Nicht warten, sondern vorbereiten
Donnerstag, 28. Mai 2015, 20:46 Uhr
Im Bleicheröder Stadtrat ging es heute unter anderem darum, wie man mit zu erwartenden Flüchtlings-Zuweisungen umgehen will. Das Bleicheröder Stadtparlament schon jetzt ein Zeichen setzen und die Bürger der Stadt bei der Integration der Neuankömmlinge mit einbeziehen...
Der entsprechende Beschluss wurde vom Stadtrat einstimmig angenommen. Es gehe darum, erklärte Bürgermeister Frank Rostek, ein Zeichen an die Bevölkerung zu senden, dass die Menschen willkommen seien. Vorangegangene Bleicheröder Generationen hätten selber einen Flüchtlingshintergrund gehabt und man habe diese Menschen, nach dem zweiten Weltkrieg unter ganz anderen Vorraussetzungen als heute, integrieren können, so Rostek. Er sei sich sicher, das dies auch heute möglich sei.
Wie es gehen könnte zeigt derweil Bleicherodes Partnerstadt Niederzier in Nordrhein-Westfalen. Hier hatte man über regelmäßige Treffen, Patenschaften für Flüchtlingsfamilien und ein kleines Integrationsfest versucht das bürgerschaftliche Engagement zu aktivieren und war nach dem bekunden des Bleicheröder Bürgermeisters bisher erfolgreich damit.
Der Stadtrat will nun ähnlich vorgehen und behutsam planen, Unterbringungsmöglichkeiten identifizieren und über ein Netzwerk hilfsbereite Bürger erreichen. "Wir wollen nicht warten, bis die Zuweisungen aus dem Landratsamt kommen, sondern uns vorbereiten", sagte Rostek, so könnten auch soziale Konflikte vermieden werden.
Die Flüchtlingsfrage war aber nur eines von vielen Themen, die in der 11. Sitzung des Rates zur Sprache kamen. So informierte der Bürgermeister auch über Veranstaltungen wie den Tag der Städtebauförderung, der Anfang des Monats stattgefunden hatte und große Resonanz gefunden habe. Für mehrere Objekte in der Stadt gibt es demnach vielleicht investitionswillige Interessenten. "Wir werden hier weiterhin unterstützen wo wir nur können", sagte Rostek.
Schlechte Nachrichten hingegen vom Forschungsprogramm für Wohnungs- und Städtebau. Die Stadt hatte sich beworben, 50.000 Euro winkten, kam aber nur unter die letzen 25 Kandidaten. Das habe auch etwas positives, meinte Rostek, denn für die Finalrunde sei man "zu gut" gewesen. Soll heißen, es gab Bewerber, die weniger in Sachen Stadtsanierung aktiv sind und tiefer in der Peripherie liegen. Es würde aber nicht die letzte Bewerbung sein, die Bleicherode verschickt, versicherte der Bürgermeister, "wo wir Geld kriegen können, da sind wir hinterher".
Freuen kann man sich auf die Freibadsaison. Das Bleicheröder Bad am morgigen Freitag um zehn Uhr eröffnet. Dem vorangegangen waren nötige Bauarbeiten. So mussten mehrere Bäume sowie Totholz entfernt werden. Außerdem brachte man auf 50 Metern Bandenwerbung an, mit deren Hilfe der "finanzielle Deckungsgrad" des Bades verbessert werden soll. Ende kommenden Monats, am 21.6., soll hier auch wieder das Neptunfest begangen werden.
In Sachen Brenntage will man sich bei der Landkreisverwaltung weiter für mehr brennfreie Zeit einsetzen. Ziel seien zwei Luftsaubere Monate mehr.
Die Grünabfallkarte kann da in einem Atemzug gleich mitgenannt werden. Die würde gut angenommen. Wer seine Grünabfälle nocht nicht entsorgt hat, kann das am 30.05 und dem 13.6. auf dem Bleicheroder Bauhof noch tun, vorrausgesetzt man kann die entsprechende Karte vorzeigen.
Gerüchten, dass die neue Backfabrik schon wieder insolvent sei, trat Rostek entgegen. Das man keine Fahrzeuge mehr vor der Anlage sehe liege daran, dass der neue Parkbereich dahinter fertiggestellt worden sei.
Zu guter Letzt hatte der Bürgermeister noch ein paar Veranstaltungshinweise zu übermitteln. Am 7.6. wird ab 10 Uhr wieder der Vogelberglauf stattfinden. Auf Streckenlängen zwischen 2,5, 15 und 20 Kilometern können sich lauffreudige dann abrackern. Für Walker ist eine 10km Strecke vorgesehen.
Vom 12. bis zum 14.6. wird in Obergebra wieder Schützenfest gefeiert. Eine Woche vorher, am 5.6., lädt der Schützenverein außerdem zum "Bürgerschießen" bei dem sich auch Laien an der Sportwaffe versuchen können. Ausgezeichnet werden die Gewinner zum Schützenfest.
