordhausen treffen sich heute zu ihrer Jahresversammlung in Rehungen. In seinem Rechenschaftsbericht ging Thomas Evers auch auf Attacken von Verwaltungsmitarbeitern gegenüber Kameraden ein...

Die nnz veröffentlicht den Rechenschaftsbericht in vollem Wortlaut innerhalb ihrer doku-Reihe.

An dieser Stelle möchte ich mich als erstes bei der gastgebenden Feuerwehr Rehungen und Frau Umbach in Vertretung der Wohnungsbaugesellschaft, wie auch der Gemeinde Sollstedt mit dem Ortsteil Rehungen für die Gestellung des Versammlungsraumes bedanken. Sie ermöglichen es uns erst, unsere Verbandsversammlung in diesem herrlichen Ort in der gebotenen Qualität auszurichten.

Wenn ich einmal bei den Dankesworten bin, möchte ich mich persönlich bei meinen Vorständen wie auch bei den Beisitzern, für die Vertrauensvolle Zusammenarbeit und für die fruchtbaren Diskussionen bedanken. Eine lebhafte und ehrliche Debattenkultur, geprägt von gegenseitiger Achtung und Vertrauen, lässt die Arbeit im Vorstand, vor den teils doch negativen Rahmenbedungen zum Lichtblick werden.

Danke möchte ich auch allen Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehren, wie auch ihren Angehörigen für ihre Arbeit und ihren Einsatzwillen sagen. Ihr seid es, die das Leben Bürger sicher machen, ihr Seid es aber auch, die manches Dorf noch am Leben erhalten und nicht zum bloßen „Wohndorf“ verkommen lässt.

Für das Berichtsjahr können wir Feuerwehren eine durchwachsene Bilanz mit Höhen und Tiefen ziehen. Der Kreisfeuerwehrverband ist nach wie vor eine unabhängige Interessenvertretung eines jeden Feuerwehrmitglieds, egal ob in Stadt oder Landkreis Nordhausen, egal ob in Beruf- oder Ehrenamt. Er hat die Aufgabe zu vernetzen und eine Basis für Städte- und Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit zu schaffen.
Unsere Zahlen im Einzelnen. Wir haben:
  • 1375 Mitgliedern (Stand: 01.01.2015) in
  • 75 - Freiwilligen Feuerwehren (inkl. aller Orts- und Stadtteile)
  • 1 - Berufsfeuerwehr
  • 1 - Brandschutzgruppe der Nordthüringer Werkstätten
Die Verbandsarbeit wird lt. unserer Satzung aktiv von den Fachbereichen getragen, diese sind:
  • Kreisjugendfeuerwehr
  • Frauen in der Feuerwehr
  • Alters- und Ehrenabteilung
  • Feuerwehrhistorik
  • Feuerwehrwettkämpfe
  • Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Diese Fachbereiche stellen die eigentliche Grundsubstanz unserer Verbandsarbeit dar, sie sind die Feuerwehr!

Nun möchte ich noch auf einige Punkte unserer Vorstandsarbeit detailliert eingehen:

Vorstands-Versammlungen und andere den Vorstand betreffende Veranstaltungen
  • 24.3.2014 – BF Nordhausen
  • 06/2014 – Vorstand in Auswertung der Verbandsversammlung
  • 2.6.2014 – FF Bucholz
  • 2.7.2014 – FF Ilfeld mit Beisitzern
  • 17.10.2014 – FF Bleicherode mit Beisitzern (verschoben wg. zu vieler Terminkollisionen)
  • 5.11.2014 – FF Bleicherode mit Beisitzern
  • 26.2.2015 – Vorstandsversammlung FF- NDH Mitte
  • 25.3.2015 - Vorstandsversammlung in Nordhausen mit Beisitzern
  • 18.4.2015 - Delegiertenversammlung Landesfeuerwehrverband
  • 22.4.2015 – Vorstandversammlung in Nohra, optional mit Beisitzern
  • 21.5.2015 – Vorstandsversammlung mit Beisitzern in Uthleben
Die beiden vom Vorstand organisierten Themenabende Psychosoziale Nachsorge und Pressearbeit, wurden von den Wehren gut angenommen. Bei letzterem ist das hervorragende Zusammenspiel der Pressesprecher des Landkreises Frau Pieper und von der Stadt Herrn Grabe zu erwähnen, welche durch die Veranstaltung führten. Es war ein kleines Bsp. für lebendige interkommunale Zusammenarbeit. An dieser Stelle ein Dank an das Landratsamt, für die Bereitstellung des Plenarsaals um die Veranstaltungen halten, Wie Bauch Frau Pieper, Herrn Grabe und den Verein Krisenintervention- und Notfallseelsorge. Diese Themenabende sollen in jedem Fall zur Vertiefung der Verbandsarbeit fortgesetzt werden.

