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Im Olympiaden-Rausch

Montag, 20. April 2015, 07:57 Uhr
Es war nicht das erste Mal, dass Frederike Schmidt in ihren Ferien die Schulbank drückt. Und das ganz freiwillig. Auch Anfang April verbrachte sie fünf Tage in der Junior-Schülerakademie Mathematik. Täglich standen interessante Themen über verschiedene Zahlensysteme auf dem Programm...


Hexadezimal-, Primzahlen-, Binärsystem – was bei vielen nur ein Stirnrunzeln erzeugt, zaubert der mathematikbegeisterten Frederike ein Lächeln ins Gesicht. Umrechnungen, Rechenoperationen, aber auch Vorträge über Flächeninhalt und Umfang von Kreisen komplettierten das umfangreiche fachliche Repertoire.

Frederike sei nicht nur sehr an Mathematik interessiert, sondern auch ein wirkliches Talent, urteilt die Klassen- und Mathelehrerin Roswita Sonnabend. Vor allem Denksportaufgaben, Knobeleien und Logikreihen haben es der Schülerin aus der siebenten Klasse angetan.

Lapidares Berechnen gegebener Zahlen nimmt sie lächelnd hin, ihr Herz aber brennt für Konstruktionen, Un/Gleichungen und Falluntersuchungen. Die Eltern unterstützen das Mädchen, ermöglichen die Teilnahmen an Wettbewerben sowie Tagen der Mathematik und organisieren privat Anfahrten.

Frederike Schmidt (Foto: privat) Frederike Schmidt (Foto: privat) Als im Oktober des letzten Jahres der Schulentscheid klassenstufenorientiert am Herder-Gymnasium durchgeführt wurde, konnte sich Frederike mit einer Glanzleistung für die nächste Runde qualifizieren. Die volle Punktzahl schlug zu Buche. Damit war der Weg frei für die Olympiade auf Kreisebene. Und auch diese Hürde meisterte die Herder-Schülerin ohne Probleme und auch die Schulleitung erhielt die Mitteilung der weiteren Qualifizierung ihres Schützlings.

Für die nun ermittelten besten Mathematiker der einzelnen Gymnasien ging es folgend zum 54. Wettbewerb der Thüringer Landes-Mathematik-Olympiade, so auch für die Nordhäuserin. Dieser Wettbewerb bestand aus zwei Klausuren, die die Teilnehmer der Klassenstufen 5 bis 12 an einem Freitag und Samstag im Februar zu bewältigen hatten. Austragungsort war das Königin-Luise-Gymnasium in Erfurt.

Neben Mengenlehre, Umfangsberechnungen und zahlentheoretischen Bestimmungs-aufgaben musste sich die Olympiadeklasse 7 der Kombinatorik sowie der Gewinnchancenberechnung bei Brettspielen zuwenden. Aber auch die Auseinandersetzung mit gegebenen Aussagen bzw. Behauptungen bzw. das Lösen von Sachaufgaben, die Kenntnisse aus der Physik verlangten, wurden eingefordert.

Dabei galt es, nicht nur Lösungswege und Begründungen und Nebenrechnungen anzubieten, sondern zu erklären, wie man zu Ergebnissen bzw. Teilergebnissen gelangt ist. Die Lösungswege sind demzufolge logisch korrekt herzuleiten und sprachlich ansprechend darzustellen.
Den Landesausscheid absolvierte die Herder-Schülerin mit einem hervorragenden dritten Platz und kann stolz auf die erreichte Leistung sein.

Schulleitung, Mitschüler und Fachlehrer gratulierten und zollen der jungen Mathematikerin hohen Respekt. Doch darauf will sich Frederike keinesfalls ausruhen. Und so war sie in den Osterferien wieder einmal nicht nur mit Erholen und Freizeit beschäftigt…
Heike Roeder
Autor: red

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