Die nächste Sitzung des Stadtrates findet am 25. Juni statt, eine Woche vorher, am 18. Juni, tagt der Hauptausschuss.
Angelo Glashagel
Autor: redDer entsprechende Beschluss wurde vom Stadtrat einstimmig angenommen. Es gehe darum, erklärte Bürgermeister Frank Rostek, ein Zeichen an die Bevölkerung zu senden, dass die Menschen willkommen seien. Vorangegangene Bleicheröder Generationen hätten selber einen Flüchtlingshintergrund gehabt und man habe diese Menschen, nach dem zweiten Weltkrieg unter ganz anderen Vorraussetzungen als heute, integrieren können, so Rostek. Er sei sich sicher, das dies auch heute möglich sei.
Wie es gehen könnte zeigt derweil Bleicherodes Partnerstadt Niederzier in Nordrhein-Westfalen. Hier hatte man über regelmäßige Treffen, Patenschaften für Flüchtlingsfamilien und ein kleines Integrationsfest versucht das bürgerschaftliche Engagement zu aktivieren und war nach dem bekunden des Bleicheröder Bürgermeisters bisher erfolgreich damit.
Der Stadtrat will nun ähnlich vorgehen und behutsam planen, Unterbringungsmöglichkeiten identifizieren und über ein Netzwerk hilfsbereite Bürger erreichen. "Wir wollen nicht warten, bis die Zuweisungen aus dem Landratsamt kommen, sondern uns vorbereiten", sagte Rostek, so könnten auch soziale Konflikte vermieden werden.
Die Flüchtlingsfrage war aber nur eines von vielen Themen, die in der 11. Sitzung des Rates zur Sprache kamen. So informierte der Bürgermeister auch über Veranstaltungen wie den Tag der Städtebauförderung, der Anfang des Monats stattgefunden hatte und große Resonanz gefunden habe. Für mehrere Objekte in der Stadt gibt es demnach vielleicht investitionswillige Interessenten. "Wir werden hier weiterhin unterstützen wo wir nur können", sagte Rostek.
Schlechte Nachrichten hingegen vom Forschungsprogramm für Wohnungs- und Städtebau. Die Stadt hatte sich beworben, 50.000 Euro winkten, kam aber nur unter die letzen 25 Kandidaten. Das habe auch etwas positives, meinte Rostek, denn für die Finalrunde sei man "zu gut" gewesen. Soll heißen, es gab Bewerber, die weniger in Sachen Stadtsanierung aktiv sind und tiefer in der Peripherie liegen. Es würde aber nicht die letzte Bewerbung sein, die Bleicherode verschickt, versicherte der Bürgermeister, "wo wir Geld kriegen können, da sind wir hinterher".
Freuen kann man sich auf die Freibadsaison. Das Bleicheröder Bad am morgigen Freitag um zehn Uhr eröffnet. Dem vorangegangen waren nötige Bauarbeiten. So mussten mehrere Bäume sowie Totholz entfernt werden. Außerdem brachte man auf 50 Metern Bandenwerbung an, mit deren Hilfe der "finanzielle Deckungsgrad" des Bades verbessert werden soll. Ende kommenden Monats, am 21.6., soll hier auch wieder das Neptunfest begangen werden.
In Sachen Brenntage will man sich bei der Landkreisverwaltung weiter für mehr brennfreie Zeit einsetzen. Ziel seien zwei Luftsaubere Monate mehr.
Die Grünabfallkarte kann da in einem Atemzug gleich mitgenannt werden. Die würde gut angenommen. Wer seine Grünabfälle nocht nicht entsorgt hat, kann das am 30.05 und dem 13.6. auf dem Bleicheroder Bauhof noch tun, vorrausgesetzt man kann die entsprechende Karte vorzeigen.
Gerüchten, dass die neue Backfabrik schon wieder insolvent sei, trat Rostek entgegen. Das man keine Fahrzeuge mehr vor der Anlage sehe liege daran, dass der neue Parkbereich dahinter fertiggestellt worden sei.
Zu guter Letzt hatte der Bürgermeister noch ein paar Veranstaltungshinweise zu übermitteln. Am 7.6. wird ab 10 Uhr wieder der Vogelberglauf stattfinden. Auf Streckenlängen zwischen 2,5, 15 und 20 Kilometern können sich lauffreudige dann abrackern. Für Walker ist eine 10km Strecke vorgesehen.
Vom 12. bis zum 14.6. wird in Obergebra wieder Schützenfest gefeiert. Eine Woche vorher, am 5.6., lädt der Schützenverein außerdem zum "Bürgerschießen" bei dem sich auch Laien an der Sportwaffe versuchen können. Ausgezeichnet werden die Gewinner zum Schützenfest.
Die nächste Sitzung des Stadtrates findet am 25. Juni statt, eine Woche vorher, am 18. Juni, tagt der Hauptausschuss.
Angelo Glashagel
