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Das Buch der Bücher

Mittwoch, 18. März 2015, 10:01 Uhr
Im Tabakspeicher ist derzeit eine Ausstellung zum Buch der Bücher, der Bibel zu sehen. Näheres zu den seltenen Druckwerken die im Museum gezeigt werden, weiß Jürgen Volpel. Der Experte hält demnächst einen Vortrag im Tabakspeicher rund um die Bibel und die Nordhäuser Reformatoren Justus Jonas und Johannes Spangenberg...

Im Rahmen der Sonderausstellung „Meistübersetzt – Meistgedruckt – Meistverkauft - Das Buch der Bücher“ im Museum Tabakspeicher hält am Dienstag, dem 24. März, um 19:30 Uhr, der Bibelkenner Jürgen Vopel einen Vortrag mit Präsentation zu diesen hier gezeigten Werken.

„Jürgen Vopel wird auf die in der Ausstellung befindlichen Originalausgaben ab 1477 bis zur Neuzeit eingehen, zu denen seltene Werke aus Druckereien in Wittenberg, Jena, Leipzig, Nürnberg und Lüneburg zählen, die zugleich den deutschen Buchdruck über mehrere Jahrhunderte prägten“, erklärt Jürgen Rennebach.

Besonders beleuchte der Referent das Wirken und die Werke der in Nordhausen geborenen und tätigen Reformatoren, so der Museumsleiter. Die noch zu ihren Lebzeiten gedruckten Ausgaben befinden sich ebenfalls in der Ausstellung, so wie die von dem in Nordhausen geborenen Reformators Justus Jonas, eines engen Wegbegleiters Luthers und Mitübersetzers der Bibel.

Handcolorierter Hozschnitt aus der Koburger Bibel, gedruckt 1483 (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) Handcolorierter Hozschnitt aus der Koburger Bibel, gedruckt 1483 (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen)

Ebenso die Postillen von Johannes Spangenberg, ein weiterer Freund von Luther, dessen Wirken als Reformator und Prediger des Südharzes in die Geschichte einging. Diese Postillen zählten neben denen von Luther zu den am meisten verbreiteten Drucken der Reformationszeit.

Ein Highlight unter den ausgestellten Bibeldrucken ist die von Ernst dem Frommen beauftragte und 1641 von Salomon Glassius, einem Sondershäuser Theologen, herausgegebene „Weimarer Ernestinische Kurfürstenbibel“. Mehrere Exemplare, darunter 2 seltene Erstausgaben und eine Prunkausgabe von 1708, sind in der Ausstellung zu sehen. Darüber hinaus wird Jürgen Vopel auch über die besondere Bedeutung der vom 17. bis ins 19. Jahrhundert erschienenen regionalen Drucke der „Heiligen Schrift“, beispielsweise aus Nordhausen, Sondershausen, Wernigerode, Gotha, Halle und Halberstadt in seinem Vortrag eingehen. Im Anschluss wird es eine Führung durch die Ausstellung geben.

Die Sonderausstellung läuft noch bis zum 3. Mai 2015.

Museum Tabakspeicher, Bäckerstraße 20, am 24. März, um 19:30 Uhr, Eintritt pro Person beträgt 5 €.
Autor: red

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