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Vielfalt kennenlernen und erleben

Freitag, 29. Mai 2015, 11:26 Uhr
Der Naturpark Südharz und die AG Karstwanderweg veranstalten am Sonntag eine Exkursion zum Thema „NATURA 2000 – biologische Vielfalt im Naturschutzgebiet „Rüdigsdorfer Schweiz.“ Einzelheiten dazu wie immer in Ihrer nnz...

Naturschutzgebiet Rüdigsdorfer Schweiz (Foto: Naturpark Südharz) Naturschutzgebiet Rüdigsdorfer Schweiz (Foto: Naturpark Südharz)
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt (2011 – 2020), die auf Initiative des Bundesamtes für Naturschutz in Deutschland vom 1. Mai bis zum 30. Juli 2015 unter dem Motto „Gemeinsam wandern –Vielfalt der Natur erleben!“ steht.

Überall in Deutschland finden in diesem Zeitraum Wanderveranstaltungen statt, die dazu beitragen, eine möglichst breite Öffentlichkeit mit dem Begriff der biologischen Vielfalt vertraut zu machen. Deren Bedeutung für die Menschen, aber auch die Folgen ihres Verlustes sollen im Bewusstsein der Bevölkerung einen festen Platz finden. Die Exkursion für Jedermann soll dazu einen Beitrag leisten.

"Auf unserer Wanderungen können die Menschen die biologische Vielfalt hautnah erleben. Diplom-Biologe Frank Meyer zeigt unterwegs die unterschiedlichsten Lebensräume, deren Artenvielfalt und erläutert Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen“, sagte André Richter vom Naturpark Südharz.

Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Parkplatz am Ortseingang Rüdigsdorf. Aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten ist die Anreise mit dem Fahrrad zu empfehlen. Das Veranstaltungsende ist für ca. 16.30 Uhr geplant. Achten Sie auf wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk. Für Verpflegung ist selbst zu sorgen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hintergrundinformationen: Internationale Dekade der biologischen Vielfalt
Die Vereinten Nationen (UN) haben die internationale UN-Dekade Biologische Vielfalt von 2011 bis 2020 ausgerufen. Mit der Initiative soll das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der biologischen Vielfalt und die Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile gefördert werden. Ziel ist es, die besondere Verantwortung der Menschen für die biologische Vielfalt deutlich zu machen.

Gefährdung und Schutz der biologischen Vielfalt
Zu den weltweit größten Gefahren für die biologische Vielfalt gehört neben dem Klimawandel die fortschreitende Zerschneidung und Zerstückelung von Lebensräumen. Die zunehmende Erschließung der tropischen Regenwälder durch Straßen, aber auch der Autobahnbau und die Zersiedlung der Landschaften in Deutschland sind zwei anschauliche Beispiele. So werden vom Menschen unnatürliche Barrieren geschaffen, durch die Tiere und Pflanzen isoliert werden. Damit wird die Fortpflanzung erschwert und der Genfluss unterbunden. Dies erhöht zum einen die Aussterbewahrscheinlichkeit und zum anderen verringert sich das Vermögen der Natur, sich an ändernde Klimabedingungen anzupassen.

Als wichtiger Ansatz gegen die Lebensraumzerstückelung gilt die Entwicklung einer „Grünen Infrastruktur“ ("Green Infrastructure"). Dazu müssen zum Teil Schutzgebietsflächen erweitert werden. Bestehende Verbindungskorridore und Trittstein-Lebensräume, die als Verbindungselemente in der Landschaft fungieren, müssen geschützt oder neu geschaffen werden. Dies ermöglicht den Tier- und Pflanzenarten Ausweich- und Wanderungsbewegungen. Um die biologische Vielfalt zu schützen, ist müssen unbedingt großflächig unzerschnittene Landschaften und Lebensraum-Verbundsysteme erhalten werden.
Autor: red

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