Personelle Veränderung im Vorstand

In der 23. Verbandsversammlung wurde Kam. Thomas Gerlach zum Schriftführer in den Vorstand gewählt, bedingt durch seine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann und die damit verbundenen Abwesenheitszeiten vom Heimatort, konnte er diese Funktion aber nur teilweise war nehmen. Dieses Problem haben die restlichen Mitglieder des Vorstands gerne kompensiert, da er nicht zuletzt durch seine fundierte Berufsfeuerwehrausbildung uns ein geschätztes Teammitglied in der Führung des Verbandes ist.
Der vom Vorstand gewählte Beisitzer für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Carsten Vogel FW NDH-Mitte bat am 26.2.2015 leider um Entbindung von seiner Funktion, da er auf Grund seiner Funktion als Wehrführer und als Mitarbeiter der Rettungsleitstelle Nordhausen, mit dem damit verbunden Wechselschichtsystem einschließlich der Wochenenden, nicht die nötige Zeit dafür aufbringen konnte. Wir danken Carsten für sein, wenn auch nur kurzes Engagement, auch er war uns immer ein geschätztes Mitglied im Team des KFV-NDH. Die Funktion konnten wir mit dem Kam. Domenic Wenkel (FF Nohra) sofort wieder besetzten, welcher seit dem die Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes leitet. Unser Ziel ist es nach wie vor einen eigenen Fachbereich mit mehreren Mitgliedern zu etablieren, da eine Positive Öffentlichkeitsarbeit unserer Feuerwehren immer wichtiger wird, gerade in Zeiten von immer knapper werdenden Mitteln.

Mit der in der 23. Verbandsversammlung konnte der Vorstand Kam. Enrico Göbel (OfW Branderode) fur das Amt des Beisitzers Für Feuerwehrsport gewinnen. Auch hier ist es unser Ziel den Fachbereich unter seiner Führung mit neuen Leben zu erfüllen, erste Ergebnisse sind da. Hier sei besonders die Organisation des Kreisauscheides in der Disziplin Löschangriff in Niedergebra benannt. Hier gilt unser Dank besonders Jens Grabe und seinem Team der ausrichtenden Feuerwehr Niedergebra, wie auch dem KBI Wilfried Ittershagen, welcher über den Landkreis den Wettkampf auch Materiell und finanziell unterstützte.

FTZ – Ein Trauerspiel

Uns Feuerwehren wurde mit der endgültigen Auflösung des Feuerwehrtechnischen Zentrums in Nordhausen jegliche Hoffnung auf eine Verbesserung der doch so dringend benötigten Ausbildungs- und Geräteprüfungssituation genommen. Es ist absolut befremdlich wie Vorständen des Kreisfeuerwehrverbandes hemmungslos in das Berufsleben gegriffen wurde, um die Schließung der Einrichtung durchzusetzen und das, ohne kurzfristig eine wirklich tragbare Lösung parat zu haben, da der Bau der Feuerwache Nordhausen mit FTZ vom Landkreis offensichtlich an der finanziellen Schieflage von Stadt und Landkreis zu scheitern droht.

