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Mehr Gasthörer an Thüringens Hochschulen

Freitag, 15. Mai 2015, 13:27 Uhr
Zum lernen ist man nie zu alt. Das die Idee auch im Alter noch die Welt der Akademiker zu besuchen immer beliebter wird, zeigen jetzt Zahlen des Landesamtes für Statistik. Vor allem die Geisteswissenschaften sind bei den Gasthörern beliebt...

Für das Wintersemester 2014/15 meldeten die Thüringer Hochschulen neben den rund 51 000 Studierenden auch 378 Gasthörer, darunter 193 Frauen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 42 Gasthörer bzw. 12,5 Prozent mehr als im Wintersemester 2013/14. Gasthörer können auch ohne Nachweis einer Hochschulreife einzelne Kurse oder Lehrveranstaltungen an den Hochschulen besuchen.

Etwa jeder zweite Gasthörer (181 Personen bzw. 47,9 Prozent) erweitert sein Wissen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Darauf folgen die Bauhaus-Universität Weimar (101 Gasthörer bzw. 26,7 Prozent) und die Universität Erfurt (51 Gasthörer bzw. 13,5 Prozent).
Wie in den Jahren zuvor entschied sich im Wintersemester 2014/15 der größte Anteil an Gasthörern in der ersten Fachrichtung für die Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften (254 Personen).

Mit 86 Gasthörern stellt Geschichte die beliebteste Fachrichtung dar, gefolgt von Germanistik (53), Philosophie (34), Katholischer Theologie (30), Kunst und Kunstwissenschaft allgemein (29) sowie Musik und Musikwissenschaft (27). In den von den Hochschulen angebotenen Fachrichtungen können die Gasthörer eine oder mehrere Veranstaltungen belegen. Insgesamt belegten 103 Gasthörer zwei Fachrichtungen, 36 Personen sogar drei.

Das Durchschnittsalter der Gasthörer beträgt 54,3 Jahre, wobei die Frauen im Durchschnitt 52,0 Jahre alt sind. Im Wintersemester 2014/15 ist mehr die Hälfte aller Gasthörer 60 Jahre und älter (52,9 Prozent), darunter 41 Personen mit 75 Jahren und älter. Rund jeder siebente Gasthörer an den Thüringer Hochschulen ist jünger als 30 Jahre. Die Zahl der Gasthörer im Alter von 30 bis unter 60 Jahren hat sich in den letzten zehn Jahren von 80 auf 120 Personen erhöht.
Autor: red

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