Neue Maschinen für den Landkreis
Montag, 27. April 2015, 14:43 Uhr
Die Servicegesellschaft des Landkreises präsentierte heute stolz ihren neuen Fuhrpark. Mit fünf neuen Fahrzeugen für Grasmahd, Winterdienst und Straßenarbeiten sieht man sich für die kommende Jahre gut gerüstet. Und günstiger als bisher soll es auch noch sein...
Mit dem neuen Fuhrpark sieht sich der Landkreis Nordhausen und seine Servicegesellschaft für die Zukunft gerüstet (Foto: Angelo Glashagel)
Drei Werkfrische Unimoc mit Spezialaufsätzen, ein Pfau-Rexter, ein etwas größeres Äquivalent zum bekannten Mulitcar und ein neuer Radlader - das sind die Neuzugänge im Fuhrpark des Kreises oder vielmehr seiner Servicegesellschaft. Kostenpunkt: 905.000 Euro. "Das sind schon Männerspielzeuge", scherzte der Chef der "Service", Gunnar Reuter, die Kollegen hätten die Maschinen heute voller Stolz auf den Hof gefahren.
"Wichtig ist, das diese Aufgaben jetzt ohne die Beteiligung dritter gänzlich in kommunaler Hand liegen", sagte Jutta Krauth, die derzeit noch das Landratsamt leitet. Die Investition sei langfristig angelegt und würde sich für den Landkreis rechnen, erklärte Kreistagsmitglied Egon Primas, deswegen sei die Entscheidung zur Investition den Fraktionen auch leicht gefallen. Die erwarteten Ersparnisse ergäben sich aus einer besseren Auslastung des Fuhrparks, da die Fahrzeuge nun auch im Winterdienst ausrücken könnten, geminderte Kosten bei Ausschreibungen und durch Synergieeffekte, wie die Pflege der Schulgelände, bei der man nun auch nicht auf die Dienste Dritter angewiesen sei und schneller reagieren könne.
Und die Servicegesellschaft will mit ihren neuen Möglichkeiten auch Geld verdienen. "Wenn uns die Kommunen beauftragen tun wir das gerne", sagte Primas und Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold entgegnete das die Kommunen das Angebot wohl auch gerne annehmen würden. Zuerst müsse man aber sehen wie es funktioniert. Die Stadt Nordhausen steckt derzeit noch in bestehenden Verträgen, könnte sich aber in der nächsten Ausschreibungsrunde auch mit der Idee anfreunden die Dienstleistung der Servicegesellschaft in Anspruch zu nehmen, meinte die zweite Beigeordnete der Stadt, Hannelore Haase.
Mit den Einnahmen will man die "Substanz" bilden welche die Servicegesellschaft zu weiteren Aktivitäten befähigen soll. Aktivitäten wie der Bau der Sporthalle in Ellrich. Denn dafür sind Kreditaufnahmen nötig die der Kreis derzeit nicht tätigen darf und die auch ein kommunales Unternehmen nur dann bekommt, wenn es Einnahmen vorweisen kann.
Das die Kommune der Privatwirtschaft damit Konkurrenz mache, will der zweite Beigeordnete des Landkreises, Stefan Nüßle, nicht gelten lassen. Wenn der Kreis defizitäre Aufgaben übernehme müsse man ihm an anderer Stelle auch zugestehen Einnahmen zu generieren, so Nüßle.
Die Mitarbeiter müssen ein wenig mehr können als nur einen Unimoc fahren: ein Großteil der zweitägigen Ausbildung befasste sich mit der Technik der Arbeitsgeräte (Foto: Angelo Glashagel)
Zudem habe man für die Zukunft geplant. Zur Zeit hat der Kreis 110 Kilometer Straßen zu betreuen. In den kommenden Jahren erwartet man aufgrund von "Abstufungen", also der Herabstufung etwa von Bundes- zu Kreisstraßen, mit weiteren 40 Kilometern Asphalt, um die sich der Landkreis zu kümmern hat. Ein Beispiel ist die Straße von Leimbach bis zum Abzweig Urbach oder die Straße von Ellrich nach Sülzhayn.
Neben dem intensiveren Technikeinsatz will man den Bauhof der Servicegesellschaft am Salzagraben erweitern. Hier soll ein Streusalzsilo mit einem Fassungsvermögen von 240 Tonnen und eine Solemischanlage installiert werden, die einen effektiveren und umweltfreundlichern Einsatz des Streusalzes ermögliche, hieß es zur Vorstellung der Geräte.
