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Der Dom aus Sicht eines Fotografen

Freitag, 24. April 2015, 07:50 Uhr
Jeder Nordhäuser kennt ihn, den Dom zum Heiligen Kreuz. Hoch rekeln sich seine beiden Türme über der Stadt. Peter Blei hat das Bauwerk mal ein wenig näher untersucht - mit dem Blick eines Fotografen...


Die Gründung geht zurück auf die Errichtung eines Frauenstiftes 961 durch die erste deutsche Königin Mathilde auf dem Boden der Burganlage Nordhausen, die ihr von ihrem Mann, König Heinrich I. als Witwensitz geschenkt worden war.

1324 wurde das Stift in den blutigen Auseinandersetzungen des Adels mit den Zünften ihrer Rechte und Pfründe beraubt. Erst nach zweijähriger Belagerung der Stadt durch den kirchlich zuständigen Erzbischof von Mainz wurde der alte Zustand wieder hergestellt und die Domherren konnten in ihr Domizil zurückkehren.

Kaiser Karl V. musste 1530 das Stift vor den Übergriffen der Stadt Nordhausen schützen. Weiteres Leid erfuhr das Stift 1632- 1637, als im 30- jährigen Krieg durch schwedische Truppen Altäre, Orgel, alle Kisten und Kasten in der Sakristei zerstört. 1812 diente der „sehr verwüstete Kirchenraum“ als Magazin, Pferdestall und Exerzierhalle.

Beim Bombenangriff am 4. April 1945 gingen die schönen, erst 1927/28 eingebauten Buntglasfenster zu Bruch. Das Bauwerk erfuhr im Laufe der Zeit unzählige Erweiterungen und Umbauten. Daher finden sich in ihm verschiedene Baustile und Spuren der unterschiedlichsten Baumeister wieder.
Autor: red

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