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Neue Sozialstation in Harztor

Mittwoch, 01. April 2015, 11:45 Uhr
Die Diakonie Wolfsburg wird ihre Sozialstation zum Ende dieses Jahres schließen. Auf der Strecke bleiben Mitarbeiter und pflegebedürftige Menschen. Jetzt scheint es eine Lösung zu geben...


Und die kommt aus Nordhausen. Der Pflegedienst des Jugendsozialwerkes Nordhausen wird im Nachbarort eine Sozialstation „Harztor“ etablieren. Seitens des Trägers war nach Bekanntwerden der Schließung eine Gespräch mit der Diakonie gesucht worden. Doch derlei Kontakte waren vermutlich nicht erwünscht. Sie wurden einfach nicht beantwortet, sagt Holger Richter aus der JUSOWE-Leitung heute in einem Gespräch.

Von den 23 Mitarbeitern der Diakonie, die im Südharz ihre rund 100 Klienten (pflegebedürftige Menschen) noch betreuen, haben sich mittlerweile bereits 16 beim JUSOWE beworben. Sie wollen schnellst möglich den Arbeitgeber wechseln, sie sehen keine Zukunft. Nicht bei der Diakonie, auch nicht bei den weiteren zwei Pflegediensten, die es im Südharz-Revier gibt.

Dem Pflegedienst des Jugendsozialwerkes sind die Neuen natürlich herzlich willkommen, sie sind sozusagen die personifizierte Brücke zu den Menschen, die der Pflege und Betreuung bedürfen. Frühestens im Mai können können sich künftige Klienten an das Jugendsozialwerk wenden.

In Niedersachswerfen wird derzeit schon mal kräftig für die neue Sozialstation Harztor geworben – mit Plakaten und Flyern, die verteilt werden sollen. Da viele der Noch-Mitarbeiter der Diakonie Wolfsburg um einen Aufhebungsvertrag gebeten haben, könnten die ersten Einstellungen bereits ab Mai vollzogen werden.

Dann wären bis Jahresende in Harztor neben dem Jugendsozialwerk noch drei weitere Träger "unterwegs", was temporär zu chaotischen Zuständen führen könnte. Als großer Träger gibt sich das Jugendsozialwerk aber gelassen. Man sieht deutliche Vorteile für sich, denn immerhin läuft ohne Mitarbeiter im Pflegebereich so gut wie nichts und die sind auch im Südharz nur einmal da. Deshalb ist es für die Macher in Nordhausen wohl eher beruhigend, dass sich 16 von 23 Mitarbeitern der Diakonie bereits für einen Wechsel entschieden haben. Auch wenn es noch genug für die Verantwortlichen zu tun gibt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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