Die fünf Vollzeitkräfte wurden in mehrtägigen Kursen an den neuen Maschinen ausgebildet. Als nächstes steht die Grasmaht an, hierfür sucht man noch nach vier Kollegen, die saisonal aushelfen.
Angelo Glashagel
Autor: red
Mit dem neuen Fuhrpark sieht sich der Landkreis Nordhausen und seine Servicegesellschaft für die Zukunft gerüstet (Foto: Angelo Glashagel)
Drei Werkfrische Unimoc mit Spezialaufsätzen, ein Pfau-Rexter, ein etwas größeres Äquivalent zum bekannten Mulitcar und ein neuer Radlader - das sind die Neuzugänge im Fuhrpark des Kreises oder vielmehr seiner Servicegesellschaft. Kostenpunkt: 905.000 Euro. "Das sind schon Männerspielzeuge", scherzte der Chef der "Service", Gunnar Reuter, die Kollegen hätten die Maschinen heute voller Stolz auf den Hof gefahren.
"Wichtig ist, das diese Aufgaben jetzt ohne die Beteiligung dritter gänzlich in kommunaler Hand liegen", sagte Jutta Krauth, die derzeit noch das Landratsamt leitet. Die Investition sei langfristig angelegt und würde sich für den Landkreis rechnen, erklärte Kreistagsmitglied Egon Primas, deswegen sei die Entscheidung zur Investition den Fraktionen auch leicht gefallen. Die erwarteten Ersparnisse ergäben sich aus einer besseren Auslastung des Fuhrparks, da die Fahrzeuge nun auch im Winterdienst ausrücken könnten, geminderte Kosten bei Ausschreibungen und durch Synergieeffekte, wie die Pflege der Schulgelände, bei der man nun auch nicht auf die Dienste Dritter angewiesen sei und schneller reagieren könne.
Und die Servicegesellschaft will mit ihren neuen Möglichkeiten auch Geld verdienen. "Wenn uns die Kommunen beauftragen tun wir das gerne", sagte Primas und Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold entgegnete das die Kommunen das Angebot wohl auch gerne annehmen würden. Zuerst müsse man aber sehen wie es funktioniert. Die Stadt Nordhausen steckt derzeit noch in bestehenden Verträgen, könnte sich aber in der nächsten Ausschreibungsrunde auch mit der Idee anfreunden die Dienstleistung der Servicegesellschaft in Anspruch zu nehmen, meinte die zweite Beigeordnete der Stadt, Hannelore Haase.
Mit den Einnahmen will man die "Substanz" bilden welche die Servicegesellschaft zu weiteren Aktivitäten befähigen soll. Aktivitäten wie der Bau der Sporthalle in Ellrich. Denn dafür sind Kreditaufnahmen nötig die der Kreis derzeit nicht tätigen darf und die auch ein kommunales Unternehmen nur dann bekommt, wenn es Einnahmen vorweisen kann.
Das die Kommune der Privatwirtschaft damit Konkurrenz mache, will der zweite Beigeordnete des Landkreises, Stefan Nüßle, nicht gelten lassen. Wenn der Kreis defizitäre Aufgaben übernehme müsse man ihm an anderer Stelle auch zugestehen Einnahmen zu generieren, so Nüßle.
Die Mitarbeiter müssen ein wenig mehr können als nur einen Unimoc fahren: ein Großteil der zweitägigen Ausbildung befasste sich mit der Technik der Arbeitsgeräte (Foto: Angelo Glashagel)
Zudem habe man für die Zukunft geplant. Zur Zeit hat der Kreis 110 Kilometer Straßen zu betreuen. In den kommenden Jahren erwartet man aufgrund von "Abstufungen", also der Herabstufung etwa von Bundes- zu Kreisstraßen, mit weiteren 40 Kilometern Asphalt, um die sich der Landkreis zu kümmern hat. Ein Beispiel ist die Straße von Leimbach bis zum Abzweig Urbach oder die Straße von Ellrich nach Sülzhayn.Neben dem intensiveren Technikeinsatz will man den Bauhof der Servicegesellschaft am Salzagraben erweitern. Hier soll ein Streusalzsilo mit einem Fassungsvermögen von 240 Tonnen und eine Solemischanlage installiert werden, die einen effektiveren und umweltfreundlichern Einsatz des Streusalzes ermögliche, hieß es zur Vorstellung der Geräte.
Die fünf Vollzeitkräfte wurden in mehrtägigen Kursen an den neuen Maschinen ausgebildet. Als nächstes steht die Grasmaht an, hierfür sucht man noch nach vier Kollegen, die saisonal aushelfen.
Angelo Glashagel

