Kegler trotzen Verletzungspech
Montag, 23. März 2015, 13:50 Uhr
Die Salzaer Damen und die NSV Senioren schaffen es aufs Treppchen, zumindest die erste Mannschaft. Die NSV-Zweite muss sich mit weniger zufrieden geben. Gar nicht zufrieden sein dürfte man in Bleicherode, das Team muss von der Liga Abschied nehmen. Uwe Tittel berichtet vom Ende der Kegelsaison...
TSG Salza – ESV Lok Rudolstadt 4:2 (1953:1918/8,5:7,5)
Die Frauen der TSG Salza haben ihre dritte Saison in der Landesliga nach dem freiwilligen Rückzug aus der Verbandsliga nach zweimal Staffelsieg auf dem dritten Tabellenplatz beendet. Bei Punktgleichheit mit dem VfB Blau-Weiß Voigtstedt entschied die etwas schlechtere Auswärtsbilanz gegen die Salzaerinnen. Zum Abschluss empfing die TSG den bereits feststehenden neuen Staffelsieger ESV Lok Rudolstadt. Die TSG-Ambitionen, sich für die knappe Hinspielniederlage revanchieren und zu Hause ungeschlagen bleiben zu wollen bekamen aber noch vor der ersten Kugel einen argen Dämpfer.
Toni Herrmann arg erkältet wollte sich eigentlich nur als Wechselspielerin bereit halten, musste dann ab er doch von Beginn an ran, weil es Kapitän Steffi Boenki noch ärger erwischt hatte, sie zu Hause das Bett hütete. Toni hatte dann auch arge Probleme, die vier Bahnen durchzuhalten. Aber nach verlorener erster Bahn schaffte sie mit letzter Energie gegen ihre zum Glück viele Fehlwürfe produzierende Gegnerin noch drei Bahnsiege. Dennoch lag Salza nach dem ersten Paar mit 26 Holz zurück. Margot Helbing verlor nach passablen Spiel in die Vollen im Räumen auf allen vier Bahnen entscheidend an Boden.
Ein hartes Stück Arbeit deutete sich damit für das zweite Salzaer Paar an. Heike Hase begann mit 100 Vollen ganz stark, hatte dann zwar Mühe aber gewann ihre erste Bahn noch sicher. Bei Ines Werner dagegen ging es gar nicht gut los. Nur 79 Volle und deutlicher Rückstand. Aber dann flutschte es bei der Ines nur so und ihre Kontrahentin wie auch die Beobachter hinter der Glaswand kam aus dem Staunen kaum noch heraus.
Überragend: Ines Werner verpasste einen neuen Bahnrekord nur um vier Holz. (Foto: privat)
Überragend: Ines Werner verpasste einen neuen Bahnrekord nur um vier Holz.
Vor allem ihre Räumen war mit insgesamt 214 Holz bei nur vier Fehlwürfen überragend. Nach der doch noch knapp gewonnenen ersten Bahn ließ sie der keineswegs schwachen Sabine Dietz nicht die Spur einer Chance, lag bis zum viertletzten Wurf sogar auf Kurs neuer Bahnrekord. Den verhinderte nur ein etwas schwächerer letzter Anwurf. Mit 567 Holz verfehlte sie ihn nur um vier Punkte. Längst aber war da des Salzaer Sieg schon in trockenen Tüchern. Heike Hase war zwar nach Remis auf Bahn Zwei in Rückstand geraten, konnte sich durch gutes Räumen auf der letzten Bahn aber wieder aufrappeln. Fast wäre sogar noch der Mannschaftspunkt geglückt. Nur ein unkonzentrierter Wurf ins Leere verhinderte ihn. Aber der Holzrückstand nach dem ersten Durchgang war längst in einen komfortablen Vorsprung verwandelt und brachte den zwar hart erkämpften aber verdienten 4:2-Erfolg.
SG Bleicherode/Sollstedt – KC Einigkeit Barchfeld 4757:4828
Mit eine Niederlage haben sich die Männer der SG Bleicherode/Sollstedt aus der Landesliga verabschiedet. Auch der Heimvorteil half gegen Barchfeld nicht, den bereits zuvor feststehenden Abstieg wenigstens etwas zu versüßen. Die Niederlage deutete sich bereits nach dem ersten Paar an.