Jeder, der den Wegfall der FTZ beklagt hat, wurde und wird auf das schärfste attackiert, zuletzt erlebt von Herrn Reuter gegenüber dem Kam. Lars Wilke (FW Harztor) während einer Bürgermeisterberatung mit Ortsbrandmeistern und Wehrführern am 28.4.2015 im Landratsamt Nordhausen. Achtung vor dem Ehrenamt Feuerwehr sieht anders aus! Es ist auch sehr verwunderlich, wenn im Nachbarlandkreis Kyffhäuser in einer Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten der Linken Kersten Steinke vom 27.5.2015 die Aufgabenansiedlung der FTZ beim Landkreis Nordhausen beschrieben wird. Zitat: „In anderen Kreisen, wie im Nachbarlandkreis Nordhausen oder im Ilmkreis, ist der Landkreis für das FTZ zuständig“ Genauso verwunderlich, ist der Umstand das die Servicegesellschaft das FTZ-Objekt jetzt saniert, obwohl es uns als wirtschaftlich nicht reparierbarer Totalschaden dargestellt wurde. Ohne Worte…

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich den Stützpunktfeuerwehren, wie auch der Feuerwehr Niedersachswerfen und allen anderen Beteiligten Wehren und ihren Trägern den Städten und Gemeinden für die Gestellung der Gerätehäuser und die Bereitstellung der Technik für die eigentlich dem Landkreis obliegenden Kreisausbildung danken. Nur durch euer Wirken, ist es überhaupt noch möglich die Feuerwehr-Ausbildung im Landkreis noch aufrecht zu erhalten. Dieser Dank gilt auch denWachschichten der Berufsfeuerwehr Nordhausen, welche die Schlauchwäsche und Atemschutzgeräte-Wartung übernommen haben.

Zusammenarbeit Fachbereich und KFV

Diese Zusammenarbeit verlief im Berichtsjahr wiederholt nicht ohne Probleme. Ich selbst wurde zu den von mir seit Amtsantritt immer mal wieder gebrachten Kritikpunkten in einer s.g. „Arbeitsberatung“ am 4.3.2014 vom KBI mit einem über meine Person angelegten Dossier konfrontiert, welches sämtliche von mir getätigten kritischen Äußerungen minutiös auflistet und teilweise auch private Kommentare sozialer Netzwerke enthielt. Es ist schon erstaunlich, das ich mich als unabhängiger Interessenvertreter von Feuerwehren - 25 Jahre nach dem Ende der DDR, mit solchen Vorgängen auseinandersetzen muss!

Weitere Teilnehmer dieser „Arbeitsberatung“ waren, Herr Reuter, Jens Wenke (für den KFV) und der wortführende KBI, sowie Vertreter der Städte Nordhausen, Bleicherode, Ellrich, welche sich aber zurückhielten. Dieser Vorgang war für mich der absolute Tiefpunkt in meiner Zeit als Vorsitzender unseres Feuerwehrverbandes. Ich betone es an dieser Stelle noch einmal deutlich: Wir vertreten ausschließlich die Interessen unserer Feuerwehr-Mitglieder, wie auch die Interessen der Träger der Feuerwehren- der Städte und Gemeinden. Wir lassen uns weder unter Druck setzen, noch sind wir in dieser Interessen Wahrnehmung beeinflussbar!

Die an diesem Tag besprochene engere Zusammenarbeit zwischen Verband und Fachbereich Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz kam bis heute leider nicht im dem Maße zustande, wie wir es uns wünschen. So bekommen wir keine Informationen welche über die Kreisbrandmeister an die Wehrführer verteilt werden sollen. Wir werden dann von unseren Mitgliedern befragt und können nicht wirklich etwas dazu sagen. z.B., dass eine Runde mit Pressluftatmer über den Feuerwehrhof als Belastungsübung, einem Durchgang in der Atemschutzstrecke gleich zu setzen sei und dies auch durch Feuerwehrunfallkasse mit getragen wird.

