Das (etwas andere) Plädoyer für den Wahlgang
Samstag, 09. Mai 2015, 12:22 Uhr
Richtig - dafür haben viele Menschen vor 26 Jahren in der damaligen DDR gekämpft: Für freie und demokratische Wahlen. Nur: dieses demokratisch-politische Angebot muss auch angenommen werden. Nichtwählen sollte keine Option sein...
Wer von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch macht, der sollten die Jahre danach sehr wohl bei Diskussionen zu Personen, Parteien und Politik zurückhaltend sein. Denn mit dem Fernbleiben von der Wahlurne, hat er jedes Mitspracherecht verwirkt.
Stellen Sie sich vor, es gebe morgen eine Wahlbeteiligung von unter 20 Prozent. Als erstes würde es ein einstudiertes Aufschreien aller Politprofis geben mit vorher einstudierten Floskeln. Denn selbst bei 15 Prozent gibt es einen Wahlsieger oder (bei absoluter Stimmengleichheit) wird noch einmal ausgezählt oder gelost.
Und dieser Mann, im aktuellen Landkreisfall wird es Jendricke oder Nüßle sein, kann dann regieren. Und er wird es, denn neben dem immer wieder ausgerufenen Willen zur "Gestaltung" geht es auch immer und immer wieder um Macht und ein nicht geringes monatliches Entgelt. Um richtig verstanden zu werden, das soll keine Neiddiskussion sein.
Was aber kann bei solch einer Wahl die stärkste "Partei", die der Nichtwähler vollbringen? Nichts, aber auch garnichts. Wie aber würde die etablierte Politik reagieren, wenn Sie, lieber Nichtwähler und liebe Nichtwählerin, doch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und beide Kandidaten durchstreichen? Das wäre ein Bekenntnis, das wäre auch eine Wahl, verbunden mit einer Botschaft. Da möchte ich dann gerne die Erklärungsversuche hören oder lesen.
In diesem Sinne haben Sie also drei Optionen für den morgigen Sonntag. Nichtwählen ist keine.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redWer von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch macht, der sollten die Jahre danach sehr wohl bei Diskussionen zu Personen, Parteien und Politik zurückhaltend sein. Denn mit dem Fernbleiben von der Wahlurne, hat er jedes Mitspracherecht verwirkt.
Stellen Sie sich vor, es gebe morgen eine Wahlbeteiligung von unter 20 Prozent. Als erstes würde es ein einstudiertes Aufschreien aller Politprofis geben mit vorher einstudierten Floskeln. Denn selbst bei 15 Prozent gibt es einen Wahlsieger oder (bei absoluter Stimmengleichheit) wird noch einmal ausgezählt oder gelost.
Und dieser Mann, im aktuellen Landkreisfall wird es Jendricke oder Nüßle sein, kann dann regieren. Und er wird es, denn neben dem immer wieder ausgerufenen Willen zur "Gestaltung" geht es auch immer und immer wieder um Macht und ein nicht geringes monatliches Entgelt. Um richtig verstanden zu werden, das soll keine Neiddiskussion sein.
Was aber kann bei solch einer Wahl die stärkste "Partei", die der Nichtwähler vollbringen? Nichts, aber auch garnichts. Wie aber würde die etablierte Politik reagieren, wenn Sie, lieber Nichtwähler und liebe Nichtwählerin, doch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und beide Kandidaten durchstreichen? Das wäre ein Bekenntnis, das wäre auch eine Wahl, verbunden mit einer Botschaft. Da möchte ich dann gerne die Erklärungsversuche hören oder lesen.
In diesem Sinne haben Sie also drei Optionen für den morgigen Sonntag. Nichtwählen ist keine.
Peter-Stefan Greiner
