nnz-online

Chancen und Risiken beim CFD Handel

Donnerstag, 07. Mai 2015, 18:34 Uhr
Egal ob Zertifikate, Optionsscheine, Futures oder CFDs, bei Hebelprodukten können Anleger unter einer Fülle von Produkten wählen. Dabei erfreuen sich insbesondere CFDs immer größerer Beliebtheit. Dies liegt unter anderen an den geringen Kosten...


Besonders aktive Trader profitieren davon, dass im Gegensatz zu Zertifikaten bei den meisten Index-CFDs keinerlei Kaufs- oder Verkaufsgebühren an. Je nach Anzahl der Trades bedeutet dies eine beträchtliche Ersparnis. Dazu kommt, dass nur ein geringer Teil des Kapitals als Sicherheitsleistung investiert werden muss.

Bei vielen Anbieter beträgt diese lediglich ein Prozent des Handelsvolumens. Doch welche Risiken sind damit verbunden, wenn nicht das gesamte Kapital zur Verfügung stehen muss. Mehr auf www.cfd-broker.com.

Der Vorteil von CFDs kann sich unter Umständen schnell zu einem Nachteil entwickeln. Gerade Einsteiger übersehen oftmals, dass die Sicherheitsleistung nur einen Teil des investierten Kapitals abdeckt. Angenommen ein Trader kauft 20 CFDs im DAX. Daraus ergibt sich ein Gewinn bzw. Verlust, falls sich der DAX um einen Punkt verändert. Bei einem Stand von 7.000 Punkten müsste der Trader eine Margin von 1.400 Euro hinterlegen.

Tatsächlich bewegt der Händler mit 140.000 Euro jedoch das zwanzigfache seines eingesetzten Kapitals. So kann es vorkommen, dass Anleger ihr Depot überhebeln und damit ein enormes Risiko eingehen. Unter Umständen kann es innerhalb von wenigen Sekunden zu einem Totalverlust kommen. Diesem Risiko sollte man sich beim Handel mit CFDs immer bewusst sein.

Zudem muss bei CFDs darauf geachtet werden, ob bei einem Broker eine Nachschusspflicht besteht. Wird der Trade erst, geschlossen nachdem der Verlust die Einlage übersteigt, ist der Kunde vertraglich dazu verpflichtet, den negativen Kontostand auszugleichen. Es muss dann nachträglich Geld auf das Handelskonto eingezahlt werden. Bei der Entscheidung für einen Broker sollte deshalb immer in den Geschäftsbedingungen nachgelesen werden ob eine Nachschusspflicht besteht oder nicht.

Als die Schweizer Nationalbank sich dazu entschloss die Bindung des Franken aufzuheben, kam es innerhalb von wenigen Augenblicken zu enormen Kursbewegungen. Dies führte dazu, dass die Trades nicht ausreichend schnell geschlossen werden konnten. Auf diese Weise kam es bei einigen Tradern zu enormen Verlusten, die aufgrund der Nachschusspflicht nun ausgeglichen werden müssen.

Augen auf bei der Brokerwahl

Wer in den CFD Handel einsteigen möchte, sollte die verschiedenen Broker genau miteinander vergleichen. Je nach persönlichen Anforderungen weisen diese unterschiedliche Vor- und Nachteile auf. In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass der Broker eine große Zahl an Basiswerten anbietet. Für Einsteiger ist zudem ein guter Kundenservice sowie umfassende Schulungsmöglichkeiten von Bedeutung.

Der Support sollte nach Möglichkeit kostenlos erreichbar und natürlich in Deutsch sein. Ebenfalls wichtig ist eine einfach zu bedienende Handelsplattform. Aufgrund der großen Zahl an Brokern fällt die Auswahl nicht immer leicht. Deshalb bietet sich zunächst die Eröffnung eines kostenlosen Demokontos an. Mit diesem können alle Leistungen und Funktionen des Brokers unter realen Marktbedingungen getestet werden. Gleichzeitig erhalten Einsteiger einen guten Einblick wie der CFD Handel in der Praxis funktioniert. Vielfach können die Demokonten für einen unbegrenzten Zeitraum genutzt werden, sodass auch erfahrene Händler immer wieder neue Strategien testen können.
Autor: en

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de