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Die Zwiebel: Der scharfe Alleskönner in der Küche

Montag, 08. Juni 2015, 19:19 Uhr
Denkt man darüber nach, was die wichtigsten Zutaten in der Küche sind, fallen immer die gleichen Begriffe: Salz und Pfeffer gehören dazu, natürlich Öl. Aber der heimliche Star im Kochtopf ist die Zwiebel. Denn abseits der sanften Schärfe bietet die Zwiebel für fast jedes Gericht zahlreiche Vorteile – sogar für Nachspeisen...

Alleskönner: Zwiebel (Foto: Erbs55) Alleskönner: Zwiebel (Foto: Erbs55)
Geschmort, geröstet, angedünstet, glasiert – so vielseitig wie die Zwiebel präsentieren sich auch ihre Zubereitungsarten. Und zeigen damit auch gleich, wie viel mit der runden Schärfe möglich ist, wenn man nur das Potential der Zwiebel erkennt.

Theoretisch kann man ein komplettes Menü gestalten, in dem der Alleskönner im Mittelpunkt steht. Ob Vorspeise, Hauptgang oder Nachspeise – richtig eingesetzt, passen Zwiebeln zu fast jedem Gericht. Die intensiven Aromen, der kräftige Geschmack und die knackige Frische lassen sich in einer Vielzahl von Speisen verwenden.

Natürlich bietet sie sich in erster Linie für herzhafte Speisen an. Hackbraten, deftige Soßen, Leber mit angeschwitzten Zwiebeln – hier ist die Zwiebel zuhause. Doch nicht nur beim Hackbraten, der sehr beliebt und leicht zubereitet ist, sollte die Zwiebel hinzugefügt werden. Für sämtliche Gerichte, bei denen Gehacktes die Grundlage bildet, ist die Zugabe von Zwiebeln ein Muss. Doch wohl fühlt sich das gesunde Gemüse auch in anderen Speisen.

Herzhafter Genuss zu jeder Tageszeit

Da wäre zum einen der aus Weimar bekannte Zwiebelkuchen. Der alljährlich im Herbst stattfindende Zwiebelmarkt lockt nicht nur wegen der vielen Stände und der Live-Musik die Touristen in die thüringische Stadt. Sie kommen wegen des Zwiebelkuchens, der mit Speck zubereitet wird und an einen dicken Flammkuchen erinnert.

Wer sich zuhause an den nicht ganz alltäglichen Kuchen wagt, kann auf Thymian oder Koriander setzen, um eine Extraportion Würze zu erhalten. Weiterhin sollte bedacht werden, dass die Hefe zur Zubereitung des Kuchens eine längere Gehzeit besitzt. Als Getränk bietet sich ein Federweisser an. Sollte dieser nicht in Reichweite sein, erfüllt ein guter Weißwein den gleichen Zweck. Mittelpunkt ist und bleibt jedoch die Zwiebel.

Das gilt auch für Zwiebelsuppe, bei der die Variationen schier grenzenlos erscheinen. Es muss nicht immer nur die Brühe mit glasierten Zwiebeln sein. Kombiniert mit Äpfeln in der Suppe, ergibt sich eine herzhaft-süße Speise, die sich auch im Sommer genüsslich verspeisen lässt. Oder wie wäre es mit einer überbackenen Zwiebelsuppe? Dafür braucht man nur einen Schweizer Hartkäse, der langsam zerschmilzt. Nimmt man einen typischen Käse zum Überbacken, zerfließt dieser zu schnell und landet direkt in der Suppe.

Zusätzlichen Geschmack erhält die Suppe durch einen Schuss Weißwein oder kleine Speckwürfel. Abschließend noch ein Rezept für Gourmets. Die Zwiebelsuppe lässt sich ganz vorzüglich mit einer fleischigen Beilage kombinieren. Wer es ausgefallen und lecker haben möchte, greift zur Ente und kombiniert den feinen Geschmack der Fleisches mit der angenehmen Schärfe der Zwiebel. Einfach lecker.

Zwiebel als Grundlage für Fleischspeisen

Doch auch in den Hauptspeisen darf Zwiebel als Grundlage verwendet werden. Das gilt vor allem für Schmorgerichte, in denen ohne Zwiebel nichts funktioniert. So bilden Schmorzwiebeln als Gericht eine vollwertige Speise. Angerichtet mit getrockneten Tomaten und Thymian und gekocht mit Rübensirup entfaltet sich ein Geschmackserlebnis, dass nicht mehr an die ursprüngliche Schärfe der Zwiebel erinnert. Auch bei geschmortem Lammfleisch braucht es Zwiebel. Das Tolle: Eine Beilage braucht es nicht. Wie in einer Pfanne werden das Lamm und die Zwiebel kombiniert und mit Fenchel und Knoblauch verfeinert. Und spätestens beim Essen stellt man fest: Gut, dass es die Zwiebel gibt.
Autor: red

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