Tief in unsere Taschen gegriffen
Mittwoch, 26. Mai 2004, 10:23 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Preise sind gestiegen, nicht nur an den Tankstellen. Was wir in Thüringen auf den Tresen legen mussten, das haben jetzt Experten ermittelt. Die Zahlen und Daten wie immer in Ihrer nnz.
Der Verbraucherpreisindex für Thüringen ist im Mai 2004 gegenüber Mai 2003 um 1,9 Prozent gestiegen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist dies die höchste Thüringer Jahresteuerungsrate seit März 2002. Damals betrug sie 2,2 Prozent. Im April 2004 lag die Jahresteuerungsrate bei 1,4 Prozent und im Februar 2004 - niedrigster Anstieg - bei 0,6 Prozent. Mit einem Anstieg der Jahresteuerungsrate um 1,9 Prozent ist in Thüringen eine vergleichbare Entwicklung zu den vorläufigen Berechnungen der bisher vorliegenden Länderergebnisse festzustellen.
Gesundheits- und Steuerreform sowie die Lage am Rohölmarkt zeigten ihre Auswirkungen auf das Thüringer Preisniveau. Im Bereich der Gesundheitspflege stiegen die Preise im Vergleich zum Mai 2003 um 21,7 Prozent. Für Alkoholische Getränke und Tabakwaren mussten die Verbraucher 7,5 Prozent mehr bezahlen als vor Jahresfrist. Betrachtet man nur die Tabakwaren, ergab sich ein Preisanstieg um 12,2 Prozent.
Im Bereich Verkehr betrug die Jahresteuerungsrate 4,2 Prozent. Verursacht wurde dieses Ergebnis durch die derzeitigen Spritpreise, die sich auf Rekordniveau befinden und um 11,7 Prozent über dem Stand vom Mai 2003 liegen.
Die Lage am Rohölmarkt hat aber auch Auswirkungen auf die Preisentwicklung für Wohnung, Wasser, Gas und andere Brennstoffe. Der Anstieg der Jahresteuerungsrate für diesen Bereich betrug 0,4 Prozent. Er wird aber im Wesentlichen bestimmt durch die gestiegenen Preise für Heizöl um 17,2 Prozent zum vergleichbaren Vorjahresmonat. Allein von April bis Mai 2004 betrug der Preisanstieg 6,4 Prozent. Danach betrug die Jahresteuerungsrate für Deutschland 2,1 Prozent.
Von Mitte April bis Mitte Mai 2004 stiegen die Preise insgesamt um 0,2 Prozent. Mineralölprodukte führten die Liste der Produkte mit den höchsten Preisanstiegen an. Neben dem bereits erwähnten Heizöl (+ 6,4 Prozent) waren es die Kraftstoffe mit + 5,8 Prozent.
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich innerhalb des letzten Monats um 0,6 Prozent. Dieses Ergebnis wurde insbesondere durch die Preissteigerung für Gemüse um 4,9 Prozent hervorgerufen. So stiegen von April bis Mai 2004 u.a. die Preise für Kartoffeln um 34,2 Prozent und für Eisbergsalat um 37,9 Prozent. Günstiger waren dagegen u.a. Kopfsalat (- 24,9 Prozent), Salatgurken (- 7,0 Prozent) und Tomaten (- 5,2 Prozent) zu erhalten.
Obst war im Mai um 0,6 Prozent teuerer als im Vormonat. So kosteten u.a. Weintrauben 12,1 Prozent mehr. Sparen konnten die Verbraucher u.a. beim Kauf von Birnen (- 4,6 Prozent) sowie bei Grapefruits und Kiwis (jeweils - 4,5 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat gab es im Mai geringfügige Preisnachlässe in den Bereichen 'Bekleidung und Schuhe' sowie 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' - jeweils um - 0,4 Prozent - sowie im Bereich der Nachrichtenübermittlung um - 0,3 Prozent.