Fabian Arnhold leistete sich zu viele Fehlwürfe, verlor allein 73 Holz. Maik Schäfer mühte sich, ließ aber auch im Räumen zu viel stehen, um den Rückstand vielleicht in Grenzen zu halten. Im Mittelpaar sorgte diesmal Hanjo Sinzel mit seinen guten 824 Holz für einen sicheren Einzelsieg. Leider blieb dafür Rainer König wieder weit unter seinen Möglichkeiten, so dass der Rückstand nur unwesentlich keiner wurde. Der mit 17 Jahre Jüngste im SG-Aufgebot Lukas Hauswald machte denn ein ordentliches Spiel, hatte aber gegen den Tagesbesten Klaus Hellmann (834 Holz) keine Chance. So konnte Daniel Schäfer mit dem zweiten Einzelsieg für die Gasteber das Endergebnis nur noch etwas freundlicher gestalten.
Titelverteidiger Nordhäuser SV hat seine dritte Saison in der Verbandsliga 100 Wurf als Vizelandesmeister beendet. Der abschließende Sieg beim Vorletzten in Stadtilm war aber noch einmal ein schweres Stück Arbeit. Denn die Gastgeber kämpften wie erwartet noch einmal wie die Löwen, hätten mit einem Sieg den drohenden Abstieg noch abwenden können.
Nach dem ersten Paar führten die Nordhäuser nach mehrfach wechselnder Führung auch nur äußerst knapp mit vier Punkten. Roland Rahn, der den diesmal fehlenden Kapitän Reiner Hagemeier gut vertrat, musste sich dem ganz stark auftrumpfenden Volker Wendelmuth beugen. Aber Karl-Josef Gleitze konnte nach zuletzt schwächeren Leistungen endlich wieder sein gewohntes Niveau abrufen. Für Spannung im zweiten Paar war also gesorgt. Auf der ersten Bahn tat sich in die Vollen nicht viel, verliefen beide Duelle sehr ausgeglichen. Im Räumen konnte sich dann aber Rainer Wille noch recht deutlich absetzen, während es bei Uwe Schmögner etwas zäh weiter ging.
Die nun etwas deutlichere Führung der Gäste aber wurde schnell wieder kleiner, denn nach dem Bahnwechsel hatte Rainer Wille in die Vollen zunächst wieder Probleme, die richtige Gasse zu finden. Sein Gegner kam stark auf. Und da sich auch Uwe Schmögner nicht absetzen konnte war vor dem letzten Räumen noch immer keine Entscheidung gefallen. Die fiel aber dann im letzten Räumen zugunsten der Nordhäuser. Zwar verletzten sich Uwe Schmögner am Knie, konnte schließlich seine letzten 14 Würfe nicht mehr absolvieren, aber Rainer Wille legte noch ein ganz starkes Räumen hin, zog seinem Gegner mit zwei glatten Neunern in Folge endgültig den Zahn und holte den für den Gesamtsieg notwendigen Vorsprung.
Karl-Josef Gleitze 430:403
Roland Rahn 430:453
Rainer Wille 443:400
Uwe Schmögner 354:384
Nordhäuser SV II – SV 1970 Meiningen 1577:1729
Nach zweimal Platz Zwei in den letzten beiden Jahren beendete die zweite Seniorenmannschaft des Nordhäuser SV die Landesliga-Saison diesmal nach der schwächsten Saisonleistung im Abschlussspiel gegen die Gäste vom SV 1970 Meiningen als Sechster. Die Gäste hingegen verabschiedeten sich mit Saisonbestleistung aus der Klasse. Mit einer großartigen Mannnschaftsleistung waren sie den Nordhäusern in allen vier Einzelspielen klar überlegen und sicherten sich noch den Staffelsieg und werden im nächsten Spieljahr in der Verbandsliga dann gegen NSV-Erste spielen.
Bereits nach dem ersten Durchgang war an der Rotleimwiese alles gelaufen. Zu schwach das Räumen der beiden Nordhäuser und Meiningen führte schon mit 81 Holz. Es folgte der Glanzauftritt von Klaus-Peter Wegener, der mit seiner Tagesbestleistung von 459 Holz dem trotz Kniebeschwerden gut spielenden Lutz George weitere 60 Zähler abnahm. Ach der mit 419 Holz beste Nordhäuser an diesem Tag Uwe Hempowicz vergab letztlich im Räumen den möglichen einzigen Einzelsieg für die Gastgeber. Die Gäste erwiesen sich als würdiger Staffelsieger.
