Von Schweden bis Malta
Donnerstag, 19. Februar 2015, 12:38 Uhr
Fachkräfte aus dem europäischen Ausland werden immer wichtiger, das haben auch Nordthüringer Unternehmen erkannt. Erste haben trotz Sprachbarrieren und Kulturunterschieden den Schritt gewagt und einen ausländischen Mitarbeiter in das Unternehmen integriert. Wer diesen Schritt auch gehen möchte, der findet in Nordthüringen kompetente Hilfe...
Das vierköpfige Team des Europa-Service Nordthüringen (ESN) im Business and Innovation Centre Nordthüringen (BIC) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Europa und die Chancen, welche die Gemeinschaft bietet, den Menschen in der Region näher zu bringen. Und zwar ganz praktisch. Der ESN bietet neben Unternehmern, auch Auszubildenden, Schulen und anderen Interessierten kostenlose Unterstützung in Sachen EU. Konkret bedeutet das: Hilfe bei der Suche nach der passenden Fachkraft aus dem EU- Ausland, die finanzielle Unterstützung für ein Praktikum in einem fernen Land, Begleitung von ausländischen Auszubildenden oder Fachkräften die bereits vor Ort sind oder auch Informationen rund um Fördermittel der EU und Beratung bei der Antragsstellung.
Seit 2008 wird im Europa-Service an diesen Aufgaben gearbeitet. Wir haben uns über die Jahre hinweg in ganz Europa Kontakte aufgebaut, sagte Stephanie Kespohl, Leiterin des ESN. Das breite Netzwerk von Schweden bis Malta nutzt der Service als Verbindung zwischen den Unternehmen Nordthüringens und dem europäischen Ausland. Wir kennen die Probleme die auftreten können, seien es nun Sprachbarrieren oder ganz praktische Schwierigkeiten, wie der Nachzug der Familie. Wo wir können, helfen wir persönlich und können wir das nicht, wissen wir an wen man sich wenden kann, sagte Projektleiterin Kespohl.
In Zukunft will man sich noch stärker auf den Aspekt der Fachkräftegewinnung konzentrieren. Das europäische Ausland bietet auch in Sachen Ausbildung große Chancen, erläuterte Claudia Reich, Mitarbeiterin des Teams. Insbesondere gelte das für Betriebe, die ihre Ausbildungsstellen wegen Bewerbermangel nicht mehr besetzen können. Wen es aus Nordthüringen in die Ferne zieht, der findet im ESN ebenfalls die passenden Ansprechpartner.
Über Programm Azubi-Plus etwa kann der ESN Stipendien für Auslandsaufenthalte vergeben, die einen Großteil der anfallenden Kosten abdecken. Drei bis sechs Wochen darf der Aufenthalt dauern und kann auch von Lehrpersonal wahrgenommen werden. Keinerlei Beschränkungen unterliegt das Angebot Europa – Deine Chance, das ganz ähnlich angelegt ist, sich aber an Berufstätige und Arbeitssuchende wendet. Bundesweit sind derzeit noch wenige Plätze in diesem Programm zu vergeben und wir würden uns natürlich freuen, wenn jemand aus Nordthüringen dabei wäre und unsere zwei noch vorhandenen Stipendien nutzt, sagte Kespohl. Wer Interesse hat, muss sich allerdings sputen, ein Auslandsaufenthalt ist nur noch bis Ende Mai möglich, da das Programm in der neuen Förderperiode nicht weiter geführt wird.
Stephanie Kespohl (rechts im Bild), Claudia Reich und ihre Kollegen kennen sich im Dschungel der europäischen Förderrichtlinien bestens aus (Foto: Angelo Glashagel)
Stephanie Kespohl, Claudia Reich und ihre Kollegen kennen sich im Dschungel der europäischen Förderrichtlinien bestens aus
Wer sich als Unternehmen oder Verein nicht auf der Suche nach Arbeitskräften befindet, sondern von den vielfältigen Förderprogrammen der EU profitieren will, der sieht sich keinen Sprachbarrieren gegenüber, sondern einer Vielzahl an Regelungen und bürokratischer Hürden. Auch hier bietet der ESN Unterstützung an. Es gehört zu unserer täglichen Arbeit uns mit den Förderprogrammen und Richtlinien auseinanderzusetzen und da gibt es immer wieder Neuerungen, erläuterte Stephanie Kespohl, wir sind alle Experten was das anbelangt und helfen gerne bei der Antragsstellung. Der Europa-Service Nordthüringen selbst wird über den Europäischen Sozialfonds, ESF, gefördert.
Neben dem Fachwissen eint das Team auch die Begeisterung für den europäischen Gedanken. Denn Europa ist mehr als die EU, mehr als Fördermittel und Jobchancen. Für Schüler und Studenten bietet der ESN verschiedene Workshops an. Darüber hinaus organisiert der ESN am 15. April zusammen mit dem Jugendsozialwerk, dem Welcome Center Thuringia und der Nordhäuser Hochschule im Audimax einen Tag lang Workshops rund um das Thema Was geht mich Europa an? für Unternehmen, regionale Akteure und weitere Interessierte.
Wer es lieber etwas ungezwungener mag und die vier Europa-Enthusiasten einmal persönlich kennen lernen will, der kann heute Abend ab 18:30 Uhr im Café Central vorbeischauen. Dort trifft sich zum ersten Mal der Deutsch-Englische Stammtisch, den das Team ins Leben gerufen hat.