Durch die erneute Erhöhung des Verbraucherpreisindex für Thüringen, im Mai 2004 um 0,2 Prozent, erhöhte sich der Indexstand auf der Basis Jahresdurchschnitt 2000 = 100 auf 106,4.
Autor: nnzDer Verbraucherpreisindex für Thüringen ist im Mai 2004 gegenüber Mai 2003 um 1,9 Prozent gestiegen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist dies die höchste Thüringer Jahresteuerungsrate seit März 2002. Damals betrug sie 2,2 Prozent. Im April 2004 lag die Jahresteuerungsrate bei 1,4 Prozent und im Februar 2004 - niedrigster Anstieg - bei 0,6 Prozent. Mit einem Anstieg der Jahresteuerungsrate um 1,9 Prozent ist in Thüringen eine vergleichbare Entwicklung zu den vorläufigen Berechnungen der bisher vorliegenden Länderergebnisse festzustellen.
Gesundheits- und Steuerreform sowie die Lage am Rohölmarkt zeigten ihre Auswirkungen auf das Thüringer Preisniveau. Im Bereich der Gesundheitspflege stiegen die Preise im Vergleich zum Mai 2003 um 21,7 Prozent. Für Alkoholische Getränke und Tabakwaren mussten die Verbraucher 7,5 Prozent mehr bezahlen als vor Jahresfrist. Betrachtet man nur die Tabakwaren, ergab sich ein Preisanstieg um 12,2 Prozent.
Im Bereich Verkehr betrug die Jahresteuerungsrate 4,2 Prozent. Verursacht wurde dieses Ergebnis durch die derzeitigen Spritpreise, die sich auf Rekordniveau befinden und um 11,7 Prozent über dem Stand vom Mai 2003 liegen.
Die Lage am Rohölmarkt hat aber auch Auswirkungen auf die Preisentwicklung für Wohnung, Wasser, Gas und andere Brennstoffe. Der Anstieg der Jahresteuerungsrate für diesen Bereich betrug 0,4 Prozent. Er wird aber im Wesentlichen bestimmt durch die gestiegenen Preise für Heizöl um 17,2 Prozent zum vergleichbaren Vorjahresmonat. Allein von April bis Mai 2004 betrug der Preisanstieg 6,4 Prozent. Danach betrug die Jahresteuerungsrate für Deutschland 2,1 Prozent.
Von Mitte April bis Mitte Mai 2004 stiegen die Preise insgesamt um 0,2 Prozent. Mineralölprodukte führten die Liste der Produkte mit den höchsten Preisanstiegen an. Neben dem bereits erwähnten Heizöl (+ 6,4 Prozent) waren es die Kraftstoffe mit + 5,8 Prozent.
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich innerhalb des letzten Monats um 0,6 Prozent. Dieses Ergebnis wurde insbesondere durch die Preissteigerung für Gemüse um 4,9 Prozent hervorgerufen. So stiegen von April bis Mai 2004 u.a. die Preise für Kartoffeln um 34,2 Prozent und für Eisbergsalat um 37,9 Prozent. Günstiger waren dagegen u.a. Kopfsalat (- 24,9 Prozent), Salatgurken (- 7,0 Prozent) und Tomaten (- 5,2 Prozent) zu erhalten.
Obst war im Mai um 0,6 Prozent teuerer als im Vormonat. So kosteten u.a. Weintrauben 12,1 Prozent mehr. Sparen konnten die Verbraucher u.a. beim Kauf von Birnen (- 4,6 Prozent) sowie bei Grapefruits und Kiwis (jeweils - 4,5 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat gab es im Mai geringfügige Preisnachlässe in den Bereichen 'Bekleidung und Schuhe' sowie 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' - jeweils um - 0,4 Prozent - sowie im Bereich der Nachrichtenübermittlung um - 0,3 Prozent.
Durch die erneute Erhöhung des Verbraucherpreisindex für Thüringen, im Mai 2004 um 0,2 Prozent, erhöhte sich der Indexstand auf der Basis Jahresdurchschnitt 2000 = 100 auf 106,4.
