Votum für Ehrenbürger Groh
Montag, 04. Mai 2015, 17:49 Uhr
Manchmal verlaufen Gespräche und Entwicklungen nicht wie geplant. Sind diese negativ, so heißt es oft, sie ‚liefen aus dem Ruder‘. Hier aber waren es positive Wortmeldungen – und zwar ein weiteres Mal zu dem Wirken, dem Schaffen von Günter Groh...
Eigentlich stand die Veranstaltung der Reihe KUNST & KAFFEE in der vergangenen Woche im Zeichen der aktuellen Ausstellung, gewidmet dem künstlerischen Werk von Ilsetraud Glock, gewidmet einem ‚Leben für die Kunst‘, wie im Titel der Ausstellung zu Recht betont.
Nach der gelungenen und sehr ansprechenden Führung durch die Leiterin des Kunsthauses, Frau Susanne Hinsching, waren bei Kaffee und Kuchen Gespräche zu Details der gezeigten Werke, zu speziellen Fragen der Darstellung zu erwarten gewesen. Aber nach kurzer Diskussion zu dem noch immer nicht genügenden Bekanntheitsgrad dieser Künstlerin und zu möglichen Gründen – letztendlich ist ihr Name auch nicht zuletzt durch den zweijährig ausgeschriebenen und begehrten Grafikpreis bei Künstlern auch überregional ein Begriff – konzentrierten sich die Gespräche auf die mögliche Auszeichnung Günter Grohs als Ehrenbürger der Stadt Nordhausen, die am 6. Mai auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung stehen soll. Es wäre verfehlt das Wort Streitkultur zu gebrauchen, denn alle Anwesenden waren sich einig, dass diese Würdigung mehr als verdient sei. Interessant waren aber Argumente, wieso erst jetzt seitens der Stadt an eine solche Ehrung gedacht wurde. Man hätte dies doch eher zu dem offiziellen Geburtstagsempfang der Stadt im Kunsthaus Meyenburg am 15. April erwartet.
Ein besserer Rahmen als dieser Empfang und der Anlass – Günter Groh feierte an diesem Tag seinen 90. Geburtstag – wäre kaum denkbar gewesen. Waren vielleicht der übergroße Zuspruch zu der Groh-Ausstellung und das vielfältige Medienecho Anlass zum Überdenken seitens der Stadt? Kann man die Verdienste von Erika Schirmer und die von Günter Groh vergleichen? Welches sind denn die Kriterien für eine Ehrenbürgerschaft? Ist eine solche Auszeichnung auch mit finanziellem Aufwand für die Stadt verbunden?
Denn dann würde es bei der momentanen ‚Sparomanie‘ wohl keine Ehrenbürger geben! Fragen über Fragen, die nur teilweise beantwortet werden konnten. Erstmalig bei Veranstaltungen der Reihe KUNST & KAFFEE mussten die Besucher mit Schließung des Kunsthauses herausgebeten werden. Auch ein Zeichen von Interesse und Gesprächskultur! Angeregt wurde ein Überdenken, ob in Zukunft spezielle Veranstaltungen angeboten werden sollten, in denen bestimmte Themen im Schwerpunkt besprochen, diskutiert werden sollten.
Im Moment aber bleibt abzuwarten, wie die Stadträte entscheiden werden. Die 5000 Schüler der Schulen in Nordhausen und Bleicherode würden es begrüßen, wenn ihr Lehrer, der sie der Kunst und Kultur näher brachte, in solcher Weise geehrt würde.
Wolfgang R. Pientka
Autor: redEigentlich stand die Veranstaltung der Reihe KUNST & KAFFEE in der vergangenen Woche im Zeichen der aktuellen Ausstellung, gewidmet dem künstlerischen Werk von Ilsetraud Glock, gewidmet einem ‚Leben für die Kunst‘, wie im Titel der Ausstellung zu Recht betont.
Nach der gelungenen und sehr ansprechenden Führung durch die Leiterin des Kunsthauses, Frau Susanne Hinsching, waren bei Kaffee und Kuchen Gespräche zu Details der gezeigten Werke, zu speziellen Fragen der Darstellung zu erwarten gewesen. Aber nach kurzer Diskussion zu dem noch immer nicht genügenden Bekanntheitsgrad dieser Künstlerin und zu möglichen Gründen – letztendlich ist ihr Name auch nicht zuletzt durch den zweijährig ausgeschriebenen und begehrten Grafikpreis bei Künstlern auch überregional ein Begriff – konzentrierten sich die Gespräche auf die mögliche Auszeichnung Günter Grohs als Ehrenbürger der Stadt Nordhausen, die am 6. Mai auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung stehen soll. Es wäre verfehlt das Wort Streitkultur zu gebrauchen, denn alle Anwesenden waren sich einig, dass diese Würdigung mehr als verdient sei. Interessant waren aber Argumente, wieso erst jetzt seitens der Stadt an eine solche Ehrung gedacht wurde. Man hätte dies doch eher zu dem offiziellen Geburtstagsempfang der Stadt im Kunsthaus Meyenburg am 15. April erwartet.
Ein besserer Rahmen als dieser Empfang und der Anlass – Günter Groh feierte an diesem Tag seinen 90. Geburtstag – wäre kaum denkbar gewesen. Waren vielleicht der übergroße Zuspruch zu der Groh-Ausstellung und das vielfältige Medienecho Anlass zum Überdenken seitens der Stadt? Kann man die Verdienste von Erika Schirmer und die von Günter Groh vergleichen? Welches sind denn die Kriterien für eine Ehrenbürgerschaft? Ist eine solche Auszeichnung auch mit finanziellem Aufwand für die Stadt verbunden?
Denn dann würde es bei der momentanen ‚Sparomanie‘ wohl keine Ehrenbürger geben! Fragen über Fragen, die nur teilweise beantwortet werden konnten. Erstmalig bei Veranstaltungen der Reihe KUNST & KAFFEE mussten die Besucher mit Schließung des Kunsthauses herausgebeten werden. Auch ein Zeichen von Interesse und Gesprächskultur! Angeregt wurde ein Überdenken, ob in Zukunft spezielle Veranstaltungen angeboten werden sollten, in denen bestimmte Themen im Schwerpunkt besprochen, diskutiert werden sollten.
Im Moment aber bleibt abzuwarten, wie die Stadträte entscheiden werden. Die 5000 Schüler der Schulen in Nordhausen und Bleicherode würden es begrüßen, wenn ihr Lehrer, der sie der Kunst und Kultur näher brachte, in solcher Weise geehrt würde.
Wolfgang R. Pientka



