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Umbach: Erfolg mit Schattenseiten

Freitag, 13. März 2015, 12:48 Uhr
Im Landkreis Nordhausen ist die Arbeitslosigkeit von Februar 2009 mit 15,3% auf 9,3% im März 2015 gesunken. „Ein Erfolg mit Schattenseiten.“, sagt Heike Umbach, Linke-Landratskandidatin und Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft in Sollstedt...


„Nach der Wirtschafts- un Finanzkrise sind auch im Landkreis Nordhausen viele reguläre Beschäftigungsverhältnisse durch prekäre ersetzt worden. Die Niedriglohnpolitik einiger Unternehmen machte in den vergangenen Jahren Menschen zu Aufstockern. Das ist nicht nur unredlich, sondern belastet den Kreishaushalt bei den Kosten der Unterkunft. Wir brauchen erfolgreiche Unternehmen und gute Arbeit.“, wirbt die LINKE-Kandidatin.

Dem Landkreis Nordhausen wurde durch unabhängige Prüfung bescheinigt, dass es nicht mehr viel zu sparen gibt und das Defizit struktureller Natur ist. Es müsse darum gerungen werden, dass in Zukunft die Einnahmeseite des Kreishaushaltes massiv gestärkt wird, um auch in Zukunft Schulen und die soziale Infrastruktur zu erhalten und zu modernisieren.

Und das sagt Umbach, gehe nur, wenn der Wirtschaftsstandort Südharz gestärkt wird. „Mehr Unternehmensansiedlungen; die Einheit von Ökonomie und Ökologie sowie gute Arbeits- und Entgeltbedingungen, müssen zum Motor der Region werden.“

Umbach (Foto: LINKE Nordhausen) Umbach (Foto: LINKE Nordhausen) Umbachs Gleichung simpel aber wahr: Der Ausbau und die Neuansiedlung von Unternehmen bedeuten höhere Gewerbesteuereinnahmen in den Kommunen. Eine höhere Steuerkraft der Kommunen bedeutet für den Landkreis höhere Kreisumlageeinnahmen, ohne dabei den Umlagesatz erhöhen zu müssen. Mehr Wirtschaft bedeutet aber auch, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Und gute Arbeits- und Entgeltbedingungen generieren eine höhere Kaufkraft der Menschen im Landkreis und eine Stärkung der gesamten Wirtschaft, auch im Dienstleistungsbereich und im Handel.

Umbachs Vision sieht eine gemeinsame Wirtschaftsförderung für den gesamten Landkreis vor. „Stadt und Landkreis müssen weiter zusammenrücken und die Zusammenarbeit mit der Landesentwicklungsgesellschaft und der Thüringer Aufbaubank ausbauen. An freien Flächen mangelt es im Landkreis nicht. Aber wir brauchen Spitzenbedingungen für Unternehmen und Spitzenbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Beides ist möglich! Das beweisen inzwischen viele Unternehmen im Landkreis Nordhausen, denen wir unseren Dank zollen sollten“, so Umbach, die sich erfreut zeigt, dass mehr und mehr erfolgreiche Unternehmen wieder den Weg in eine Tarifbindung finden.

Die harte Wirtschaftsförderung, gebunden an gesetzliche Förderbedingungen die gute Arbeit sicherstellen ist laut Umbach aber nicht das Einzige was Landkreis, Freistaat und Bund sicherstellen müssen. „Weiche Standortfaktoren, wie soziale Einrichtungen, zum Beispiel Jugendclubs und Angebote für die ältere Generation die erhalten oder möglichst auszubauen sind, sind ebenso wichtig wie Schulen und Hochschule, eine weiterhin gut ausgebaute medizinische Infrastruktur sowie kulturelle Angebote wie Theater, Kino und Vereinsleben, die
das Leben im Landkreis attraktiv machen.“
Autor: red

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