Es gärt gewaltig im Regelbetrieb
Mittwoch, 11. März 2015, 13:20 Uhr
Seit einigen Tagen ist in der Biomethananlage der EVN-Tochter bei Bielen vom Probe- auf den Regelbetrieb umgestellt worden. Die nnz-Redaktion stattete dem einstigen Streitobjekt einen Besuch ab...
Külbel (links), Göppel (Foto: nnz)
Hier oben in luftiger Höhe, auf dem "Dach" eines der beiden Fermenter, stehen EVN-Geschäftsführer Rolf Göppel und Projektleiter Joachim Külbel. Unter ihnen gärt die Biomasse planmäßig. Der Blick nach unten sowie über das 3,5 Hektar große Gelände zeigt vor allem, hier ist alles sauber und ordentlich.
Kleine Restarbeiten an den Wegen und Straßen müssen noch erledigt werden. "Seit dem 27. Februar, nach der eichrechtlichen Abnahme, speisen wir kontinuierlich Biomethangas in das städtische Mitteldrucknetz ein. Wenn die geplante Leistung von 350 Normenkubikmeter erreicht wird, dann erzeugen wir in einer Stunde mit unserer Anlage solch eine Gasmenge, mit der ein Einfamilienhaus ein ganzes Jahr auskommen würde", schwärmt Rolf Göppel.
Diese volle Leistung soll in knapp zwei Wochen erreicht werden, Bakterien lassen sich eben nicht durch Vorgaben "zur Arbeit" zwingen. Und damit in den beiden Fermentern auch alles nach Plan läuft, werden täglich Proben entnommen, die in einem Nordhäuser Labor auf kurzem Wege analysiert und ausgewertet werden.
Beim Blick von oben fallen in Richtung Norden die großen Silos auf. Alles sauber abgedeckt, eine Kehrmaschine ist im Einsatz. Hier lagern 20.000 Tonnen Maissilage und 6.000 Tonnen Zuckerrüben. Seit Januar werden täglich 50 Tonnen Schlempe zugeführt.
Wenn die Bakterien ihren Job erledigt haben, dann wandern die Gärreste automatisch in die vier riesigen Behälter. Zwischen Mitte Februar und Mitte November wird die Gärreste an die Landwirte, die im Herbst für die Ausgangsstoffe sorgen, als wertvoller Dünger abgegeben. In voller Menge allerdings erst im nächsten Jahr.
Wieder unten am Boden angelangt, sucht man lange nach diesem befürchteten süßlichen Geruch. Nur an einer Stelle weht es mal kurz in die Nase, sonst ist nichts zu spüren auf dem Gelände einer der größten Biomethananlagen in Thüringen. Die soll - so der Plan - 34 Millionen Kilowattstunden Energie liefern, das sind zwischen 12 und 13 Prozent der Gasmenge, die von der EVN an deren Kunden geliefert werden.
Kleinschmidt (Foto: nnz)
Im Kontrollraum überwacht Sandro Kleinschmidt die gesamte Anlage. Wenn seine Schicht gegen 16 Uhr zu Ende ist, dann wird die komplette Überwachung der Anlage auf die Leitstelle der EVN in der Straße der Genossenschaften umgeschaltet. Die Anlage ist damit immer unter Kontrolle, 24 Stunden am Tag.
"Im Frühjahr laden wir interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Tag der offenen Tür ein. Hier kann jeder sehen und erleben, wie sauber alternative Energiegewinnung vonstatten geht. Wir sind stolz auf diese Anlage und wollen uns schon mal an dieser Stelle bei allen am Bau beteiligten Unternehmen bedanken. Die kamen zum größten Teil aus unserer Region und haben eine tolle Arbeit abgeliefert", resümiert Projektleiter Külbel.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Külbel (links), Göppel (Foto: nnz)
Hier oben in luftiger Höhe, auf dem "Dach" eines der beiden Fermenter, stehen EVN-Geschäftsführer Rolf Göppel und Projektleiter Joachim Külbel. Unter ihnen gärt die Biomasse planmäßig. Der Blick nach unten sowie über das 3,5 Hektar große Gelände zeigt vor allem, hier ist alles sauber und ordentlich.
Kleine Restarbeiten an den Wegen und Straßen müssen noch erledigt werden. "Seit dem 27. Februar, nach der eichrechtlichen Abnahme, speisen wir kontinuierlich Biomethangas in das städtische Mitteldrucknetz ein. Wenn die geplante Leistung von 350 Normenkubikmeter erreicht wird, dann erzeugen wir in einer Stunde mit unserer Anlage solch eine Gasmenge, mit der ein Einfamilienhaus ein ganzes Jahr auskommen würde", schwärmt Rolf Göppel.
Diese volle Leistung soll in knapp zwei Wochen erreicht werden, Bakterien lassen sich eben nicht durch Vorgaben "zur Arbeit" zwingen. Und damit in den beiden Fermentern auch alles nach Plan läuft, werden täglich Proben entnommen, die in einem Nordhäuser Labor auf kurzem Wege analysiert und ausgewertet werden.
Beim Blick von oben fallen in Richtung Norden die großen Silos auf. Alles sauber abgedeckt, eine Kehrmaschine ist im Einsatz. Hier lagern 20.000 Tonnen Maissilage und 6.000 Tonnen Zuckerrüben. Seit Januar werden täglich 50 Tonnen Schlempe zugeführt.
Wenn die Bakterien ihren Job erledigt haben, dann wandern die Gärreste automatisch in die vier riesigen Behälter. Zwischen Mitte Februar und Mitte November wird die Gärreste an die Landwirte, die im Herbst für die Ausgangsstoffe sorgen, als wertvoller Dünger abgegeben. In voller Menge allerdings erst im nächsten Jahr.
Wieder unten am Boden angelangt, sucht man lange nach diesem befürchteten süßlichen Geruch. Nur an einer Stelle weht es mal kurz in die Nase, sonst ist nichts zu spüren auf dem Gelände einer der größten Biomethananlagen in Thüringen. Die soll - so der Plan - 34 Millionen Kilowattstunden Energie liefern, das sind zwischen 12 und 13 Prozent der Gasmenge, die von der EVN an deren Kunden geliefert werden.
Kleinschmidt (Foto: nnz)
Im Kontrollraum überwacht Sandro Kleinschmidt die gesamte Anlage. Wenn seine Schicht gegen 16 Uhr zu Ende ist, dann wird die komplette Überwachung der Anlage auf die Leitstelle der EVN in der Straße der Genossenschaften umgeschaltet. Die Anlage ist damit immer unter Kontrolle, 24 Stunden am Tag.
"Im Frühjahr laden wir interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Tag der offenen Tür ein. Hier kann jeder sehen und erleben, wie sauber alternative Energiegewinnung vonstatten geht. Wir sind stolz auf diese Anlage und wollen uns schon mal an dieser Stelle bei allen am Bau beteiligten Unternehmen bedanken. Die kamen zum größten Teil aus unserer Region und haben eine tolle Arbeit abgeliefert", resümiert Projektleiter Külbel.
Peter-Stefan Greiner


















