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Barfuß-Schuhe: Schuhe für ohne Socken

Dienstag, 26. Mai 2015, 15:21 Uhr
Barfuß - auf blanken Sohlen laufen ist immer mit einem besonderen Freiheitsgefühl verbunden. Während der eine höchstens am Strand auf Schuhwerk samt Socken verzichtet, laufen andere im Sommer auch nackten Fußes durch die Stadt. Wer selbst begeisterter Barfuss-Läufer ist oder es noch werden will, sollte mal einen Blick in die Kategorie Barfuß-Schuhe werfen...

Barfuß unterwegs (Foto: Pixabay.com)
Barfuß-Schuhe liegen im Trend. Gerade auf steinigem Gelände oder in der Stadt, wo die Gefahr von Scherben oder Splittern hoch ist, kann es jedoch auch tückisch werden. Barfuß-Schuhe bieten dem Träger denselben Komfort wie Barfuß laufen, schützen den Fuß jedoch vor Verletzungen.

Es gibt sogar Laufschuhe als Barfuß Variante - der komplette Gegensatz zu moderner Technik wie Luftpolsterung oder Dämpfsystemen. Doch worin liegen eigentlich die Vorteile beim Barfuß laufen?

Erst seit einigen 100 Jahren trägt der Mensch Schuhwerk, welches seine Füße zwar schützt, ihnen aber in den meisten Fällen eher Schadet. Senkfuß, Spreizfuß und Knickfuß sind die möglichen Folgen. Gerade die vielen kleinen Fußmuskeln werden durch das tragen von Schuhwerk kaum noch trainiert und verkümmern. Barfuß laufen stärkt die Muskulatur, engt die Füße nicht ein und fördert zudem eine gesunde Zehenstellung.

Stimulation

Das Barfußlaufen stimuliert weiterhin die Fußsohlen, was sich positiv auf die inneren Organe auswirkt. Das klingt zunächst vielleicht etwas seltsam, hält man sich aber vor Augen, dass Fußreflexzonen Massage durchaus wissenschaftlich überprüfbar (siehe hier oder hier) ist, kann man sich schon mehr darunter vorstellen.

Wer dem Ganzen einmal etwas näher auf die Schliche kommen will, der sollte einen der mittlerweile zahlreich existierenden Barfuß Parks besuchen. Hier erhält man die Möglichkeit, verschiedenste Untergründe zu durchwandern und die positiven Effekte der Fußsohlenstimulation einmal ganz intensiv zu erleben.

Joggen und Laufen

Das Barfuß-Joggen gestaltet sich deutlich anders als das Joggen in Schuhen, da man nicht wie gewohnt über die Ferse abrollt. Wenn man sich also dazu entschließt mit Barfuß-Schuhen Sport zu treiben, so ist es nötig, seinen Laufstil ein wenig zu verändern und sich langsam an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen. Man sollte die Schrittlänge deutlich verkürzen und ganz bewusst über den Vorderfuß abrollen. Am besten ist es sich durch etwas schnelleres walken an den Laufstil zu gewöhnen.

Eigentlich ist Barfuß-laufen etwas für jeden. Besondere Vorsicht ist jedoch bei Menschen mit extremen Fehlstellungen der Füße sowie bei Diabetikern geboten. Diabetiker können ein gemindertes Schmerzempfinden haben und somit Verletzungen zu spät bemerken. Bei Fehlstellungen sollte unbedingt ein Arzt nach seiner Einschätzung zum Barfuß laufen gefragt werden.

Fazit

Barfuß-Schuhe sind die optimale Alternative zu komplettem Barfuß laufen. Gerade bei den aktuellen Frühlings-haften Temperaturen ist es natürlich umso angenehmer. Da wo es möglich ist kann man natürlich weiterhin komplett auf Schuhe verzichten, es gibt aber durchaus auch Situationen und vor allem Anlässe bei denen man nicht umgehen kann, auf Schuhe (im engeren Sinne) zu verzichten. Welchen Nutzen Barfuß-Laufen neben dem Wohlfühl-Aspekt im Einzelnen hat, kommt immer auf den konkreten Fall an.

In jedem Fall sollten ungeübte sich zunächst nicht zu viel zutrauen, um Verletzungen zu vermeiden. Es bedarf schon einiger Gewöhnung bis man sich an das neue Gefühl gewöhnt hat, da das Barfuß-Laufen so ganz anders ist als das Laufen in festem Schuhwerk.
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