"Sein oder Nichtsein[...]"
Montag, 02. März 2015, 06:43 Uhr
Shakespeare auf einer kleinen Studiobühne... Gewagt? Warum nicht? Es ist kein einfacher Stoff, an den sich der Schauspieler und Regisseur Klaus Heydenbluth gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der pro vita Akademie herangewagt hat...
Die zukünftigen Sozialassistenten befassen sich im Unterricht mit dem Darstellenden Spiel, und so kam es zu Hamlet. Sie haben die Sichtweise der Shakespeare’schen Tragödie aus den Augen einer Schauspieltruppe erlebt.
Hamlet hatte durch die Geister der Nacht vom Mord an seinem Vater erfahren. Er sollte ihn rächen und den neuen König, seinen Onkel, töten. Er ging zur Schauspieltruppe Die Theaterseelen. Diese übten gerade an einem unbekannten Klassiker mit den Worten Habe nun Philosophie, Juristerei und Medizin[…] als Hamlet mit dem überaus lukrativen Angebot kam, ein neues Stück am Hofe des Königs aufzuführen. Er hatte das Stück auch gleich mitgebracht und bezahlte mit viel Geld dafür.
Die Schauspieler, die immer in finanziellen Schwierigkeiten waren, griffen zu und begannen sogleich zu üben. Da sie sich aber nicht einigen konnten, wer die Rollen am besten zu spielen vermochte, entschlossen sie sich stattdessen ein Puppenspiel aufzuführen. Heydenbluth verlagert damit die Handlung auf verschiedene Ebenen und mischt das Stück mit Puppenspiel, realer Darstellung und auch Elementen aus dem Schattentheater.
Die Aufführung fand statt und dem König wurde der Mord an Hamlets Vater als Puppenspiel präsentiert. Erwartungsgemäß reagierte er mit Wut auf den Skandal. Die Schauspieler ergriffen die Flucht, als sie merkten, dass da "etwas [...] faul [war] im Staate Dänemark", und überließen Hamlet das Feld. Wie man weiß, plante nun der König die Ermordung des Prinzen. Wie die Geschichte ausgeht, sollte sich aber jeder am besten selbst ansehen. Die Inszenierung ist mit witzigen Ideen und Zitaten ausgestattet und auch die Musik kommt nicht zu kurz.
Ein Krimi, der den Zuschauer in die Welt Shakespeares einführt ohne zu langweilen oder zu überlasten. Für Deutschlehrer und Schulklassen, die sich mit Hamlet mal aus einer anderen Sicht beschäftigen wollen, eine gute Gelegenheit. Denn wo wird Hamlet sonst gerade noch gespielt? Das Publikum belohnte die Premiere mit viel Applaus und wünschte den jungen Akteuren noch viel Erfolg bei den weiteren Aufführungen.
Die nächsten Vorstellungen finden am 3. und 5. März um 19.00 Uhr im Studiotheater der pro vita Akademie Nordhausen in der Geschwister-Scholl-Str. 9 statt. Karten sind unter 03631/ 988665 oder an der Abendkasse erhältlich. Eine Vorstellung dauert ca. 50 min.
Uwe Rüdiger
Autor: redDie zukünftigen Sozialassistenten befassen sich im Unterricht mit dem Darstellenden Spiel, und so kam es zu Hamlet. Sie haben die Sichtweise der Shakespeare’schen Tragödie aus den Augen einer Schauspieltruppe erlebt.
Hamlet hatte durch die Geister der Nacht vom Mord an seinem Vater erfahren. Er sollte ihn rächen und den neuen König, seinen Onkel, töten. Er ging zur Schauspieltruppe Die Theaterseelen. Diese übten gerade an einem unbekannten Klassiker mit den Worten Habe nun Philosophie, Juristerei und Medizin[…] als Hamlet mit dem überaus lukrativen Angebot kam, ein neues Stück am Hofe des Königs aufzuführen. Er hatte das Stück auch gleich mitgebracht und bezahlte mit viel Geld dafür.
Die Schauspieler, die immer in finanziellen Schwierigkeiten waren, griffen zu und begannen sogleich zu üben. Da sie sich aber nicht einigen konnten, wer die Rollen am besten zu spielen vermochte, entschlossen sie sich stattdessen ein Puppenspiel aufzuführen. Heydenbluth verlagert damit die Handlung auf verschiedene Ebenen und mischt das Stück mit Puppenspiel, realer Darstellung und auch Elementen aus dem Schattentheater.
Die Aufführung fand statt und dem König wurde der Mord an Hamlets Vater als Puppenspiel präsentiert. Erwartungsgemäß reagierte er mit Wut auf den Skandal. Die Schauspieler ergriffen die Flucht, als sie merkten, dass da "etwas [...] faul [war] im Staate Dänemark", und überließen Hamlet das Feld. Wie man weiß, plante nun der König die Ermordung des Prinzen. Wie die Geschichte ausgeht, sollte sich aber jeder am besten selbst ansehen. Die Inszenierung ist mit witzigen Ideen und Zitaten ausgestattet und auch die Musik kommt nicht zu kurz.
Ein Krimi, der den Zuschauer in die Welt Shakespeares einführt ohne zu langweilen oder zu überlasten. Für Deutschlehrer und Schulklassen, die sich mit Hamlet mal aus einer anderen Sicht beschäftigen wollen, eine gute Gelegenheit. Denn wo wird Hamlet sonst gerade noch gespielt? Das Publikum belohnte die Premiere mit viel Applaus und wünschte den jungen Akteuren noch viel Erfolg bei den weiteren Aufführungen.
Die nächsten Vorstellungen finden am 3. und 5. März um 19.00 Uhr im Studiotheater der pro vita Akademie Nordhausen in der Geschwister-Scholl-Str. 9 statt. Karten sind unter 03631/ 988665 oder an der Abendkasse erhältlich. Eine Vorstellung dauert ca. 50 min.
Uwe Rüdiger


