Heringen: Ringleitung oder Insellösung?
Dienstag, 24. Februar 2015, 19:49 Uhr
Rund 50 Einwohner der Landgemeinde Heringen kamen am Abend zur alljährlichen Einwohnerversammlung in die Aula der Grund- und Regelschule Heringen. Im Mittelpunkt stand unter anderen die Gegenwart und die Zukunft der Trinkwasserversorgung...
Ein Vertreter eines Projektbüros schilderte die Ergebnisse der Arbeit. Vorgestellt wurden mehrere Varianten, unter anderem das Zurückfahren der Einspeisung von Wasser aus dem Nordhäuser Wasserverband (WVN). Ausgangspunkt aller Angebote war die Unterstellung, dass bis zum Jahr 2013 der Wasserverbrauch um 17 Prozent zurückgehen wird.
Erläutert wurden danach die verschiedensten Varianten, zum Beispiel die einer Ringleitung oder die einer Insellösung samt deren technischer Details. Die Investitionskosten würden – je nach Variante – zwischen 1,6 und 3,8 Millionen Euro veranschlagt. Das hat noch keine Auswirkung auf die Gebühren.
Wohl aber der Verbrauch und die Betriebskosten: Wenn der Verband um Hamma und Heringen gestärkt wird, dann reduziert sich die Gebühr um rund 15 Prozent. Punkt: Die preiswerteste Lösung ist mittelfristig die Insellösung innerhalb des Verbandes Alter Stolberg mit 70 Cent pro Kubikmeter, langfristig jedoch wird die Ringleitung preiswerter. Parallel dazu würde sich natürlich auch die Grundgebühr in den kommenden Jahren erhöhen. Um jedoch noch konkreter zu werden, müssen weitere Untersuchungen erfolgen, sprich, mehr Arbeit für das Planungsbüro.
Fazit: Auf jeden Fall sollte man in der Goldenen Aue den Zusammenschluss mit den restlichen Gemeinden wagen, eine Abkopplung vom WVN sollte noch einmal überlegt werden. Schließlich habe der örtliche Trinkwasserverband keine Schulden, 900.000 Euro in der Rücklage und ein ausgebautes Rohrnetz, das durchweg jünger als 25 Jahre sei, sagte Bürgermeister Maik Schröter.
Es gab in der Diskussion aber auch eine Stimme, die für den Anschluss der Goldenen Aue an den Wasserverband Nordhausen plädierte. Es war die einzige an diesem Abend.
Nach dem Trinkwasser gab es seitens des Bürgermeisters Informationen zu umgesetzten Umstrukturierungen, zum Stand des Haushaltssicherungskonzepts und zur Vorstellung anstehender Bauprojekte. Zu den Umstrukturierungen sprach Stefan Nüßle, der zweite Beigeordnete des Landkreises Nordhausen.
So gebe es für den Schulstandort Heringen überhaupt keine Bedenken hinsichtlich seiner Zukunft. Sorgen bereitet hingegen immer noch der geplante Radweg zwischen Heringen und Auleben, der aber nach wie vor in den politischen Sternen stehen werde. Hier ist die Hoffnung der wohl verlässlichste Begleiter.
Nun zu den Bauvorhaben in der Landgemeinde. In Uthleben soll die Hahnstraße in diesem Jahr ausgebaut werden, entlang des Auleber Steinerstocks soll die Oberflächenwasserableitung reguliert werden. Im nächsten Jahr ist dann die grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Uthleben geplant und auch der Bauhof soll moderner Technik erhalten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redEin Vertreter eines Projektbüros schilderte die Ergebnisse der Arbeit. Vorgestellt wurden mehrere Varianten, unter anderem das Zurückfahren der Einspeisung von Wasser aus dem Nordhäuser Wasserverband (WVN). Ausgangspunkt aller Angebote war die Unterstellung, dass bis zum Jahr 2013 der Wasserverbrauch um 17 Prozent zurückgehen wird.
Erläutert wurden danach die verschiedensten Varianten, zum Beispiel die einer Ringleitung oder die einer Insellösung samt deren technischer Details. Die Investitionskosten würden – je nach Variante – zwischen 1,6 und 3,8 Millionen Euro veranschlagt. Das hat noch keine Auswirkung auf die Gebühren.
Wohl aber der Verbrauch und die Betriebskosten: Wenn der Verband um Hamma und Heringen gestärkt wird, dann reduziert sich die Gebühr um rund 15 Prozent. Punkt: Die preiswerteste Lösung ist mittelfristig die Insellösung innerhalb des Verbandes Alter Stolberg mit 70 Cent pro Kubikmeter, langfristig jedoch wird die Ringleitung preiswerter. Parallel dazu würde sich natürlich auch die Grundgebühr in den kommenden Jahren erhöhen. Um jedoch noch konkreter zu werden, müssen weitere Untersuchungen erfolgen, sprich, mehr Arbeit für das Planungsbüro.
Fazit: Auf jeden Fall sollte man in der Goldenen Aue den Zusammenschluss mit den restlichen Gemeinden wagen, eine Abkopplung vom WVN sollte noch einmal überlegt werden. Schließlich habe der örtliche Trinkwasserverband keine Schulden, 900.000 Euro in der Rücklage und ein ausgebautes Rohrnetz, das durchweg jünger als 25 Jahre sei, sagte Bürgermeister Maik Schröter.
Es gab in der Diskussion aber auch eine Stimme, die für den Anschluss der Goldenen Aue an den Wasserverband Nordhausen plädierte. Es war die einzige an diesem Abend.
Nach dem Trinkwasser gab es seitens des Bürgermeisters Informationen zu umgesetzten Umstrukturierungen, zum Stand des Haushaltssicherungskonzepts und zur Vorstellung anstehender Bauprojekte. Zu den Umstrukturierungen sprach Stefan Nüßle, der zweite Beigeordnete des Landkreises Nordhausen.
So gebe es für den Schulstandort Heringen überhaupt keine Bedenken hinsichtlich seiner Zukunft. Sorgen bereitet hingegen immer noch der geplante Radweg zwischen Heringen und Auleben, der aber nach wie vor in den politischen Sternen stehen werde. Hier ist die Hoffnung der wohl verlässlichste Begleiter.
Nun zu den Bauvorhaben in der Landgemeinde. In Uthleben soll die Hahnstraße in diesem Jahr ausgebaut werden, entlang des Auleber Steinerstocks soll die Oberflächenwasserableitung reguliert werden. Im nächsten Jahr ist dann die grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Uthleben geplant und auch der Bauhof soll moderner Technik erhalten.
Peter-Stefan Greiner