Eine Aussage, welcher unsere Ausbilder für Atemschutz an der Thüringer Landesfeuerwehrschule sicher erschaudern ließe. Dass wir an einer ehrlichen Zusammenarbeit interessiert sind, beweisen wir, in dem wir zu fast allen Vorstandsitzungen den KBI mit einluden. Er ließ sich aber regelmäßig vertreten oder fehlte entschuldigt. An dieser Stelle muss der Fairness halber und auch selbstkritisch angemerkt werden, das die Versammlungen oft kurzfristig einberufen werden, um Kollisionen mit den Dienstplänen der Teilnehmer zu vermeiden.

Stützpunktfeuerwehrkonzept

Auch hier fordert der Verband noch einmal in aller Deutlichkeit die sofortige Umsetzung des durch den Kreistag am 31.1.2012 beschlossenen Stützpunktfeuerwehrkonzeptes. Wir werden nicht locker lassen, bis die Neufahrzeuge in den Hallen stehen und auch die letzten Museumsreifen Platzhalter-Fahrzeuge ersetzt worden sind. Der Landkreis beauflagt die Kommunen im Zuge der Haushaltssicherung ihre freiwilligen Leistungen bis auf ein Minimum unter 2% herunter zu fahren, um den Spielraum für die Pflichtaufgaben zu haben! Nun ist es an der Zeit, das auch der Kreis seine Pflichtaufgabe der Umsetzung des beschlossenen Konzeptes erfüllt.

Wir Feuerwehrleute wollen die Glaubwürdigkeit lokaler Landkreis Politik und ihrer Beschlüsse nicht endgültig verlieren!

Feuerwache Nordhausen

Die Befürwortung des Vorstandes des KFV zur FTZ-Aufgabenkonzentration bei der Stadt Nordhausen wurde unter der Voraussetzung erlangt, ein Gemeinsames Gerätehaus eine FTZ und das Katastrophenschutzlager in Nordhausen zu errichten. Liebe Stadtväter einigen sie sich überparteilich und stellen sie endlich Einvernehmen und Kompromisse her, um diesen Bau gemeinsam anzugehen! Wir Feuerwehrleute in Stadt und Landkreis sind es leid, hier zwischen parteipolitischem Gezänk zerrieben zu werden, wir sind es aber auch leid, uns Versprechungen hin zu geben, welche dann an Standortfragen scheitern! Es ist einer Stadt wie Nordhausen mit Investitionen von 45 Mio€ in eine Landesgartenschau, von 15 Mio€ für eine Kulturbibliothek-als freiwillige Aufgabe, von 5,2 Mio€ für ein Museum Flohburg-als freiwillige Aufgabe, u.v.m. unwürdig, eine feuchte Feuerwache aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts als Wirkungsstätte anzubieten, obwohl dort 41 Männer und Frauen unserer Berufsfeuerwehr arbeiten, die Ihrer Stadt Nordhausen Tag und Nacht bedingungslos dienen und nun auch noch mit den zusätzlichen Aufgaben der ehemaligen Landkreis FTZ betraut sind, ohne das wesentlich mehr Personal eingestellt werden konnte!

Es muss die kommunale Gemeinschaftsaufgabe „Feuerwache Nordhausen“ endlich und wirklich glaubhaft angegangen werden!

Leitstelle

Die Zusammenlegung der Leitstellen Nordhausen und Kyffhäuserkreis ist ein gelungenes Beispiel für eine Interkommunale Zusammenarbeit und für uns einer der wirklichen Lichtblicke in diesem Jahr. An dieser Stelle ein Dank an Tobias Mielke und sein Team für die hervorragende Arbeit, welche ihr für die Bürger beider Landkreise, wie auch für uns Feuerwehren leistet. Die ersten „Stresstest´s“ habt ihr bravourös während der Starkwetter-Ereignisse dieses Jahres absolviert!
Umso unverständlicher ist die in der Presse publizierte Zusammenlegungsdiskussion zu Großleitstellen. Es gibt kein Einsparpotential, da bei Großleitstellen der Anteil von Administrativen Personal um ein Vielfaches steigt und die bedienten Einwohner im Verhältnis zu den vorhandenen Disponenten ja auch nicht weniger werden.

