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nnz-Forum: Menschenhandel

Mittwoch, 13. Mai 2015, 19:15 Uhr
Betreiben deutsche Behörden Menschenhandel? Den Artikel „Drittstärkstes Geburtenjahr für Thüringen“ hier in der nnz, möchte ein Leser zum Anlass nehmen, die folgenden Zeilen zu schreiben...

Karikatur (Foto: Harald Buntfuß) Karikatur (Foto: Harald Buntfuß)
Ich sage Ihnen gleich es handelt sich hierbei um sehr starken Tobak. In Thüringen freut man sich über jedes Neugeborene. Das ist auch gut, denn nur so können wir dem demographischen Wandel entgegentreten.

Hören wir nicht ständig von Politik und Wirtschaft, dass wir aufgrund fehlender Fachkräfte den Zuzug nach Deutschland erleichtern müssen? Die deutschen Fach- und Hochschulabsolventen seien nicht gut genug. Warum das so ist, darüber lassen wir die schlauen Politiker spekulieren, die haben doch immer eine passende Ausrede, oder Erklärung, für ihre Verfehlungen und Versäumnisse.

Laufend hören wir von gewissen Leuten: „Wir brauchen eine gezielte Zuwanderung. Wir müssen mehr junge Leute ins Land holen, um sie hier auszubilden!“, und was machen wir mit den deutschen jungen Leuten? Verkaufen wir sie? Oder sind das ausländische Kinder, die in Gelsenkirchen zum Verkauf stehen?

Ja sie haben richtig gelesen. Laut Monitor, ARD, werden vom Jugendamt Gelsenkirchen Kinder nach Ungarn Verkauft. Für jedes Kind hat das Jugendamt Gelsenkirchen 5.500 Euro pro Kind und Monat berechnet.

Wenn das kein Menschenhandel mitten in Deutschland ist, was dann? Was sagt die Politik dazu? Bisher ist sehr wenig darüber zu hören. Ich nehme an die Angelegenheit soll vertuscht werden, so weit es geht. Ich kann mich noch sehr gut an Bleicherode erinnern. Damals sollten Kinder in ihre Heimat zurückgeschickt werden. Daraufhin gab es einen riesigen Aufschrei verschiedener Politiker. Der Fall von Gelsenkirchen scheint niemand zu interessieren.

Na ja, Gelsenkirchen ist weit und aus dem was dort geschehen ist kann man hier keinen politischen Nutzen ziehen, oder wie sehen Sie das? Natürlich wird es wieder heißen bei der Angelegenheit handelt, wenn überhaupt. Selbst wenn es ein Einzelfall ist zeigt uns dieser Fall, was unter dem Dach unserer Behörden alles möglich ist.

Zum Schluss noch eines. Im Zuge der Datenauswertung des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, kam man zu dem Ergebnis, dass sich die Staatliche Unterstützung für arme Familien zu wenig am Bedarf der Kinder orientiert. Es gibt eine deutliche Benachteiligung von Kindern aus einkommensschwachen Familien. Die Reichen sind wie immer im Vorteil.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: red

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