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Das Theater erhalten, wie es ist

Dienstag, 24. Februar 2015, 14:03 Uhr
In zwei Jahren laufen die Verträge über die Finanzierung des Nordhäuser Theaters aus. Trotz klammer Kassen möchte die Stadt den "Leuchtturm" Theater in seiner jetzigen Form erhalten. Von Seiten des Landes bekommt derzeit aber nicht mehr als "wichtige Signale"...

Mit Blick auf das Auslaufen der Verträge zur Finanzierung des Theaters im Jahr 2017 haben jetzt die Verhandlungen mit dem Freistaat Thüringen zur Weiterfinanzierung begonnen. Dazu waren jetzt die zuständige Dezernentin Hannelore Haase und Dr. Zeh zu Gesprächen in die Thüringer Staatskanzlei eingeladen sowie die anderen kommunalen Träger der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH und der anderen Thüringer Bühnen.

Nach diesem 1. Termin in der Staatskanzlei gibt sich Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh optimistisch: „Minister Dr. Benjamin-Immanuel Hoff hat uns versichert, dass es mit Blick auf den Koalitionsvertrag dabei bleibt: `Strukturen und Standorte bleiben erhalten´. Das ist ein wichtiges Signal.“ Er habe Verständnis für die Aussage, dass derzeit noch unklar sei, ob das Land das Kulturbudget halten könne, sagte der Oberbürgermeister weiter.

Musentempel mit Leuchtturmfunktion - die Stadt Nordhausen möchte das Theater erhalten wie es ist (Foto: Theater Nordhausen) Musentempel mit Leuchtturmfunktion - die Stadt Nordhausen möchte das Theater erhalten wie es ist (Foto: Theater Nordhausen) Für das kommende Treffen im März erhoffe er sich Klarheit, ob Nordhausens Bühne vom Freistaat in die Kategorie „überregional“ oder nur „regional“ eingestuft werde. „Das ist wichtig, weil es Bedenken bei den Trägern gab, dass nur die Theater der Kategorie `überregional´ dynamisiert gefördert werden -, also nur für diese Kategorie die Zuschüsse den allgemeinen Kostensteigerungen angepasst werden. Allerdings hat Staatssekretärin Dr. Babette Winter klar gestellt, das `regional´ keinesfalls Benachteiligung bedeute“, sagte Dr. Zeh.

„Wir werden auch künftig darlegen, dass unser Theater nicht nur eine Leuchtturmfunktion für den Norden Thüringens hat, sondern für den gesamten Südharzbereich bis nach Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, also überregional bedeutsam ist und betont, dass das Theater erhalten bleibt wie es ist: Als eigenproduzierendes Mehrspartentheater.“, sagte Dr. Zeh.

Die Theater Nordhausen / Loh-Orchester hat vier Gesellschafter: die Stadt Nordhausen (60% des Stammkapitals); die Stadt Sondershausen (20%); den Kyffhäuserkreis (10%); den Landkreis Nordhausen (10%).

Nach dem derzeit noch laufenden Finanzierungsvertrag gibt die Stadt Nordhausen einen jährlichen Zuschuss von 2,7 Millionen Euro. Der Freistaat bezuschusst die GmbH mit 4,9 Millionen Euro. In der jüngsten Spielzeit steigerte die GmbH die Besucherzahlen auf 106.000.
Autor: red

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