Alle Leistungen des Europa- Service Nordthüringens sind kostenfrei. Interessierte erreichen den ESN telefonisch unter 03631-918200, im Internet unter www.esn.bic-nordthueringen.de sowie unter www.facebook.com/ESN.BIC.
Angelo Glashagel
Autor: redDas vierköpfige Team des Europa-Service Nordthüringen (ESN) im Business and Innovation Centre Nordthüringen (BIC) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Europa und die Chancen, welche die Gemeinschaft bietet, den Menschen in der Region näher zu bringen. Und zwar ganz praktisch. Der ESN bietet neben Unternehmern, auch Auszubildenden, Schulen und anderen Interessierten kostenlose Unterstützung in Sachen EU. Konkret bedeutet das: Hilfe bei der Suche nach der passenden Fachkraft aus dem EU- Ausland, die finanzielle Unterstützung für ein Praktikum in einem fernen Land, Begleitung von ausländischen Auszubildenden oder Fachkräften die bereits vor Ort sind oder auch Informationen rund um Fördermittel der EU und Beratung bei der Antragsstellung.
Seit 2008 wird im Europa-Service an diesen Aufgaben gearbeitet. Wir haben uns über die Jahre hinweg in ganz Europa Kontakte aufgebaut, sagte Stephanie Kespohl, Leiterin des ESN. Das breite Netzwerk von Schweden bis Malta nutzt der Service als Verbindung zwischen den Unternehmen Nordthüringens und dem europäischen Ausland. Wir kennen die Probleme die auftreten können, seien es nun Sprachbarrieren oder ganz praktische Schwierigkeiten, wie der Nachzug der Familie. Wo wir können, helfen wir persönlich und können wir das nicht, wissen wir an wen man sich wenden kann, sagte Projektleiterin Kespohl.
In Zukunft will man sich noch stärker auf den Aspekt der Fachkräftegewinnung konzentrieren. Das europäische Ausland bietet auch in Sachen Ausbildung große Chancen, erläuterte Claudia Reich, Mitarbeiterin des Teams. Insbesondere gelte das für Betriebe, die ihre Ausbildungsstellen wegen Bewerbermangel nicht mehr besetzen können. Wen es aus Nordthüringen in die Ferne zieht, der findet im ESN ebenfalls die passenden Ansprechpartner.
Über Programm Azubi-Plus etwa kann der ESN Stipendien für Auslandsaufenthalte vergeben, die einen Großteil der anfallenden Kosten abdecken. Drei bis sechs Wochen darf der Aufenthalt dauern und kann auch von Lehrpersonal wahrgenommen werden. Keinerlei Beschränkungen unterliegt das Angebot Europa – Deine Chance, das ganz ähnlich angelegt ist, sich aber an Berufstätige und Arbeitssuchende wendet. Bundesweit sind derzeit noch wenige Plätze in diesem Programm zu vergeben und wir würden uns natürlich freuen, wenn jemand aus Nordthüringen dabei wäre und unsere zwei noch vorhandenen Stipendien nutzt, sagte Kespohl. Wer Interesse hat, muss sich allerdings sputen, ein Auslandsaufenthalt ist nur noch bis Ende Mai möglich, da das Programm in der neuen Förderperiode nicht weiter geführt wird.
Stephanie Kespohl (rechts im Bild), Claudia Reich und ihre Kollegen kennen sich im Dschungel der europäischen Förderrichtlinien bestens aus (Foto: Angelo Glashagel)
Stephanie Kespohl, Claudia Reich und ihre Kollegen kennen sich im Dschungel der europäischen Förderrichtlinien bestens aus
Wer sich als Unternehmen oder Verein nicht auf der Suche nach Arbeitskräften befindet, sondern von den vielfältigen Förderprogrammen der EU profitieren will, der sieht sich keinen Sprachbarrieren gegenüber, sondern einer Vielzahl an Regelungen und bürokratischer Hürden. Auch hier bietet der ESN Unterstützung an. Es gehört zu unserer täglichen Arbeit uns mit den Förderprogrammen und Richtlinien auseinanderzusetzen und da gibt es immer wieder Neuerungen, erläuterte Stephanie Kespohl, wir sind alle Experten was das anbelangt und helfen gerne bei der Antragsstellung. Der Europa-Service Nordthüringen selbst wird über den Europäischen Sozialfonds, ESF, gefördert.
Neben dem Fachwissen eint das Team auch die Begeisterung für den europäischen Gedanken. Denn Europa ist mehr als die EU, mehr als Fördermittel und Jobchancen. Für Schüler und Studenten bietet der ESN verschiedene Workshops an. Darüber hinaus organisiert der ESN am 15. April zusammen mit dem Jugendsozialwerk, dem Welcome Center Thuringia und der Nordhäuser Hochschule im Audimax einen Tag lang Workshops rund um das Thema Was geht mich Europa an? für Unternehmen, regionale Akteure und weitere Interessierte.
Wer es lieber etwas ungezwungener mag und die vier Europa-Enthusiasten einmal persönlich kennen lernen will, der kann heute Abend ab 18:30 Uhr im Café Central vorbeischauen. Dort trifft sich zum ersten Mal der Deutsch-Englische Stammtisch, den das Team ins Leben gerufen hat.
Alle Leistungen des Europa- Service Nordthüringens sind kostenfrei. Interessierte erreichen den ESN telefonisch unter 03631-918200, im Internet unter www.esn.bic-nordthueringen.de sowie unter www.facebook.com/ESN.BIC.
Angelo Glashagel