Uwe Tittel
Rainer Gebhardt 379:414
Ingo Koudele 380:426
Lutz George 399:459
Uwe Hempowicz 419:430
Autor: redSalzaer Keglerinnen trotzten der Grippe
Kegeln Landesliga Freuen 120 WurfTSG Salza – ESV Lok Rudolstadt 4:2 (1953:1918/8,5:7,5)
Die Frauen der TSG Salza haben ihre dritte Saison in der Landesliga nach dem freiwilligen Rückzug aus der Verbandsliga nach zweimal Staffelsieg auf dem dritten Tabellenplatz beendet. Bei Punktgleichheit mit dem VfB Blau-Weiß Voigtstedt entschied die etwas schlechtere Auswärtsbilanz gegen die Salzaerinnen. Zum Abschluss empfing die TSG den bereits feststehenden neuen Staffelsieger ESV Lok Rudolstadt. Die TSG-Ambitionen, sich für die knappe Hinspielniederlage revanchieren und zu Hause ungeschlagen bleiben zu wollen bekamen aber noch vor der ersten Kugel einen argen Dämpfer.
Toni Herrmann arg erkältet wollte sich eigentlich nur als Wechselspielerin bereit halten, musste dann ab er doch von Beginn an ran, weil es Kapitän Steffi Boenki noch ärger erwischt hatte, sie zu Hause das Bett hütete. Toni hatte dann auch arge Probleme, die vier Bahnen durchzuhalten. Aber nach verlorener erster Bahn schaffte sie mit letzter Energie gegen ihre zum Glück viele Fehlwürfe produzierende Gegnerin noch drei Bahnsiege. Dennoch lag Salza nach dem ersten Paar mit 26 Holz zurück. Margot Helbing verlor nach passablen Spiel in die Vollen im Räumen auf allen vier Bahnen entscheidend an Boden.
Ein hartes Stück Arbeit deutete sich damit für das zweite Salzaer Paar an. Heike Hase begann mit 100 Vollen ganz stark, hatte dann zwar Mühe aber gewann ihre erste Bahn noch sicher. Bei Ines Werner dagegen ging es gar nicht gut los. Nur 79 Volle und deutlicher Rückstand. Aber dann flutschte es bei der Ines nur so und ihre Kontrahentin wie auch die Beobachter hinter der Glaswand kam aus dem Staunen kaum noch heraus.
Überragend: Ines Werner verpasste einen neuen Bahnrekord nur um vier Holz. (Foto: privat)
Überragend: Ines Werner verpasste einen neuen Bahnrekord nur um vier Holz.
Vor allem ihre Räumen war mit insgesamt 214 Holz bei nur vier Fehlwürfen überragend. Nach der doch noch knapp gewonnenen ersten Bahn ließ sie der keineswegs schwachen Sabine Dietz nicht die Spur einer Chance, lag bis zum viertletzten Wurf sogar auf Kurs neuer Bahnrekord. Den verhinderte nur ein etwas schwächerer letzter Anwurf. Mit 567 Holz verfehlte sie ihn nur um vier Punkte. Längst aber war da des Salzaer Sieg schon in trockenen Tüchern. Heike Hase war zwar nach Remis auf Bahn Zwei in Rückstand geraten, konnte sich durch gutes Räumen auf der letzten Bahn aber wieder aufrappeln. Fast wäre sogar noch der Mannschaftspunkt geglückt. Nur ein unkonzentrierter Wurf ins Leere verhinderte ihn. Aber der Holzrückstand nach dem ersten Durchgang war längst in einen komfortablen Vorsprung verwandelt und brachte den zwar hart erkämpften aber verdienten 4:2-Erfolg.
| Margot Helbing | 0:1 | (431:482/0:4) |
| Toni Herrmann | 1:0 | (471:446/3:1) |
| Heike Hase | 0:1 | (484:498/1,5:2,5) |
| Ines Werner | 1:0 | (567:492/4:0) |
Auch beim Landesligaabschied kein SG-Sieg
Kegeln Landesliga Männer 200 WurfSG Bleicherode/Sollstedt – KC Einigkeit Barchfeld 4757:4828
Mit eine Niederlage haben sich die Männer der SG Bleicherode/Sollstedt aus der Landesliga verabschiedet. Auch der Heimvorteil half gegen Barchfeld nicht, den bereits zuvor feststehenden Abstieg wenigstens etwas zu versüßen. Die Niederlage deutete sich bereits nach dem ersten Paar an.
