Stunden der leisen Töne in Sollstedt
Montag, 11. Juni 2001, 14:25 Uhr
Sollstedt (nnz). Er ist jung, hat einen spitzbübisch-liebenswerten Charme und trägt sein Herz auf der Zunge: Klaus-André Eickhoff, eine der größten Entdeckungen am deutschen Horizont der Liedermacher. Der Mann war gestern im ganz anderen Bahnhof in Sollstedt zu Gast. Rainer Rehbein hörte für die nnz-Leser zu.
Mit warmer Stimme verbreitet er sofort ein Gefühl der Geborgenheit und nahm die zahlreich erschienenen Besucher mit auf eine Reise ins Leben. Die Auswahl seiner Lieder ließen den unerschütterlichen Optimisten erkennen, der seine Zuversicht aus einem tief empfundenen Glauben schöpft, ohne dabei frömmelnd zu wirken. Eickhoff verstand es, unter der Oberfläche eines trockenen Humors eine überzeugende Tiefe hindurch blitzen zu lassen. Die mit viel Fingerspitzengefühl ausgearbeiteten Liedtexte und seine demonstrativen Vertonungen verliehen dem Sänger Authentizität. Eickhoff repräsentiert mit seinen Balladen eine neue Generation von Liedermachern, Mittendrin im Leben, ohne schulmeisterisch belehren zu wollen, verstand es der Künstler, seine aufmerksamen Zuhörer zu faszinieren und mitzunehmen in die ganz persönliche Lebenswelt.
Er bot Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen und darüber nachzudenken, ob die angesprochenen Probleme nicht irgendwo die eigenen sind. Ringen mußte der Liedermacher am Ende mit dem Publikum. Nämlich darum, ob er von der Bühne durfte. Kein Abend der überschwänglich lauten Emotionen, sondern eher Stunden der leisen Töne, die die Seele erreichten und sicherlich noch eine lange Zeit nachklingen lassen werden.
Rainer Rehbein
Autor: nnzMit warmer Stimme verbreitet er sofort ein Gefühl der Geborgenheit und nahm die zahlreich erschienenen Besucher mit auf eine Reise ins Leben. Die Auswahl seiner Lieder ließen den unerschütterlichen Optimisten erkennen, der seine Zuversicht aus einem tief empfundenen Glauben schöpft, ohne dabei frömmelnd zu wirken. Eickhoff verstand es, unter der Oberfläche eines trockenen Humors eine überzeugende Tiefe hindurch blitzen zu lassen. Die mit viel Fingerspitzengefühl ausgearbeiteten Liedtexte und seine demonstrativen Vertonungen verliehen dem Sänger Authentizität. Eickhoff repräsentiert mit seinen Balladen eine neue Generation von Liedermachern, Mittendrin im Leben, ohne schulmeisterisch belehren zu wollen, verstand es der Künstler, seine aufmerksamen Zuhörer zu faszinieren und mitzunehmen in die ganz persönliche Lebenswelt.
Er bot Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen und darüber nachzudenken, ob die angesprochenen Probleme nicht irgendwo die eigenen sind. Ringen mußte der Liedermacher am Ende mit dem Publikum. Nämlich darum, ob er von der Bühne durfte. Kein Abend der überschwänglich lauten Emotionen, sondern eher Stunden der leisen Töne, die die Seele erreichten und sicherlich noch eine lange Zeit nachklingen lassen werden.
Rainer Rehbein
