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Soziales Kaufhaus feiert Geburtstag

Mittwoch, 18. Februar 2015, 09:46 Uhr
Seit den nunmehr neun Jahren seines Bestehens hat sich das Sozialkaufhaus "Stöbereck" des LIFT in der Handelslandschaft des Landkreises Nordhausen etabliert. Gedacht und immer noch mit dem gleichen Grundgedanken ausgestattet als Einkaufsstätte für Menschen, die nicht über den großen dicken Geldbeutel verfügen...

Die Historie des Soazialkaufhauses ist jedoch weit älter als die des Standortes am Taschenberg. Sie reicht bis in das Jahr 1995 zurück, als das Jugendsozialwerk eine Möbelkammer in der Ulrichstraße in Nordhausen einrichtete. Nach Standortverlagerungen wurde dann am 1. März 2006 das "Stöbereck" am Taschenberg 38a eröffnet.

Auf einer Verkaufsfläche von 1.000 Quadratmeter werden hier gebrauchte, gut erhaltene Möbel, Elektroartikel, Haushaltswaren, Bücher und Bekleidung verkauft. Und das mit einem ständig wachsenden Zuspruch, was in erster Linie auf die Tatsache schließen lässt, dass diejenigen, die sehr wenig Einkommen haben, einen immer größeren Teil unserer Gesellschaft ausmachen. Diese soziale Situation hat sich leider in all den Jahren nicht verändert, im Gegenteil, die Altersarmut nimmt zu. Anette Teichmann die Leiterin des Sozialkaufhauses, weist jedoch darauf hin, dass nicht nur sozial schwache Menschen gern gesehene Kunden sind, nein, das "Stöbereck" steht für jeden offen.

Neben dem materiellen Aspekt gibt es am Nordhäuser Taschenberg auch einen ökologischen. All das, was im "Stöbereck" angeboten wird, hat sozusagen ein zweites Leben bekommen. Es bleibt im Stoffkreislauf und landet nicht nach dem ersten Gebrauch auf der Deponie. Die Umwelt wird durch die Aufarbeitung von Möbeln und Geräten entlastet.

Das Stöbereck am Nordhäuser Taschenberg (Foto: Horizont e.V.) Das Stöbereck am Nordhäuser Taschenberg (Foto: Horizont e.V.)

Seit neun Jahren eine feste Größe in Nordhausen - das Sozialkaufhaus Stöbereck am Taschenberg

Wer also Zuhause ein älteres Möbelstück gegen ein Neues aus dem “normalen” Möbelhaus oder Katalog ersetzen will, der sollte unbedingt im "Stöbereck" anrufen. Die Mitarbeiter kommen zu Ihnen und begutachten das "gute Stück". Sollte es wieder aufgearbeitet werden können, dann wird es kostenlos abgeholt. Gleiches gilt für Elektrogeräte, die von einem Fachmann vor dem Wiederverkauf auf Sicherheit geprüft werden.
Autor: red

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