Fabian Arnhold leistete sich zu viele Fehlwürfe, verlor allein 73 Holz. Maik Schäfer mühte sich, ließ aber auch im Räumen zu viel stehen, um den Rückstand vielleicht in Grenzen zu halten. Im Mittelpaar sorgte diesmal Hanjo Sinzel mit seinen guten 824 Holz für einen sicheren Einzelsieg. Leider blieb dafür Rainer König wieder weit unter seinen Möglichkeiten, so dass der Rückstand nur unwesentlich keiner wurde. Der mit 17 Jahre Jüngste im SG-Aufgebot Lukas Hauswald machte denn ein ordentliches Spiel, hatte aber gegen den Tagesbesten Klaus Hellmann (834 Holz) keine Chance. So konnte Daniel Schäfer mit dem zweiten Einzelsieg für die Gasteber das Endergebnis nur noch etwas freundlicher gestalten.
| Fabian Arnhold | 737:810 |
| Maik Schäfer | 808:810 |
| Hanjo Sinzel | 824:798 |
| Rainer König | 787:798 |
| Lukas Hauswald | 780:834 |
| Daniel Schäfer | 821:778 |
NSV-Senioren trotz Verletzungspech Vizemeister
Kegeln Verbandsliga Senioren 100 Wurf KSV Blau-Weiß Stadtilm – Nordhäuser SV 1640:1657Titelverteidiger Nordhäuser SV hat seine dritte Saison in der Verbandsliga 100 Wurf als Vizelandesmeister beendet. Der abschließende Sieg beim Vorletzten in Stadtilm war aber noch einmal ein schweres Stück Arbeit. Denn die Gastgeber kämpften wie erwartet noch einmal wie die Löwen, hätten mit einem Sieg den drohenden Abstieg noch abwenden können.
Nach dem ersten Paar führten die Nordhäuser nach mehrfach wechselnder Führung auch nur äußerst knapp mit vier Punkten. Roland Rahn, der den diesmal fehlenden Kapitän Reiner Hagemeier gut vertrat, musste sich dem ganz stark auftrumpfenden Volker Wendelmuth beugen. Aber Karl-Josef Gleitze konnte nach zuletzt schwächeren Leistungen endlich wieder sein gewohntes Niveau abrufen. Für Spannung im zweiten Paar war also gesorgt. Auf der ersten Bahn tat sich in die Vollen nicht viel, verliefen beide Duelle sehr ausgeglichen. Im Räumen konnte sich dann aber Rainer Wille noch recht deutlich absetzen, während es bei Uwe Schmögner etwas zäh weiter ging.
Die nun etwas deutlichere Führung der Gäste aber wurde schnell wieder kleiner, denn nach dem Bahnwechsel hatte Rainer Wille in die Vollen zunächst wieder Probleme, die richtige Gasse zu finden. Sein Gegner kam stark auf. Und da sich auch Uwe Schmögner nicht absetzen konnte war vor dem letzten Räumen noch immer keine Entscheidung gefallen. Die fiel aber dann im letzten Räumen zugunsten der Nordhäuser. Zwar verletzten sich Uwe Schmögner am Knie, konnte schließlich seine letzten 14 Würfe nicht mehr absolvieren, aber Rainer Wille legte noch ein ganz starkes Räumen hin, zog seinem Gegner mit zwei glatten Neunern in Folge endgültig den Zahn und holte den für den Gesamtsieg notwendigen Vorsprung.
Karl-Josef Gleitze 430:403
Roland Rahn 430:453
Rainer Wille 443:400
Uwe Schmögner 354:384
NSV-Zwei hopp, Meiningen topp
Kegeln Landesliga Senioren 100 WurfNordhäuser SV II – SV 1970 Meiningen 1577:1729
Nach zweimal Platz Zwei in den letzten beiden Jahren beendete die zweite Seniorenmannschaft des Nordhäuser SV die Landesliga-Saison diesmal nach der schwächsten Saisonleistung im Abschlussspiel gegen die Gäste vom SV 1970 Meiningen als Sechster. Die Gäste hingegen verabschiedeten sich mit Saisonbestleistung aus der Klasse. Mit einer großartigen Mannnschaftsleistung waren sie den Nordhäusern in allen vier Einzelspielen klar überlegen und sicherten sich noch den Staffelsieg und werden im nächsten Spieljahr in der Verbandsliga dann gegen NSV-Erste spielen.
Bereits nach dem ersten Durchgang war an der Rotleimwiese alles gelaufen. Zu schwach das Räumen der beiden Nordhäuser und Meiningen führte schon mit 81 Holz. Es folgte der Glanzauftritt von Klaus-Peter Wegener, der mit seiner Tagesbestleistung von 459 Holz dem trotz Kniebeschwerden gut spielenden Lutz George weitere 60 Zähler abnahm. Ach der mit 419 Holz beste Nordhäuser an diesem Tag Uwe Hempowicz vergab letztlich im Räumen den möglichen einzigen Einzelsieg für die Gastgeber. Die Gäste erwiesen sich als würdiger Staffelsieger.
Uwe Tittel
Rainer Gebhardt 379:414
Ingo Koudele 380:426
Lutz George 399:459
Uwe Hempowicz 419:430
