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Forum: "Das darf doch wohl nicht wahr sein?"

Dienstag, 24. Februar 2015, 15:07 Uhr
Dokumentation der ARD, die gestern ausgestrahlt wurde. Inhalt: Jeden Tag werden im Durchschnitt 100 Kinder und Jugendliche aus ihren Familien genommen und in Einrichtungen untergebracht. Eine der sensibelsten Aufgaben des Staates - die Betreuung in diesen Notfällen - ist nahezu komplett privatisiert. Dazu Anmerkungen eines Lesers der Nordthüringer Online-Zeitungen...


Heute pla´n ich es ist ganz geheim,
ich baue mir ein „Kinderbetreuungsheim“.
Morgen drucke ich mir mein Diplom
und übermorgen kommt vom Staat die erste Kohle schon.

Dann kann ich mir aus den Familien die Kinder holen
und schicke sie für wenig Geld nach Polen.
Wie es den Kindern und Eltern dabei geht, ist mir völlig gleich,
Hauptsache ICH - werde damit reich!

Der Staat brüstet sich für seine Fürsorge voller Stolz,
er handelt mit Kindern - wie mit Holz.
Wie es dabei den Kindern geht, ist ihm scheißegal,
er erleidet dabei ja keine Qual.

Mein Eindruck von diesem Bericht war der, dass ich fast glaubte, ich sehe einen gut inszenierten Film, in dem die Kinder sehr gute Schauspieler waren. Doch – dann wurde es ja immer schlimmer.

Als der kleine Junge von der Polizei und dem Jugendamt, mit Gewalt von seiner Mutter getrennt wurde, verlor mein Gehirn denn Sinn fürs Farbfernsehen. Vor mir tauchten Schwarz/weiß-Bilder auf, in denen ich den Lagerarzt von Auschwitz, Mengele sah, wie er der Mutter das Kind entreißt.

So etwas geschieht in unserem SOZIALSTAAT? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Kinder sind zur Ware geworden, dubiose Unternehmer und Hochstapler verdienen sich daran eine goldene Nase! Wieso hat die polnische Dame Ewa Sterzinger überhaupt noch eine Gewerbeerlaubnis für diese Form der Kindesentführung/Kinderhandel? Wo sind wir nur hingekommen?

Heute sehe ich den Artikel/offenen Brief von gestern, mit anderen Augen. Kinderbetreuung gehört nun aus meiner Sicht niemals in ehrenamtliche Hände und schon gar nicht in ausländische!!

Wenn das Sozialamt für die Kinder verantwortlich sein will oder vielleicht mal sein muss, dann aber niemals bitte in geldgierige und korrupte (!) Hände von Betrügern und Hochstaplern. (wie gesehen)

Ich wünschte mir, es würde sich eine Anwaltskanzlei finden, die für die Kinder Schmerzensgeld beim Staat und Frau Sterzinger einklagen würde, damit sie wenigstens eine Art Wiedergutmachung für ihr Leid bekämen. Die herzlosen, verantwortlichen Mitarbeiter des Sozialamtes eine angemessene Strafe erhalten und an der Spitze, Frau Ewa Sterzinger Deutschland sofort verlassen muss. Ihr Vermögen käme einem Kinderheim in Deutschland zu Gute.
Jochen Kleemann, Nordhausen

Den Link zum Film gibt es hier: http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Mit-Kindern-Kasse-m/Das-Erste/Video?documentId=26694946&bcastId=799280
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Autor: red

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