IHK für Schulreform in Thüringen
Mittwoch, 06. Juni 2001, 13:55 Uhr
Nordhausen (nnz/ihk). Die vom Thüringer Kultusminister Michael Krapp vorgestellte freie Wahl der Schulen findet seitens der Wirtschaft große Zustimmung. Der Grundstein zu einer notwendigen umfassenden Schulreform könnte damit gelegt werden. nnz hat bei der IHK in Erfurt nachgefragt.
Ziel aus Sicht der Industrie- und Handelskammer muß der Übergang von einer Schulverwaltung hin zu einem modernen Management von Unterricht und Erziehung. Auch die Schulen müssen sich den allgemeinen Wettbewerbsbedingungen stellen, fordert Niels Lund Chrestensen, Präsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt. Nur dadurch könne eine neue Qualität der Bildung erreicht werden. Jeder Schulleiter müsse die Chance erhalten, ein unverwechselbares Schulimage und ein eigenes Standortprofil in der Öffentlichkeit zu entwickeln. Die Schule könnte damit ihre jeweilige Einzigartigkeit als Wettbewerbsvorteil herausstellen, um die besten Köpfe für sich zu begeistern und eine hohe Identifikation zu fördern.
Der Weg zu diesem langfristigen Ziel sollte von der Politik, der Wirtschaft und den Eltern gemeinsam entwickelt werden, empfiehlt Chrestensen. Dazu habe die Wirtschaft bereits klare Vorstellungen für Leitlinien aufgestellt. Die Einführung des Faches Medienkunde im kommenden Schuljahr entspreche diesem Ansatz. Die von der Industrie- und Handelskammer forcierte Ausrüstung der Thüringer Schulen mit Computertechnik sei nur ein Beispiel für die Handlungsbereitschaft der Wirtschaft. Fast eine Million Mark sind dafür von den Unternehmern der Industrie- und Handelskammer durch Sponsoring aufgebracht worden. Allerdings bleibe die Frage, ob die Lehrer auf die Anwendung der neuen Informationstechniken ausreichend vorbereitet sind. Im vergangenen Jahr nahmen von 27.000 Lehrkräften nur etwa ein Fünftel an Weiterbildungsveranstaltungen dazu teil.
Autor: nnzZiel aus Sicht der Industrie- und Handelskammer muß der Übergang von einer Schulverwaltung hin zu einem modernen Management von Unterricht und Erziehung. Auch die Schulen müssen sich den allgemeinen Wettbewerbsbedingungen stellen, fordert Niels Lund Chrestensen, Präsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt. Nur dadurch könne eine neue Qualität der Bildung erreicht werden. Jeder Schulleiter müsse die Chance erhalten, ein unverwechselbares Schulimage und ein eigenes Standortprofil in der Öffentlichkeit zu entwickeln. Die Schule könnte damit ihre jeweilige Einzigartigkeit als Wettbewerbsvorteil herausstellen, um die besten Köpfe für sich zu begeistern und eine hohe Identifikation zu fördern.
Der Weg zu diesem langfristigen Ziel sollte von der Politik, der Wirtschaft und den Eltern gemeinsam entwickelt werden, empfiehlt Chrestensen. Dazu habe die Wirtschaft bereits klare Vorstellungen für Leitlinien aufgestellt. Die Einführung des Faches Medienkunde im kommenden Schuljahr entspreche diesem Ansatz. Die von der Industrie- und Handelskammer forcierte Ausrüstung der Thüringer Schulen mit Computertechnik sei nur ein Beispiel für die Handlungsbereitschaft der Wirtschaft. Fast eine Million Mark sind dafür von den Unternehmern der Industrie- und Handelskammer durch Sponsoring aufgebracht worden. Allerdings bleibe die Frage, ob die Lehrer auf die Anwendung der neuen Informationstechniken ausreichend vorbereitet sind. Im vergangenen Jahr nahmen von 27.000 Lehrkräften nur etwa ein Fünftel an Weiterbildungsveranstaltungen dazu teil.
