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Tag der seltenen Krankheiten

Freitag, 20. Februar 2015, 10:35 Uhr
Am 28. Februar wird der Tag der Seltenen Erkrankungen begangen. Bereits zum 8. Mal finden in über 80 Ländern Aktionen für die Waisen der Medizin statt. In Nordhausen will der Plasma-Service Europe auf die Krankheiten aufmerksam machen...

Denn die Seltenen haben ein großes Handicap. Ihr Auftreten ist so rar, in Deutschland sind ca. 4 Millionen Menschen betroffen, dass sie wenig Aufmerksamkeit erhalten. Es sind heutzutage bis zu 7.000 Krankheiten mit Seltenheitswert bekannt. Dazu gehören zahlreiche, durch Gendefekte ausgelöste Krankheiten. Ebenso sind vererbte Stoffwechselerkrankungen und auch schwere allergische Arzneimittelreaktionen der Haut bekannt.

Die meisten Krankheiten sind lebensbedrohend, chronisch und in 80 % der Fälle sind Kinder und Jugendliche betroffen.
Ein Beispiel ist die Hämophilie. In Deutschland sind ca. 6000 Menschen, meist Männer, erkrankt. Mit diesem Gendefekt verfügen sie nicht über eine ausreichende Blutgerinnung. Diese ist nach inneren und äußeren Verletzungen dafür zuständig, die Wunde zu schließen. Ist die Blutgerinnung gestört, wird es für den Erkrankten lebensgefährlich.

Plasmaspender Michael John spendet am Rathaus. (Foto: Plasma Service Europe) Plasmaspender Michael John spendet am Rathaus. (Foto: Plasma Service Europe)

Plasmaspender Michael John spendet am Rathaus.

Therapiert werden die Betroffenen, indem sie hochdosiert aus dem Blutplasma separierte Gerinnungsfaktoren erhalten. Pro Jahr werden dafür etwa 1560 Liter Plasma für einen Erkrankten benötigt. Ein Leben lang. Gewonnen werden die lebensrettenden Arzneimittel aus dem gespendeten Plasma vieler Freiwilliger. Um die medizinische Versorgung zu gewährleisten, werden dringend Plasmaspender gesucht.
Autor: red

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