nnz-Forum: Ein Zeichen
Freitag, 24. April 2015, 07:38 Uhr
Schon von Kindheit an eine Leserin der nnz immer mit großem Interesse hingesehen, was Mann am Revers trug. Heute ist das nicht anders...
Damals entschied es oftmals für mich darüber, zu wem Vertrauen haben konnte und bei wem ich besser vorsichtig sein sollte.
Mein Vater hatte manchmal an seinem Anzug ein kleines Abzeichen, das ihn als Anhänger des Schachsports auswies - ein anderes lehnte er rigoros ab und nahm die Folgen in Kauf. Die Kapläne meiner Jugend trugen ein schlichtes silbernes Kreuz, viele andere Männer das Bild der sich reichenden Hände- und ich wusste in jedem Fall, woran ich bin.
Heutzutage sind die Zeichen vielfältiger und ich muss manchmal nachfragen oder nachlesen, um herauszufinden, was sie wohl bedeuten: Die gängigen Parteiabzeichen kenne ich, das Handwerk schreibt sich freundlicherweise ganz aus, die Aids- Schleife ist alle Jahre wieder angeheftet, den Schneckenhengst von Bleicherode hab ich gleich geschenkt bekommen, LEV heißt, dass der Träger Landeselternvertreter ist - das sollte man als Lehrer wissen -…und ein weißes Andreaskreuz zeugt davon, dass der Träger sich klar gegen Kindesmissbrauch stellt.
Vielfältig sind die Zeichen, manche ändern sich, andere bleiben ewig, wie das kleine Kreuz. Eines aber eint sie: Sie zeigen die wahre Gesinnung des Menschen, der den Anzug trägt! Und es lohnt, genau hinzusehen und dann zu entscheiden, wem man vertrauen kann. Das habe ich schon vor langer Zeit gelernt.
Carola Böck, Nordhausen
Anmerkung der Red.: Damit ist auch das Geheimnis um das weiße "X" am Revers von Stefan Nüßle gelüftet
Damals entschied es oftmals für mich darüber, zu wem Vertrauen haben konnte und bei wem ich besser vorsichtig sein sollte.
Mein Vater hatte manchmal an seinem Anzug ein kleines Abzeichen, das ihn als Anhänger des Schachsports auswies - ein anderes lehnte er rigoros ab und nahm die Folgen in Kauf. Die Kapläne meiner Jugend trugen ein schlichtes silbernes Kreuz, viele andere Männer das Bild der sich reichenden Hände- und ich wusste in jedem Fall, woran ich bin.
Heutzutage sind die Zeichen vielfältiger und ich muss manchmal nachfragen oder nachlesen, um herauszufinden, was sie wohl bedeuten: Die gängigen Parteiabzeichen kenne ich, das Handwerk schreibt sich freundlicherweise ganz aus, die Aids- Schleife ist alle Jahre wieder angeheftet, den Schneckenhengst von Bleicherode hab ich gleich geschenkt bekommen, LEV heißt, dass der Träger Landeselternvertreter ist - das sollte man als Lehrer wissen -…und ein weißes Andreaskreuz zeugt davon, dass der Träger sich klar gegen Kindesmissbrauch stellt.
Vielfältig sind die Zeichen, manche ändern sich, andere bleiben ewig, wie das kleine Kreuz. Eines aber eint sie: Sie zeigen die wahre Gesinnung des Menschen, der den Anzug trägt! Und es lohnt, genau hinzusehen und dann zu entscheiden, wem man vertrauen kann. Das habe ich schon vor langer Zeit gelernt.
Carola Böck, Nordhausen
Anmerkung der Red.: Damit ist auch das Geheimnis um das weiße "X" am Revers von Stefan Nüßle gelüftet
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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