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Auseinandersetzung im Seminar

Montag, 20. April 2015, 16:16 Uhr
Anlässlich der 70. Jahrestage der Befreiung der Konzentrationslager Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen bekommen interessierte Erwachsene erstmals die Möglichkeit, sich intensiv mit den Räumungstransporten aus dem Harz in die Lüneburger Heide auseinanderzusetzen...

Nachempfundenes Gleisbett (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora) Nachempfundenes Gleisbett (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora)

Möglich macht das ein Seminar mit dem Titel „Unterwegs bei Kriegsende: KZ-Landschaften am Beispiel der Konzentrationslager Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen“ vom 18.-22. Mai 2015 entlang der Todesmarschrouten.

Beginnend in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora vermittelt das Seminar die Lebensbedingungen der KZ-Häftlinge im Lager und in der Zwangsarbeit wie auch die Räumung der Mittelbau-Lager. Entlang der Todesmarschrouten mit Halt in Gardelegen, Wienhausen und Celle werden die Teilnehmer sich eingehend mit der Besonderheit der Endphasenverbrechen und der Beteiligung der Zivilbevölkerung beschäftigen.

Endpunkt für etwa 17 000 Häftlinge aus den Mittelbau-Lagern war Bergen-Belsen. In der Gedenkstätte Bergen-Belsen verfolgen die Seminarteilnehmer die Spuren der damaligen Häftlinge im Männerlager und im heute als Kaserne Bergen-Hohne genutzten Lagerteil, der nur für ausgewählte Besuchergruppen zugänglich ist. Ein zentrales Anliegen des Seminars ist die Frage nach dem „Danach“: dem Weiterleben der Opfer, der Verfolgung der Täter, der Erinnerung an die Toten.

In Zukunft soll das Seminar in das Bildungsangebot der beiden Gedenkstätten übernommen werden und für Gruppen buchbar sein.

Das Seminar ist wie auch die thematisch passende Ausstellung „Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945“ ein Kooperationsprojekt der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Weitere Informationen und Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter www.dora.de und www.bergen-belsen.de
Autor: red

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