Schäden durch Sturmtief Niklas
Freitag, 08. Mai 2015, 08:19 Uhr
Am 30. März und 1. April sorgte der Orkan Niklas mit seinen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 192 km/h (Zugspitze) auch im Forstamt Bleicherode-Südharz für Sturmholzanfall. Die nnz mit einer Bestandsaufnahme...
Abgeknickt (Foto: Forstamt Bleicherode-Südharz)
m Forstrevier Nordhausen steht Revierleiter Michael Weißleder neben einer, durch das Sturmtief Niklas gebrochenen Fichte.
Laut Forstamtsleiter Klaus-Wilhelm Brüggemann kam es im gesamten eigenbeförsterten Bereich zu Einzelwürfen und Brüchen, besonders bei der Baumart Fichte. Er geht von knapp 1500 Festmeter (Fm) Schadholz aus.
Besonders im Revier Nordhausen sei die größte Menge mit knapp 400 Fm, von den betroffenen 11 Revieren zu verzeichnen. Michael Weißleder, zuständiger Revierleiter im Forstrevier Nordhausen schildert: Einzelbrüche und Würfe halten uns in verschiedenen Forstgenossenschaften auf trapp. Über 60 Schadstellen liegen in seinem Revier, bei deren Auffinden half ihm seine jahrelange Erfahrung und gute Ortkenntnis. Hilfe bekam er auch durch engagierte Waldbesitzer und Jäger, sodass er alle Schadstellen innerhalb von 2 Tagen lokalisieren konnte.
Der Stadtwaldförster Nordhausens Axel Axt verkündet, dass die Aufarbeitung der Sturmfichten im Bereich Harzriggi, Windlücke und Meyer Teiche in vollem Gang sei, der verstreute Einzelanfall, auch an schwer zugänglichen Stellen aber deutlich mehr Zeit braucht als zuerst angenommen. Dennoch seien eifrige Brennholzwerber und ortsnahe Firmen mit Motorsägen und schwerer Technik vor Ort und liegen in den letzten Zügen der Aufarbeitung. Hier zeichnet sich eine gute Erschließung der Wälder und das Know-how der heimischen Firmen aus, so Axt.
Wie überall im Forstamtsbereich ist jetzt Eile geboten, die sogenannten Borkenkäfer, besonders Buchdrucker und Kupferstecher, die den ohnehin geschwächten Fichten zu Leibe rücken, stehen bereits vor dem Ausschwärmen. Hier gilt es, aufkommende Käferfichten frühzeitig zu entnehmen und Massenvermehrungen, initiiert durch das Sturmereignis erst gar nicht entstehen zu lassen. Laut Aussage von Weißleder und Axt besteht diese Gefahr noch für den Raum Nordhausen nicht, da die Aufarbeitung zügig voranschreitet.
Auch Forstamtsleiter Brüggemann ist zuversichtlich die Aufarbeitung im gesamten Amtsbereich bald abzuschließen und somit Folgeschäden durch Borkenkäferkalamitäten weitestgehend entgegenzuwirken. Er betont, dass eine gut funktionierende Kommunikation zwischen Waldbesitzer und Förster ein Garant für die Bewältigung solcher Naturereignisse sei.
Autor: red
Abgeknickt (Foto: Forstamt Bleicherode-Südharz)
m Forstrevier Nordhausen steht Revierleiter Michael Weißleder neben einer, durch das Sturmtief Niklas gebrochenen Fichte.Laut Forstamtsleiter Klaus-Wilhelm Brüggemann kam es im gesamten eigenbeförsterten Bereich zu Einzelwürfen und Brüchen, besonders bei der Baumart Fichte. Er geht von knapp 1500 Festmeter (Fm) Schadholz aus.
Besonders im Revier Nordhausen sei die größte Menge mit knapp 400 Fm, von den betroffenen 11 Revieren zu verzeichnen. Michael Weißleder, zuständiger Revierleiter im Forstrevier Nordhausen schildert: Einzelbrüche und Würfe halten uns in verschiedenen Forstgenossenschaften auf trapp. Über 60 Schadstellen liegen in seinem Revier, bei deren Auffinden half ihm seine jahrelange Erfahrung und gute Ortkenntnis. Hilfe bekam er auch durch engagierte Waldbesitzer und Jäger, sodass er alle Schadstellen innerhalb von 2 Tagen lokalisieren konnte.
Der Stadtwaldförster Nordhausens Axel Axt verkündet, dass die Aufarbeitung der Sturmfichten im Bereich Harzriggi, Windlücke und Meyer Teiche in vollem Gang sei, der verstreute Einzelanfall, auch an schwer zugänglichen Stellen aber deutlich mehr Zeit braucht als zuerst angenommen. Dennoch seien eifrige Brennholzwerber und ortsnahe Firmen mit Motorsägen und schwerer Technik vor Ort und liegen in den letzten Zügen der Aufarbeitung. Hier zeichnet sich eine gute Erschließung der Wälder und das Know-how der heimischen Firmen aus, so Axt.
Wie überall im Forstamtsbereich ist jetzt Eile geboten, die sogenannten Borkenkäfer, besonders Buchdrucker und Kupferstecher, die den ohnehin geschwächten Fichten zu Leibe rücken, stehen bereits vor dem Ausschwärmen. Hier gilt es, aufkommende Käferfichten frühzeitig zu entnehmen und Massenvermehrungen, initiiert durch das Sturmereignis erst gar nicht entstehen zu lassen. Laut Aussage von Weißleder und Axt besteht diese Gefahr noch für den Raum Nordhausen nicht, da die Aufarbeitung zügig voranschreitet.
Auch Forstamtsleiter Brüggemann ist zuversichtlich die Aufarbeitung im gesamten Amtsbereich bald abzuschließen und somit Folgeschäden durch Borkenkäferkalamitäten weitestgehend entgegenzuwirken. Er betont, dass eine gut funktionierende Kommunikation zwischen Waldbesitzer und Förster ein Garant für die Bewältigung solcher Naturereignisse sei.
