Auf Tour in Sachen Theaterfusion
Dienstag, 05. Juni 2001, 15:42 Uhr
Nordhausen (nnz). In Sachen Theater waren Vertreter der Gesellschafter der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH auf Erkundungstour in Thüringen. Sie hielten Ausschau nach Partnern. nnz sagt Ihnen, wer diese Partner sein könnten.
Hintergrund der Diplomaten-Tour, wie es der Vorsitzende des Aufsichtsrates der GmbH, Klaus Wahlbuhl, ausdrückte, sind die Bestrebungen des Landes Thüringen, die Theaterlandschaft im Freistaat zu straffen. Ab 2004 fehlt einfach das Geld, um die jetzige zugesicherte Finanzierung erneut aufzustocken. Die kommunalen Gesellschafter der Theater hingegen haben nicht das nötige Kleingeld, um zu erwartende Tariferhöhungen zu kompensieren.
Allein aus geographischen Gegebenheiten käme eine Fusion des Nordhäuser Theaters mit Meiningen und Eisenach in Frage. Nach nnz-Informationen trafen sich am Freitag vergangener Woche Vertreter der Gesellschafter aus Nordhausen, Meiningen und Eisenach in Gotha. Dem vorausgegangen waren Sondierungsgespräche mit Mitarbeitern des Thüringer Wissenschaftsministeriums. Fazit der Gespräche: Man werde sich in den kommenden Monaten öfter treffen, die Sondierungen sollen in fachliche, bereits konkretere Gespräche übergehen. Fakt ist, die Theaterlandschaft in Thüringen wird ab 2004 eine andere sein, als sie jetzt dem Publikum lieb geworden ist.
Klar ist, daß das Nordhäuser Theater, aber auch die Musentempel in Eisenach und Meiningen Federn in Form von Sparten lassen müssen. Dabei soll Nordhausen nicht zum Bespielort degradiert werden, sondern soll als Ensemblestandort erhalten werden. Eine nicht unwesentliche Rolle in dem Spiel könnte nach nnz-Recherchen dann auch die Thüringen-Philharmonie Gotha/Suhl einnehmen. Hier seien die Karten jedoch noch nicht einmal gemischt, erfuhr nnz aus Ministeriumskreisen in Erfurt.
Mit einem einheitlichen Standpunkt wollen die Vertreter der Theatergesellschafter aus Nordhausen, Meiningen und Eisenach vielleicht noch in diesem Jahr die Gespräche mit dem Ministerium suchen und einen entscheidungsreifen Vorschlag für die Zukunft der drei Häuser vorlegen. Die letztendliche Entscheidung wird jedoch zweifelsfrei in Erfurt fallen, sich aber an den Vorschlägen der betroffenen Theater anlehnen, hofft Klaus Wahlbuhl.
Autor: nnzHintergrund der Diplomaten-Tour, wie es der Vorsitzende des Aufsichtsrates der GmbH, Klaus Wahlbuhl, ausdrückte, sind die Bestrebungen des Landes Thüringen, die Theaterlandschaft im Freistaat zu straffen. Ab 2004 fehlt einfach das Geld, um die jetzige zugesicherte Finanzierung erneut aufzustocken. Die kommunalen Gesellschafter der Theater hingegen haben nicht das nötige Kleingeld, um zu erwartende Tariferhöhungen zu kompensieren.
Allein aus geographischen Gegebenheiten käme eine Fusion des Nordhäuser Theaters mit Meiningen und Eisenach in Frage. Nach nnz-Informationen trafen sich am Freitag vergangener Woche Vertreter der Gesellschafter aus Nordhausen, Meiningen und Eisenach in Gotha. Dem vorausgegangen waren Sondierungsgespräche mit Mitarbeitern des Thüringer Wissenschaftsministeriums. Fazit der Gespräche: Man werde sich in den kommenden Monaten öfter treffen, die Sondierungen sollen in fachliche, bereits konkretere Gespräche übergehen. Fakt ist, die Theaterlandschaft in Thüringen wird ab 2004 eine andere sein, als sie jetzt dem Publikum lieb geworden ist.
Klar ist, daß das Nordhäuser Theater, aber auch die Musentempel in Eisenach und Meiningen Federn in Form von Sparten lassen müssen. Dabei soll Nordhausen nicht zum Bespielort degradiert werden, sondern soll als Ensemblestandort erhalten werden. Eine nicht unwesentliche Rolle in dem Spiel könnte nach nnz-Recherchen dann auch die Thüringen-Philharmonie Gotha/Suhl einnehmen. Hier seien die Karten jedoch noch nicht einmal gemischt, erfuhr nnz aus Ministeriumskreisen in Erfurt.
Mit einem einheitlichen Standpunkt wollen die Vertreter der Theatergesellschafter aus Nordhausen, Meiningen und Eisenach vielleicht noch in diesem Jahr die Gespräche mit dem Ministerium suchen und einen entscheidungsreifen Vorschlag für die Zukunft der drei Häuser vorlegen. Die letztendliche Entscheidung wird jedoch zweifelsfrei in Erfurt fallen, sich aber an den Vorschlägen der betroffenen Theater anlehnen, hofft Klaus Wahlbuhl.