Die geplatzten Fusionspläne der s.g. Bunten Großleitstellen mit entsprechenden negativen Kosten-Gutachten in Hannover und Göttingen haben es bewiesen, das Groß-, nicht immer auch gleich kostengünstig sein muss. Der Umbau der Rettungsleitstelle Mansfeld-Südharz auf Digitalfunk hat großzügig gerechnet ca. 900.000 € gekostet! Es werden an drei Arbeitsplätzen rund 160.000 Menschen bedient. Dort stehen weiterhin zwei voll ausgestattete Rückfall-Arbeitsplätze zur Verfügung. Es ist unklar, woher die Landesregierung einen Kostenansatz von 1,5 Mio€ für eine Digitale Leitstellenumrüstung hernimmt?

Wir werden für den Erhalt unserer Rettungsleitstelle in Nordhausen kämpfen, das sei hier schon mal vorausgesagt!

Digitalfunk

Das Digitalfunknetz in Thüringen steht, das möchte ich hier und heute gern beweisen… Ich habe eben mit einem kleinen Handfunkgerät hier aus Rehungen zur Leitstelle Mansfeld-Südharz in Sangerhausen gefunkt. Es ist also definitiv falsch, das in Thüringen das Digitalfunknetz erst ausgebaut werden muss, da steht und vom Bund betrieben werden muss.

Viel wichtiger ist es, das sich Städte und Gemeindebund wie auch Feuerwehrverband für eine Landes-Förderquote von 100% für die zu beschaffenden Digitalen Endgeräte stark machen, Als Bsp. sei hier auch wieder das „Digitale“ Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt benannt, wo die Erstausstattung der Geräte zu 100% vom Land finanziert wurde! Schon heute können viele Städte und Gemeinden ihre Feuerwehren nicht mal mit dem Nötigsten ausstatten, da wäre ein zu stemmender Eigenanteil für die Geräte das Todesurteil für eine flächendeckende Digitalisierung des BOS Funk´s im Freistaat Thüringen.

Es kann nicht sein, das man sich hier mit schöner neuer Technik im Land präsentiert und die Kosten dafür tragen die Städte und Gemeinden, wir funken auch jetzt in Thüringen wenn auch noch analog und werden damit unseren Aufgaben gerecht.

Fazit und Ausblick

Wir haben nicht unerhebliche Probleme in unseren Wehren erfüllen dennoch unseren Sicherstellungsauftrag für die Bevölkerung, oftmals unter sehr hohen persönlichen Einsatz der Fw-Mgl. Mit den sich in den letzten Jahren permanent verschlechternden Rahmenbedingungen hat die Motivation in den Wehren und auch unter den Führungskräften schwer gelitten. Es fällt auch zunehmend schwer Führungsfunktionen in kleineren Wehren zu besetzen und damit ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Auch ist der Mitgliederschwund in den Feuerwehren nicht allein mit dem demografischen Wandel zu begründen, das ist zu einfach. Hier müssen wir alle zusammen nach Lösungen suchen.

Wir als Kreisfeuerwehrverband sind bereit, im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit unsere Probleme gemeinsam mit dem Landkreis anzugehen. Nur muss dieser Lösungsansatz klar und einfach kommuniziert werden und wirklich gemeinsam getragen sein, und das auch von allen Wehren ob klein oder groß, ob als Stützpunkt oder Berufsfeuerwehr. Wir können die Zukunftsplanung nicht erst angehen, wenn wir feststellen, dass keiner mehr da ist!

Wir hegen hier große Hoffnungen in unseren neuen Landrat Matthias Jendricke, er ist bewiesener Maßen ein Fachmann in Sachen Feuerwehr und Verwaltung: Lassen sie uns nicht im Stich, bitte tauen sie die frostige Stimmung auf, wir sind bereit!
Thomas Evers, Vorsitzender
Autor: red

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