Ilfelder Discounter ist vom Tisch
Mittwoch, 25. Februar 2015, 21:15 Uhr
Die Gemeinderäte der Landgemeinde Harztor haben auf ihrer heutigen Sitzung beschlossen, die Ansiedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes nicht weiter zu verfolgen und das ziemlich eindeutig...
Der Gemeinderat in Harztor hat sich heute mit 13 von 17 Stimmen gegen eine Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes auf dem Ilfelder Gewerbegebiet ausgesprochen. Allein Gisela Gärtner (SPD) stimmte gegen diese Beschlussfassung.
Der Weg dahin war jedoch nicht einfach. Seit vielen Monaten beschäftigten sich die Mitglieder mit der Ansiedlung. Von einem REWE Markt nahm man schnell Abstand, weil die Auswirkungen für die Geschäfte im Ortskern existenzgefährdend wären, hieß es in einer Marktanalyse. Vor rund einer Woche stellte Georg Sehling, Beauftragter des Investors Domizil Hausbau, dem Ilfelder Ortschaftsrat ein neues Projekt mit einer Wohnungsbebauung vor und auch heute warb er für die Möglichkeit, sich mit der neuen Situation auseinander zu setzen. NORMA mit 700 bis 900 Artikeln würde kommen, wenn man sie lässt. Zu den Auswirkungen eines Discounters auf die Geschäfte im Ortskern gibt es jedoch noch keine Auswirkungsanalyse, erklärte Sehling den Gemeinderäten.
Auch Gisela Gärtner setzte sich dafür ein, das Vorhaben einer Marktansiedlung nicht auf Eis zu legen. Die Ilfelder wünschen sich eine Befragung. Diese Befragung müsste von der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/ Südharz in Auftrag gegeben werden und auch von ihr bezahlt werden, entgegnete Swantje Müller, die gemeinsam mit den Gewerbetreibenden 700 Unterschriften gegen die Ansiedlung sammelte. Wir wollen nur den Ortskern mit den vielen kleinen Geschäften erhalten, erklärte sie.
Ausschlaggebend für die heutige Entscheidung war die Einigkeit der CDU- und der UWL-Fraktion. Wir haben gestern getagt und lange diskutiert, sagte Günter Kurzius, Fraktionsvorsitzender der UWL. Die Entscheidung fiel uns nicht leicht aber die Bürger haben uns gewählt, Entscheidungen zu fällen. Die CDU-Fraktion hat sich ebenfalls einstimmig gegen eine Ansiedlung ausgesprochen, erklärte der Ilfelder Ortsteilbürgermeister Hartmut Sauermann (CDU). Der EDEKA zahlt Gewerbesteuern an die Gemeinde, NORMA würde nicht an die Gemeinde zahlen und somit den Haushalt der Landgemeinde schwächen und vielleicht die Steuerlast der Bürger erhöhen.
Sandra Witzel
Autor: swiDer Gemeinderat in Harztor hat sich heute mit 13 von 17 Stimmen gegen eine Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes auf dem Ilfelder Gewerbegebiet ausgesprochen. Allein Gisela Gärtner (SPD) stimmte gegen diese Beschlussfassung.
Der Weg dahin war jedoch nicht einfach. Seit vielen Monaten beschäftigten sich die Mitglieder mit der Ansiedlung. Von einem REWE Markt nahm man schnell Abstand, weil die Auswirkungen für die Geschäfte im Ortskern existenzgefährdend wären, hieß es in einer Marktanalyse. Vor rund einer Woche stellte Georg Sehling, Beauftragter des Investors Domizil Hausbau, dem Ilfelder Ortschaftsrat ein neues Projekt mit einer Wohnungsbebauung vor und auch heute warb er für die Möglichkeit, sich mit der neuen Situation auseinander zu setzen. NORMA mit 700 bis 900 Artikeln würde kommen, wenn man sie lässt. Zu den Auswirkungen eines Discounters auf die Geschäfte im Ortskern gibt es jedoch noch keine Auswirkungsanalyse, erklärte Sehling den Gemeinderäten.
Auch Gisela Gärtner setzte sich dafür ein, das Vorhaben einer Marktansiedlung nicht auf Eis zu legen. Die Ilfelder wünschen sich eine Befragung. Diese Befragung müsste von der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/ Südharz in Auftrag gegeben werden und auch von ihr bezahlt werden, entgegnete Swantje Müller, die gemeinsam mit den Gewerbetreibenden 700 Unterschriften gegen die Ansiedlung sammelte. Wir wollen nur den Ortskern mit den vielen kleinen Geschäften erhalten, erklärte sie.
Ausschlaggebend für die heutige Entscheidung war die Einigkeit der CDU- und der UWL-Fraktion. Wir haben gestern getagt und lange diskutiert, sagte Günter Kurzius, Fraktionsvorsitzender der UWL. Die Entscheidung fiel uns nicht leicht aber die Bürger haben uns gewählt, Entscheidungen zu fällen. Die CDU-Fraktion hat sich ebenfalls einstimmig gegen eine Ansiedlung ausgesprochen, erklärte der Ilfelder Ortsteilbürgermeister Hartmut Sauermann (CDU). Der EDEKA zahlt Gewerbesteuern an die Gemeinde, NORMA würde nicht an die Gemeinde zahlen und somit den Haushalt der Landgemeinde schwächen und vielleicht die Steuerlast der Bürger erhöhen.
Sandra Witzel
