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Abgesagt - die offizielle Begründung

Mittwoch, 11. März 2015, 11:36 Uhr
So, wie es die evangelische Kirche mit Superintendent Schwarze an der Spitze gefordert hatte, so wird es nun Realität: Ein Osterfest auf dem Petersberg wird in diesem Jahr nicht geben...


"In diesem Jahr wird es kein Osterfest auf dem Petersberg geben – mit Blick auf den zeitgleich stattfindenden 70. Jahrestag der Zerstörung der Stadt Nordhausen. Insbesondere der Petersberg war ein Ort der stärksten Zerstörungen. Durch einen Bombentreffer wurde auch die dort befindliche Kirche zerstört, in der viele Bürger Schutz gesucht hatten."

Das ist die offizielle Begründung aus dem Rathaus für die Absage. Die kann man für richtig halten, muss man aber nicht. Vermutlich ist einige Zeit nach einer solchen Begründung gesucht worden und die Verwalter dieser Stadt waren frohen Mutes, dass sie nicht andere Gründe nennen mussten: Zum Beispiel, dass kein Geld in der Stadtkasse für diesen Familientag sei.

Oder zum Beispiel, dass man dem Drängen aus Kirchenkreisen nachgegeben habe, dass Ruhe zu herrschen habe an diesem Ostersamstag in dieser Stadt. So wird eine jahrelange Tradition für Kinder, für Familien temporär zu Grabe getragen. Ob sie im kommenden Jahr wiederbelebt werden wird, das steht in den Sternen. Das Gedenken an die Tausende Opfer der verheerenden Bombenangriffe auf Nordhausen kann es im kommenden Jahr nicht sein. Der ruhige Karsamstag fällt auf den 26. März.

Gut nur für alle Fußballfans an diesem Wochenende: Wacker Nordhausen in Neustrelitz zu Gast ist. Sonst hätte dieses Spiel vielleicht noch verlegt werden müssen...
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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